Newsticker
Streit über Corona-Impfstoff: EU-Krisentreffen mit Astrazeneca findet nun doch statt
  1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Corona stoppt auch die Jugendarbeit

18.07.2020

Corona stoppt auch die Jugendarbeit

In Bobingen hatte Quartiersmanagement viele spannende Pläne

Dominik Rankl, der Leiter des Bobinger Jugendzentrums, gab im Kultur-, Sport- und Sozialausschuss der Stadt für das Jahr 2019 eine positive Bilanz. Gerade Aktionen wie das begleitete Kochen hätten viel Schwung in das Miteinander im Jugendzentrum gebracht. Ähnlich gut lief die Aktion Quatschen & Kochen. Dabei hätten junge Menschen Gelegenheit bekommen, mit syrischen Flüchtlingen ins Gespräch zu kommen. Die positive Entwicklung im zurückliegenden Jahr sei auch an den Zahlen ablesbar.

Durchschnittlich 58 Besucher im Alter von zwölf bis 25 Jahren pro Tag verbuchte das Jugendzentrum. Auffällig sei, dass das Angebot wesentlich besser von jungen Männern angenommen wurde. Die Gründe unklar seien, sagte Rankl. Man orientiere sich bei den Angeboten auch nach den Bedürfnissen junger Mädchen. Aber an den Zahlen schlage sich das nicht nieder.

Stadtrat Franz Handschuh fragte nach, ob es auch Unterstützung zum Thema Berufswahl und Bewerbung gebe. Das bejahte Dominik Rankl. Auf Wunsch würden sowohl Hilfestellung bei Bewerbungen als auch Beratung zum Thema Berufswahl angeboten. Leider habe das Jugendzentrum von März bis Juni 2020 komplett schließen müssen. Dadurch seien viele Kontakte eingeschlafen. Im Moment kämen nur relativ wenig Besucher ins Zentrum.

Ein ähnliches Bild zeichnete Streetworker Tim Hoffmann. Er berichtete von den Erschwernissen, die die Pandemie mit sich brachte. So habe er im Jahr 2019 insgesamt 2500 Kontakte zu Jugendlichen gehabt. Hierzu zählten die klassischen Begegnungen auf der Straße, ebenso wie konkrete Einzelberatungen, bis hin zu Hilfestellungen bei Problemen im schulischen, häuslichen und beruflichen Umfeld oder auch eine Rechtsberatung durch einen ehrenamtlich tätigen Rechtsanwalt. Im Bereich Streetwork sei die „Mädchenquote“ bei den Kontakten höher und liege etwa bei 40 Prozent. Der Grund: Auf der Straße seien einfach mehr Mädels anzutreffen.

Auch beim Quartiersmanagement Siedlung gab es weniger Aktivitäten. Leider musste auch der Kreativ-Markt, der im vergangenen Jahr mit 30 Ausstellern über 500 Besucher angezogen hatte, dieses Jahr ausfallen. Für den Hof- und Garagenflohmarkt, bei dem zuletzt 65 Siedler ihre Waren in Garage und Hof feilgeboten hatten, bestehe noch Hoffnung, dass er wie geplant im September stattfinden könne.

Ein weiteres, gut angenommenes Angebot muss im Moment ebenfalls pausieren. Zusammen mit der Vorsitzenden der Siedlergruppe, Ulrike Jürges und dem Team der Schlossbergschänke, hatte die Quartiersmanagerin einen Mittagstisch für Senioren ins Leben gerufen. Doch durch die Schließung der Wirtschaft sei das im Moment nicht mehr möglich. Laut Auskunft des Besitzers der Immobilie gibt es allerdings Interessenten für die Gasträume. So könnte der Seniorentisch vielleicht wieder eine Chance bekommen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren