Landkreis Augsburg

13.08.2017

Die Herren der Grenzen

Die geehrten Feldgeschworenen (vorne) mit Gratulanten: (von links) Albert Eichberger, Michael Higl, Bürgermeister Meitingen, Bernd Müller, Bürgermeister Bobingen, Josef Joachim, Erwin Goßner, Bürgermeister Großaitingen, Johannes Rohrer, Gerhard Mößner, Bürgermeister Oberottmarshausen, Rudolf Zott, Landrat Martin Sailer, Karlhans Feyrer, Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Augsburg, und Elmar Wildegger.
Bild: Simone Grassler

Feldgeschworene sind oft sehr lange im Amt. Sie wurden für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt.

Es ist ein Ehrenamt, das einige gar nicht mehr kennen – die Tätigkeit der Feldgeschworenen. Diese Frauen und Männer kennzeichnen unter anderem Grundstücksgrenzen, legen Grenzsteine an und ersetzen beschädigte Exemplare. Obwohl die Vermessungen heute digital erfolgen, sind sie wegen ihrer Orts- und Personenkenntnis unverzichtbar.

„Ich bin bis heute stolz darauf, dabei sein zu dürfen“, erzählt der Feldgeschworene Albert Eichberger. Der Meitinger wurde neben anderen Helfern aus dem Landkreis für sein langjähriges, ehrenamtliches Engagement geehrt. Nachdem Karlhans Feyrer, der Leiter des Vermessungsamts, einen Überblick über die Geschichte der Feldgeschworenen gegeben hatte, erhielten die Jubilare die Ehrenurkunden von Landrat Sailer. Seit 25 Jahren üben Ulrich Zwerger, Erhard Rieger, Gerhard Schröttle und Ulrich Schädle aus Ellgau dieses Amt aus. Ebenso lang tätig sind Rudolf Zott, Elmar Wildegger und Gregor Gleich aus Oberottmarshausen sowie Johannes Rohrer aus Großaitingen und Josef Joachim aus Bobingen.

Der Meitinger Eichberger steht beispielhaft für sie alle, weist er doch sogar 40 Jahre „verdienstvolles Wirken“ vor. Er ist bereits mit 18 Jahren zu dem Ehrenamt gekommen, da die Erwachsenen fanden „er würde nur zu Hause rumsitzen“. Zwei Jahre später starb der für diesen Bereich verantwortliche Obmann. Eichberger rückte als gerade einmal 20-Jähriger nach und wurde für diese Tätigkeit vereidigt. Diese Prozedur ist bis heute nötig, da es seit jeher ein Ehrenamt ist. Für die Tätigkeit als Feldgeschworener, die sich bis ins Spätmittelalter zurückverfolgen lässt, sind nicht nur handwerkliche, sondern auch diplomatische Fähigkeiten hilfreich. (jokli)

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