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Langenneufnach

04.07.2019

Chor zeigt neue Stimmkraft aus tiefer Seele

Der Langenneufnacher Gesangsverein Liederhain absolvierte in der Kirche St. Martin ein Gospelkonzert.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Der Gesangverein Liederhain präsentiert in der Pfarrkirche von Langenneufnach mit dynamischen Gospelsongs ein ansteckendes Musikereignis, dem sich das Publikum nicht entziehen kann.

Großen Eindruck machte der Gesangverein Liederhain. Sein Gospelkonzert in der gut gefüllten Pfarrkirche St. Martin zeigte feinen Klangsinn und dynamische Ausdrucksbreite. Dabei leitete die neue Dirigentin Katharina Hartl den Chor mit sicherer Hand. Dafür wurden sie und das Ensemble mit langem und herzlichem Beifall belohnt.

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Der Liederhain wagt sich auf auf Neuland

Mit diesem Konzert betrat der Liederhain Neuland. Bisher hatte er sich der intensiven Pflege des deutschen Liedguts verschrieben. Doch mit der neuen Chorleiterin kommt frischer Wind. Sie erkannte das schlummernde Potenzial der Sänger und motivierte sie, für dieses Konzert eine andere Ebene der Musik einzuschlagen. Hintergedanke war natürlich auch, damit neue und junge Sänger sowie Zuhörer zu gewinnen.

Dabei packte Katharina Hartl die Programmgestaltung geschickt an. Um die Aufmerksamkeit des Publikums zu wecken, wählte sie neben dem einen und anderen vertrauten Gospelgesang auch weniger bekannte Stücke aus. Ergänzt wurde diese Auswahl neben einer Klavierbegleitung durch Instrumentalsolisten. Diese Kombination entpuppte sich als abwechslungsreiche Mischung.

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Gospel in vielen Variationen

Vor allem bei Liedern wie „Joshua Fit The Battle Of Jericho“ und „Hail Holy Queen“, ein Titel aus dem bekannten Film „Sister Act“, kam die Virtuosität des Chors besonders zum Ausdruck. Aber auch das Stück „When Israel Was In Egypt’s Land“ und der Evergreen „When The Saints Go Marching In“ zeigten die Griffigkeit des Ensembles. Und so wagten sich die Sänger an die ganze Bandbreite des Gospels. Mal klangen sie soulig, dann wieder funki, bluesig und ein klein wenig jazzig. Nicht zu überhören waren auch die Einschübe von klassischen Elementen.

Stimmgewaltig brachte der Gesangverein so textlich die Botschaft des Glaubens unter das Publikum, die daraus erwachsene Lebensfreude, aber auch die Hoffnung, Zuversicht und Kraft, die in jedem Einzelnen innewohnt, sowie die Liebe zu Gott und den Menschen. Was besonders erfreulich war: Der Liederhain zeigte damit einen neuen musikalischen Geist, der sein repertoire erweitert. Begleitet wurde der Chor am Klavier stilsicher von Theresa Obeser sowie von Michael Hartl (Trompete), Salomo Michelfeit (Saxofon), Julia Glockner (Cabasa), Monika Bögner (Claves) Anton Obermeier (Vibra Slap) und Katharina Dück (Triangel). Herbert Gabelsberger (Bass) glänzte bei „Michael Row The Boat Ashore“„ als versierter Gesangssolist. Julia Glockner und Katharina Dück führten charmant und mit vielen Informationen durchs Programm. Sie alle rundeten das Ganze dynamisch und zielstrebig ab.

Die Sänger fühlen sich bestätigt

Als Zugabe gab es das Spiritual „My Lord, What A Morning“, aus dem wegen der späten Stunde kurzerhand ein „Evening“ wurde. Hier ließ der Chor nochmals alle seine gesanglichen Emotionen einfließen.

Als Dank für ein besonderes Kirchenkonzert spendeten die Zuhörer lautstarken und anhaltenden Beifall. Renate Meier, Vorsitzende des Liederhains, war von der Aufführung sichtlich begeistert: „Die Zeit des Lernens und der Vorbereitungen - wir hatten sogar ein Probenwochenende an Pfingsten - war teilweise anstrengend, aber sehr hilfreich, und hat eine Begeisterung an dieser neuen Musik in uns wachsen lassen.“ Übrigens: Der Reinerlös aus den Spenden ging an die aktuell durchgeführte Kirchensanierung von St. Martin.

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