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Klosterlechfeld

13.02.2020

Chorkonzert mit viel Klamauk: Vox Villae singt in Klosterlechfeld

Dramatische Szenen aus der Mailänder Oper brachte der Chor Vox Villae aus Weil auf die Bühne in der Klosterlechfelder Schule.
Bild: Hieronymus Schneider

Der Chor Vox Villae sorgt für Abwechslung in Klosterlechfeld. Liebeskummer und Eifersuchtsszenen kommen beim Publikum gut an.

Als der Chor Vox Villae im Sommer vergangenen Jahres zusammen mit dem Chor „Liccanta“ in der Klosterlechfelder Wallfahrtskirche auftrat, beeindruckte er mit ernster Sakralmusik. Ganz anders kam der gemischte Chor nun in der Aula der Schule auf die Bühne.

Herumschleichende Katzen mischten sich in die Reihen der mit langen Kleidern, Federboas und schrillem Kopfschmuck gestylten Sängerinnen. Die Männer des Chors trugen Frack und Zylinder mit bunten Fliegen und Hüten. Trotzdem kam die Klassik nicht zu kurz, wie die Ouvertüre „Humoresque“ mit Dirigentin Cornelia Utz am Klavier und Katharina Kraus als virtuose Geigerin bewies. Die pfiffige Einleitung der Dirigentin über gute Manieren: „Wenn der Mann der Frau die Autotüre aufhält, ist das Auto neu oder die Frau.“ Dazu passend eröffnete der Chor das Konzert mit dem Lied „Der gute Ton“.

Katzengejammer und Liebeskummer

Darauf folgte ein getragenes Liebeslied mit zwei Soli der eingeschlichenen Katzen. Als Klavier und Geige erklungen, schwiegen Katzen und Chor. Cornelia Utz und Katharina Kraus erfreuten das Publikum beim schwungvollen Csárdás von Vittorio Monti ebenso wie beim Cantabile von Nicolo Paganini oder dem „Un poco più vivo“. Während der Ansage des nächsten Liedes klingelte ein Handy im Chor. Diese Peinlichkeit wurde mit dem Lied „Quatschofonie“ aufs Korn genommen.

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Das Thema Liebeskummer leitete wieder das Duo aus Klavier und Geige ein. Cornelia Utz verriet das beste Mittel der Frau gegen Liebeskummer – den Gang zum Friseur. Nur mit Lautmalereien ohne Text intonierte der Chor daraufhin den „Barbier von Sevilla“.

Eifersuchtsszenen aus der Mailander Oper werden aufgeführt

Weil der Chor nach der Pause einfach nicht auf die Bühne kommen wollte, überbrückte die Landsberger Geigenlehrerin Katharina Kraus mit Pianistin Utz die Lücke mit einer Polka und zwei Tangos. Des Rätsels Lösung war eine summende Biene, die beim Klavier herumschwirrte. Erst als diese mit der Klatsche zum Schweigen gebracht wurde, traute sich der Chor wieder herein und eröffnete mit „Gianna, Gianna, Gianna“ den italienischen Teil des Konzerts.

Eifersuchtsszenen aus der Mailänder Oper endeten mit Messerattacken, denen Sopranistin Angelika Werner und Mezzosopranistin Ulrike Nett zum Opfer fielen. Die hinterbliebenen Männer, Tenor Andreas Hofmann und Bassbariton Gotthard Reisacher, trösteten sich schnell mit anderen Damen aus dem Chor. Der Klamauk endete mit der Suche einer Ehefrau nach ihrem Mann.

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