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Oberottmarshausen

05.02.2019

Das Baugebiet südlich der Rainstraße lässt noch auf sich warten

Auf dieser Fläche soll das Neubaugebiet in Oberottmarshausen „Südlich der Rainstraße“ entstehen.
Bild: Michael Lindner (Archivbild)

Warum der Bebauungsplan südlich der Rainstraße in Oberottmarshausen von der Tagesordnung genommen wird und warum Wasserleitungen für Diskussionen sorgen.

Viele Bürger sind zu der jüngsten Gemeinderatssitzung in Oberottmarshausen gekommen, die meisten aus einem Grund: dem Bebauungsplan Nr. 22 „Südlich der Rainstraße“. Doch Bürgermeister Gerhard Mößner musste die erwartungsfrohen Besucher enttäuschen. Der Tagesordnungspunkt wurde nach einer vorherigen nicht öffentlichen Diskussion vom Gemeinderat einstimmig abgesetzt.

Wie im November berichtet, soll im Südosten von Oberottmarshausen – zwischen der Alemannen- und der Rainstraße sowie dem Via-Claudia-Weg – ein weiteres Wohngebiet entstehen. Auf einer Fläche von 2,9 Hektar sollen 38 Grundstücke zur Verfügung stehen – 17 im ersten und 21 im zweiten Bauabschnitt. Eines der Grundstücke sei allerdings nicht für Einzelhäuser oder Doppelhaushälften gedacht, sondern für ein größeres Gebäude mit insgesamt acht Wohnungen. Bereits in der Novembersitzung wurde angeregt, dieses Gebäude um ein Stockwerk zu erweitern und ein zweites, ähnliches Wohngebäude zu errichten.

Neubaugebiet in Oberottmarshausen: Gemeinde befindet sich in der „Findungsphase“

Bürgermeister Mößner sprach in der jüngsten Sitzung davon, dass sich der Gemeinderat noch in der „Findungsphase“ bezüglich des Bebauungsplans befinde. Was genau sich hinter dem Begriff verbirgt, wurde nicht näher erläutert. Dem Vernehmen nach geht es dabei um Details bei der Bebauung – und nicht um eine Verkleinerung oder gar komplette Absetzung des Vorhabens.

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Für einige Diskussionen sorgte die örtliche Prüfung der Jahresrechnung 2017. Der Wasserzweckverband ließ alte Wasserleitungen austauschen, bei vier Haushalten wurde dieser Austausch von deren Privatgrundstücken aus vorgenommen, da sich von dort aus die Arbeiten einfacher gestalteten, berichtete Bürgermeister Mößner. Das Problem dabei: Dadurch dass die Arbeiten auf privatem und nicht auf öffentlichem Grund erfolgten, ist der Wasserzweckverband nicht mehr für die Kosten zuständig. Mößner bezeichnete dieses satzungskonforme Vorgehen als unglücklich, denn die Rechnung in Höhe von etwa 4000 Euro müssten demnach die Privatpersonen übernehmen.

Gemeinde Oberottmarshausen übernimmt Kosten für die Bürger

Gemeinderat Albert Reiter sprach davon, dass die neue Wasserleitung tiefer liege als die zu dieser Zeit gelegte Breitbandversorgung. Bürgermeister Mößner hob den zeitlichen Druck hervor und sprach von einer dringlichen Anordnung, da er kein zweites Mal eine Engstelle für den Straßenverkehr wollte. Gemeinderat Hans-Werner Schmitt sprach von einem „extrem grenzwertigen“ Vorgehen des Wasserzweckverbandes, der dank der Eigentümer leichtere Arbeiten habe, aber die Kosten dann auf die Privatpersonen umlege. Mößner sagte, dass es keine andere Möglichkeit gebe: „Entweder wir zahlen, oder der Bürger zahlt.“ Markus Reiter sah es als geringstes Übel an, wenn die Gemeinde die Kosten übernehme; dem schlossen sich alle Gemeinderäte an.

Bei der Jahresrechnung wurde ferner festgestellt, dass ein Zuschuss der Gemeinde für einen Rasenmäher eines Vereins aus Versehen zweimal ausgezahlt wurde. Der zu viel bezahlte Betrag wird im Laufe des Februars an die Gemeinde zurückgehen.

Ein Aufzug für die Grundschule in Oberottmarshausen

Der Bauantrag für Barrierefreiheit und Brandschutz an der Grundschule wurde einstimmig genehmigt. 300000 Euro soll die Sanierung des Schulhauses kosten – ein staatliches Förderprogramm zur Inklusion von Menschen mit Handicap könnte das Vorhaben mit bis zu 90 Prozent unterstützen. Die Zustimmung für den Förderantrag sei nun da, sagte Mößner. Für alle Etagen sieht der Plan die Installation neuer Brandschutztüren vor. Eine Rettungstreppe soll an der Fassade an der Ostseite des Gebäudes errichtet werden. In einem Anbau soll zudem ein Aufzug vom Keller bis zum obersten Stockwerk geschaffen werden, um Menschen mit Gehbehinderung zu befördern.

Bürgermeister Mößner verkündete bei der Gemeinderatssitzung die Vergabe von mehreren Arbeiten für den kommunalen Wohnungsbau am Kreisverkehr in Richtung Bobingen: mehr als 180000 Euro für die Dachdeckung, mehr als 82000 Euro für den Aufzug sowie rund 25000 Euro für die Gerüstarbeiten.

Lesen Sie hierzu auch den Artikel über den Vorentwurf zum Bebauungsplan: Das sind die Pläne für ein neues Baugebiet

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