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Lechfeld

22.03.2013

Das war’s - Geschwader hebt endgültig ab

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17 Bilder
Impressionen vom Abschied des Jagdbombergeschwaders 32 vom Fliegerhorst Lechfeld.
Bild: Reinhold Radloff

Enormer Andrang, als die berühmte Einheit endgültig Abschied vom Lechfeld nimmt

Es war ein großer Aufmarsch wie immer bei wichtigen Ereignissen: Soldaten des Jagdbombergeschwaders 32, Zivilangestellte, Ehrenzug, Bundesmusikcorps, geladene Ehrengäste, viel „still gestanden“-, viel „präsentiert“, viel „rührt euch“-Kommandos. Doch etwas war diesmal ganz anders als bei allen anderen Großereignissen des JaboG 32 in den vergangenen 55 Jahren des Bestehens: Am Ende der Zeremonie wurde die Truppenfahne vom letzten „Kommodore“ des Geschwaders, Oberstleutnant Thomas Dohler zusammen mit dem Kommandeur der 1. Luftwaffendivision, Generalmajor Robert Löwenstein, feierlich eingerollt und in eine schwarze Hülle geschoben. Der symbolische Vorgang für das Ende des in den Reden immer wieder so extrem gelobten, kriegserprobten, hoch dekorierten und stolzen Geschwaders.

Von „persönlicher Enttäuschung“, „Bedauern“ und „Wehmut“, von einem „schmerzhaften Tag“ sprach Löwenstein, von einer „Auflösung auf Raten“, von „ruhmreichen Taten“ und schließlich von „tragischen Ereignissen“, denn 22 Soldaten des Geschwaders verloren im Einsatz für das Vaterland ihr Leben. Besonders erinnerte er an den selbstlosen Einsatz von Ludger Hölker, der seine defekte Maschine gerade noch über Straßberg hinwegsteuern konnte und dann nach dem Absturz der Maschine ums Leben kam. Doch Löwenstein blickte nicht nur in die Vergangenheit, sonder auch in die Zukunft. Denn der Flugplatz wird weiterbetrieben und im kommenden Jahr die Neuburger Eurofighter für ein dreiviertel Jahr beheimaten.

Sein Bedauern über die Auflösung drückte auch Oberstleutnant Dohler aus. 600 Personalgespräche, Dienstpostenveränderungen, Versetzungen, persönliche Härten, Gerüchte, Sorgen und blank liegende Nerven hätten die zurückliegenden Monate stark mitgeprägt. Trotzdem hatte er viel Lob für seine Mitarbeiter übrig. Sie hätten bis zum Schluss ausgezeichnete Arbeit geleistet.

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Dann war es soweit: Nach dem dort schon so oft und jetzt vielleicht zu letzten Mal gehörten Fliegermarsch nahmen die beiden hohen Luftwaffenoffiziere die Fahnenbänder ab, rollen die Fahne ein, steckten sie in eine schwarze Hülle. Die Fahnenabordnung trug sie aufrecht und stolz aus der Halle, bevor Bayern- und Nationalhymne geschmettert wurden.

Mit Wehmut und Trauer beobachten die Gäste des letzten JaboG 32-Appells den ohrenbetäubenden Start und den Formationsüberflug drei der letzten Tornados und verfolgten in der Eiseskälte ihren Flug in den mit Schneewolken überzogenen weiß blauen Himmel.

Hier finden Sie noch mehr Bilder vom Abschied des Jagdbombergeschwaders 32

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