Newsticker

Die Linke sagt ihren Parteitag wegen Corona ab
  1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Der singende Pfarrer wohnt bald in Bobingen

Bobingen

27.02.2015

Der singende Pfarrer wohnt bald in Bobingen

 Franz Xaver Schmid in seinem Pfarrhof in Heimenkirch.  Bald wohnt er wieder in Bobingen. Foto: Matthias Becker
2 Bilder
 Franz Xaver Schmid in seinem Pfarrhof in Heimenkirch.  Bald wohnt er wieder in Bobingen. Foto: Matthias Becker

 Franz Xaver Schmid kommt zurück. Er hat Kirchenbesucher zum Frohlocken gebracht

 Den einen in Bobingen sind noch die Schafkopfabende mit Pfarrer Franz Xaver Schmid gut in Erinnerung oder Fachsimpeleien über Fußball, den anderen die Gottesdienste, in denen er die Besucher zum frischen Gesang anfeuerte und zur Meisterschaft im Kanon trieb. 21 Jahre wirkte er in der Pfarrei St. Felizitas. Im September kommt er nach 16 Jahren aus dem Allgäu zurück nach Bobingen. Hier will Pfarrer Franz Xaver Schmid seinen Ruhestand genießen – und aushelfen, wenn es Not tut.

Er ist der Vorvorgänger von Dekan Thomas Rauch. Schmid kam 1978 nach Bobingen und verließ die Pfarrei St. Felizitas nach 21 Jahren erst 1999, um als Seelsorger in Weißensberg bei Lindau tätig zu werden. Seit 2006 hat er die Pfarrei St. Margaretha in Heimenkirch übernommen und wohnt dort zusammen mit seiner Haushälterin Maria Furnier im Pfarrhaus. 2011 wurde Franz Xaver Schmid zudem zum Dekan des Dekanats Lindau ernannt.

Am Telefon bestätigt er nun: „Der Bischof hat mein Gesuch angenommen und so werde ich zum ersten September in den Ruhestand gehen.“ Er habe sich aus gesundheitlichen Gründen zu diesem Schritt entschließen müssen. „Ich bin ein bisschen angeschlagen und es tut mir gut, die Verantwortung abzugeben“, so Schmid. Auch sei es vom Alter her nun gegeben, dass sowohl er mit bald 68 Jahren und seine Haushälterin Maria Furnier, die 74 wird, „an den Ruhestand denken können“. „In Heimenkirch geht es uns bestens“, betont Pfarrer Franz Xaver Schmid. Doch als die Frage nach dem „Wohin?“ im Ruhestand auftrat, habe man sich alle Möglichkeiten durch den Kopf gehen lassen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Ganz zurück in die Heimat würde für Pfarrer Schmid Illertissen und für Maria Furnier Adelsried bedeuten. „Wir haben uns in Bobingen immer sehr wohl gefühlt und wollten gerne zurückkommen an den Ort, an dem wir beide gerne waren und der uns ein Stück Heimat geworden ist“, sagt Schmid. Bobingen habe zudem den Vorteil, dass der Pfarrer und seine Haushälterin, die mittlerweile 33 Jahre für sein Wohl sorgt, zusammen bleiben können. „Wir haben im Betreuten Wohnen zwei Wohnungen nebeneinander bekommen und können uns so im Alter gegenseitig unterstützen“, freuen sich beide. „Und die Wohnungen haben Blick auf den Pfarrgarten“, schmunzelt Schmid.

Unterstützung möchte Pfarrer Franz Xaver Schmid gerne auch seinen Pfarrerskollegen Thomas Rauch und Mariusz Pluta gewähren. Vor allem zu Letzterem besteht seit der gemeinsamen Zeit in Bobingen eine Verbindung. „Es hat auch ein bisschen eine Rolle gespielt, dass Pfarrer Rauch und ich uns auf Dekanatsebene kennengelernt haben und beide das Gefühl haben, das wir ganz gut zueinander passen“, meint Pfarrer Schmid. Dekan Thomas Rauch unterstreicht dies: „Ich freue mich sehr, dass Pfarrer Schmid kommt und mit mir sehr viele Bobinger“, erklärte er, als ihn die „frohe Kunde“ erreichte.

Franz Xaver Schmid freut sich auf seine Zeit in Bobingen. Der Termin für den Beginn seines Ruhestandes ist der 1. September, um diesen Zeitpunkt herum wird der Umzug stattfinden. „Ich tue mich natürlich auch leichter, wenn ich in eine Pfarrei komme, in der ich mich auskenne“, findet er. Und der zeitliche Abstand zu seiner Zeit als Bobingens Seelsorger sei doch so groß, „dass ich dem Pfarrer nicht in die Quere komme, ihn aber im Rahmen meiner Möglichkeiten hilfreich zur Seite stehen kann. Aber ich bin natürlich im Ruhestand und kann keinen Kaplan ersetzen“, betont Schmid. Trotzdem freue er sich auf die Zusammenarbeit.

Auch seine Haushälterin Maria Furnier ist glücklich mit der Entscheidung, wieder nach Bobingen zu gehen: „Wir freuen uns schon so sehr darauf“, sagt sie und die Vorfreude hört man selbst durch das Telefon.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren