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Untermeitingen/Lagerlechfeld

05.07.2017

Das Lechfeld ist Favorit für den A400M

Hansjörg Durz informierte in der Untermeitinger Schlossgaststätte über aktuelle Entwicklungen aus der Bundespolitik.
Bild: Hieronymus Schneider

Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz spricht über den aktuellen Stand bei der Frage nach dem Standort für die 13 Transportflugzeuge. Warum er gegen die „Ehe für alle“ gestimmt hat.

Der traditionelle Musikfrühschoppen der Untermeitinger CSU sollte im Biergarten der Schlossgaststätte stattfinden, doch das Wetter machte einen Strich durch die Rechnung. Wegen des Regens wurde der Frühschoppen in die Wirtsstube verlegt und das Konzert der Big Band Blue Notes musste ausfallen. Ortsverbandsvorsitzender Manfred Salz präsentierte Hansjörg Durz als Gastredner, der von der jüngsten Sitzungswoche im Bundestag berichtete.

Die etwa 40 Zuhörer, unter denen sich auch Peter Schelzig, Generalleutnat a. D. der Luftwaffe befand, interessierten sich sehr für die Frage der Stationierung von 13 Militärflugzeugen des Typs Airbus A400M. Durz sagte hierzu, dass der Bundeswehrstandort Lechfeld favorisiert werde. Diese Aussicht wurde überwiegend begrüßt, zumal dann auch mehr Personal für ein Geschwader aufgebaut würde. Bürgermeister Simon Schropp gab zu Bedenken, dass die in Aussicht gestellte Reduzierung der Lärmschutzzonen dadurch nicht infrage gestellt werden dürfe. Die Herausnahme der Lechfeldgemeinden aus der Lärmschutzzone sei für die Entwicklung von Baugebieten notwendig. Durz vertrat die Auffassung, dass beide Interessen in Einklang gebracht werden können, da die Lärmbelastung durch die A400M-Transportflugzeuge nicht mit dem im Jahr 2013 aufgelösten Jagdbombergeschwader 32 vergleichbar sei.

Durz: Familie meine die Ehe zwischen Mann und Frau

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Durz ging auch auf die in der vergangenen Woche vom Bundestag beschlossenen Gesetzesvorlagen ein – dort hat die „Ehe für alle“ Aufsehen erregt. Durz sagte, dass er dagegen gestimmt habe, weil für ihn der besondere Schutz des Grundgesetzes für Ehe und Familie die Ehe zwischen Mann und Frau meine. Dies wurde vom Bundesverfassungsgericht stets so definiert. Er wandte sich gegen die Aufweichung des Ehebegriffes, die rechtliche Gleichstellung anderer Lebensformen sei auch bisher schon verwirklicht.

Durz erklärte bei der Veranstaltung, dass die CSU alle ihre Versprechen in der Großen Koalition gehalten habe – die Pkw-Maut, die Verbesserungen bei der Mütterrente und der Erbschaftssteuer für kleine und mittelständische Betriebe, sowie beim Länderfinanzausgleich. Für die Region Augsburg sei der Bundesverkehrswegeplan wichtig für die Zukunft. Durz zählte drei Großprojekte auf, von denen der Landkreis Augsburg profitieren werde: Den Ausbau der Bahnstrecke Augsburg-Ulm mit einem dritten Gleis, die Bundesstraßenumfahrung von Diedorf-Vogelsang und den sechsspurigen Ausbau der B17.

Letzterer sei notwendig, weil seit dem vierspurigen Ausbau mehr als 100000 Menschen neu in die Region zugezogen sind. Begleitend dazu müsse auch die Osttangente über Mering und Friedberg zur besseren Verkehrsanbindung zur A8 ausgebaut werden. Unter den Gästen waren der Ehrenvorsitzende Sepp Knöpfle, Altbürgermeister Georg Klaußner, Bürgermeister Schropp und mehrere Ortsvorsitzende aus den Nachbargemeinden.

Die Lechfelder Musikschule unter der Leitung von Martin Wiblishauser unterhielt die Besucher in der Pause. Rund 20 Kinder aus Untermeitingen, Obermeitingen, Klosterlechfeld und Graben erlernen seit vier Jahren ein Instrument. Wiblishauser dankte den Trägergemeinden für die Unterstützung; allein die Instrumente der Musikschule kosten 20000 Euro. Er wünsche sich aber, dass noch mehr Schüler bereit wären, sich in der Musikschule ausbilden zu lassen.

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