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Bobingen

03.10.2018

Donner und andere himmlische Klänge

Heftiges Donnergrollen und zarte Töne: Die Brassband Woodshockers begeisterte die Zuhörer zum Abschluss des 17. Bobinger Musiksommers mit „unendlichen Klangwelten“.<b>  </b>

Mit den Klangwelten der Brassband Woodshockers fand der Bobinger Musiksommer einen glanzvollen Abschluss.

Es war ein Konzertauftakt mit Donnerhall, den die Woodshockers zum Abschluss des Bobinger Musiksommers den Besuchern in der Stadtpfarrkirche St. Felizitas boten: Paul Lovatt-Coopers „When Thunder calls“. Ein regelrechtes Gewitter mit an- und abschwellendem Donnergrollen, heftigen Entladungen und der Ruhe vor dem nächsten Donnerschlag. Das brachte der Brassband gleich zu Anfang Beifallsrufe, anerkennendes Pfeifen und heftigen Applaus ein.

Die vielfach preisgekrönte Band unter der Leitung von Benjamin Markl zog beim Abschlusskonzert quasi alle Register und verwöhnte die Zuhörer in der fast voll besetzten Stadtpfarrkirche wie im Konzerttitel angekündigt, mit „Unendlichen Klangwelten“.

Ein gewaltiger Klangkörper füllt den Kirchenraum

Wer nach diesem Auftakt dachte, mächtiger geht es nicht mehr, der wurde spätestens bei „Drums of Thunder“ von Peter Graham eines Besseren belehrt. Denn wie Julia Nieberle, die den Konzertabend mit Texten begleitete, feststellte: „Es ist schon ein gewaltiger Klangkörper, aber es werden auch die leisen, zarten Töne nicht zu kurz kommen“, versprach sie. Und so war es. Zu Peter Grahams Komposition „Windows of the World“ gehörten nicht nur dieser zweite Gewittersturm, sondern auch die Sätze „The Rising Sun“ und „Rainforest“. Da hörte man die Wassertropfen von den Blättern fallen, fühlte die dunstige Atmosphäre und wie spärliche Sonnenstrahlen ihren Weg durch das dichte Blätterdach finden.

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Musik wie Naturgewalten

Ähnlich großartige Einfühlung in die Klangwelten der Naturerscheinungen bot darüber hinaus das „Northern Lights“ des norwegischen Komponisten Ola Gjeilos. Wie Tobias Burann-Drixler, der Organisator und künstlerische Leiter des Bobinger Musiksommers eingangs erklärte: „Dieses Stück ist das erste Mal in dieser Form zu hören. Eigentlich ist es für Chor geschrieben, aber es wurde eigens für Brassband transkribiert.“

Unter den Besuchern in St. Felizitas waren nicht nur die vielen treuen Fans der Konzertreihe, sondern auch etliche Besucher aus dem Umland, die eigens wegen der Woodshockers gekommen waren.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2008 machte die Band, die sich dem typischen Brassband Sound nach englischem Vorbild verschrieben hat, zunehmend von sich reden. Sie nimmt regelmäßig erfolgreich an deutschen Meisterschaften und anderen Wettbewerben teil. Im Jahr 2015 etwa, konnte sie sich in der Championship Section der German Open sowie beim „March and Fun“ Contest jeweils als Sieger durchsetzen.

Auch für diesen 17. Bobinger Musiksommer fällt die Bilanz wieder sehr positiv aus: Herausragende Musiker und ein interessantes, abwechslungsreiches Programm zogen etwa 500 Besucher in Bobingens Kirchen. (inge)

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