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Hurlach

27.11.2017

Die Umzugspläne werden neu aufgerollt

Der Umzug der Hurlacher Sportanlagen ist jetzt wieder aufgerollt und neu diskutiert worden.
Bild: Julian Leitenstorfer

Der Sportverein will sich an der Bahnhofstraße ansiedeln. Dafür gibt es mehrere Gründe. Das schon oft diskutierte Thema beschäftigt die Hurlacher jetzt wieder.

Projekt „Umzug der ursprünglichen, innerörtlichen Sportanlagen zur Sport- und Kulturhalle an der Bahnhofstraße außerorts“ sorgt schon länger für Diskussionen in Hurlach. Und wie es aussieht, wird es Gemeinderat und Vereine auch in den kommenden Jahren beschäftigen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung war der Umzug wieder Thema. Grund ist, dass sich der Arbeitskreis „Sportplatz“ jetzt nach einiger Zeit wieder getroffen hat, weil bei der Jahresversammlung des SV Hurlach im März die Mehrheit der Mitglieder für die Verlegung gestimmt hatte.

Eine solche Abstimmung hatte es 2013 bereits gegeben, damals waren 68 Prozent der Mitglieder für den Umzug. Der damalige Gemeinderat hatte daraufhin ebenfalls für den Umzug gestimmt. Doch zur Umsetzung kam es trotz zahlreicher Gespräche in den Jahren darauf nicht. Dass das Projekt nach wie vor nicht einfach zu realisieren ist, zeigte sich während der Sitzung. Zweiter Bürgermeister Andreas Glatz berichtete, dass im Arbeitskreis der Beschluss gefasst wurde, den bereits involvierten Planer Constantin Vogg erneut zu beauftragen. Vogg bestätigte, dass er sein Angebot aufrecht erhält.

Dauert das Vorhaben zehn Jahre?

Weiter erläuterte der Planer die vorgesehenen Frei- und Verkehrsflächen, als Schätzkosten wurden 450000 Euro für Außenanlagen und rund 1,2 Millionen Euro für umbauten Raum genannt. Für Bürgermeister Wilhelm Böhm, einen Befürworter des Umzugs, ist das Vorhaben eine längere Angelegenheit. „Das dauert bestimmt zehn Jahre, bis alles draußen ist und genutzt werden kann.“ Bei ihm verursache das Projekt Bauchweh, erklärte Manfred Wiblishauser und plädierte für eine Verschiebung des Themas. Konrad Schorer äußerte ebenfalls größte Bedenken. Für ihn ist der Landverbrauch viel zu massiv. „Außerdem werden die Fußballer doch immer weniger“, ist Schorers Beobachtung, „das neu gebaute Haus wird früher oder später leer stehen.“

Dazu sagte Böhm, das Gebäude sei nicht nur für den Sportverein. Auch andere Vereine würden dort einziehen oder Lagerflächen nutzen. Er würde sich eine Planung wünschen, sagte Johann Rid, in die alles einfließt, was von Relevanz ist – nicht nur Wünsche bei den Gebäuden und Kosten. Als Beispiele nannte er Mitgliederzahlen der Vereine, aber auch Einnahmen durch den Verkauf von Bauplätzen, die bei einer Sportplatzverlegung auf dem innerörtlichen Areal ausgewiesen werden könnten.

Umkleiden und Nachbarn sind das Problem

Der Sportvereinsvorsitzende Jürgen Kruppa plädierte für einen Umzug. Dann seien alle Abteilungen wieder unter einem Dach. „Unsere großen Probleme sind Umkleiden und Nachbarn.“ Die Umkleiden am derzeitigen Sportheim müssen laut Kruppa dringend saniert werden, und mit den Nachbarn, die sich immer wieder wegen Lärmbelästigung beschwerten, hätten viele klärende Gespräche stattzufinden. „Wenn wir drinnen bleiben“, so Kruppa, „müssen erstmal diese Probleme gelöst werden.“ Zweiter Bürgermeister Andreas Glatz betonte, dass die Probleme mit dem Umzug im kommenden Jahr die gleichen seien wie aktuell. Bürgermeister Böhm plädierte trotzdem für eine Verschiebung des Punktes und fand dafür breite Unterstützung.

Er möchte die Kosten erst in die Haushaltsberatungen aufnehmen und dann das Thema zur Abstimmung bringen. Außerdem sei das Gremium nicht vollständig, „und ich will, dass alle Gemeinderäte dabei sind“. Dass irgendwann konkrete Planungen her müssen, das betonte Böhm noch einmal.

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