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Osttangente

04.05.2016

Briefe gegen Schnellstraße nach Berlin

CSU-Bundestagsabgeordneter Volker Ullrich (Mitte) mit Johanna und Bernd Hermann von der BIKA Königsbrunn in Berlin.
Bild: Helena Weidner

Bürgerinitiative übergibt in der Hauptstadt einen Teil der Einwände der Königsbrunner Bevölkerung

Königsbrunner Bürger machen Front gegen die geplante Osttangente. Weit über 500 Briefe gegen den 4. Bauabschnitt gingen allein an den Sammelstellen in Königsbrunner Geschäften und im Rathaus ein. Am Montag, 2. Mai, endete die Öffentlichkeitsbeteiligung, die erstmals mit der Aufstellung eines Bundesverkehrswegeplans (BVWP) verbunden ist. Bürgermeister Franz Feigl (CSU) und die Bürgerinitiative Keine Autobahn Königsbrunn (BIKA) hatten bei Veranstaltungen und mit einem Flugblatt viele Bürger mobilisiert.

Eine Delegation der BIKA reiste am vergangenen Freitag mit den Königsbrunner Briefen nach Berlin, wo sie der Bundestagsabgeordnete Volker Ullrich (CSU) vor dem Reichstaggebäude in Empfang nahm. Er machte dabei noch einmal deutlich, dass die Trasse für die vierspurige Schnellstraße nicht durch ein Schutzgebiet verlaufen darf, aus dem 320000 Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt werden. Nach dem Gespräch wurden die Briefe pünktlich im Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur abgegeben. Dessen Pressesprecher Axel John betonte dabei, Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt nehme die Einwände aus der Öffentlichkeitsbeteiligung sehr ernst.

In einer Pressemitteilung führt die BIKA jetzt auf, dass es vermehrt Zustimmung zu einer vorgeschlagenen Planungsvariante mit nur zwei Fahrstreifen bei Kissing und Mering gibt. So informierte der Friedberger CSU-Landtagsabgeordnete Peter Tomaschko, dass Dobrindt offen für die Vorgaben aus dem Landkreis Aichach-Friedberg sei. Auch der Bundestagsabgeordnete Hansjörg Durz und der Friedberger Landrat Klaus Metzger seien dafür.

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SPD-Landtagsabgeordneter Herbert Woerlein befürchtet, die Osttangente werde große Gewerbegebiete und damit zusätzliche Flächenversiegelung nach sich ziehen. Die Präsidentin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger, hat laut BIKA kritisiert, dass elf von zwölf selbst gesteckten Umweltzielen im BVWP verfehlt würden und schlägt vor, 41 der 605 geplanten neuen Straßenprojekten ganz zu streichen.

Bei der BIKA ist man stolz darauf, dass die Stadt Königsbrunn in Berlin inzwischen als „gallisches Dorf“ bekannt ist. Andreas Nieß, der Sprecher der Bürgerinitiative, kündigte weitere Aktivitäten an: „Wir werden die weiteren Entwicklungen kritisch im Auge behalten.“

Kleinaitingens Bürgermeister Rupert Fiehl will vermeiden, dass einzelne Gemeinden nun Grundsatzbeschlüsse gegen die Osttangente fällen oder neue Trassenverläufe in die Diskussion einbringen, ohne zuvor ein gemeinsames Verständnis mit umliegenden Gemeinden zu schaffen. Deshalb wollen sich die Bürgermeister aus Königsbrunn, Oberottmarshausen, Graben, Klosterlechfeld und Kleinaitingen bald zu einem Gespräch über die weitere Vorgehensweise treffen. (AZ)

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