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Landkreis Augsburg

12.01.2020

Drogenhändler muss fünf Jahre hinter Gitter

250 Gramm Marihuana fand die Polizei in der Wohnung des Angeklagten, der nun für mehr als fünf Jahre ins Gefängnis muss.
Bild: Symbolbild: Michael Reichel, dpa

Plus Die Bobinger Polizei überführt einen 23-Jährigen aus dem südlichen Landkreis, der über zwei Jahre lang Marihuana verkauft hat. Was bei einer Hausdurchsuchung gefunden wurde.

Der Polizei in Bobingen ist ein Schlag gegen die Rauschgiftkriminalität gelungen. Sie ermittelte einen Mann aus dem südlichen Landkreis, der in den vergangenen zweieinhalb Jahren im größeren Stil Betäubungsmittel verkauft hat. Der Mann wurde jüngst am Landgericht Augsburg zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt.

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Jetzt bekommt der 23-Jährige aus dem südlichen Landkreis die Gelegenheit, von seiner Sucht loskommen – bei einer Therapie. Die hatte ihm das Gericht in Aussicht gestellt, wenn der junge Mann die Vorwürfe einräumt. Ein Gutachter hatte beim Angeklagten in der Verhandlung ein Suchtverhalten festgestellt. Zu einem anderen Ergebnis war die Analyse einer Haarprobe gekommen: Nach der hatte der junge Mann nämlich nur gelegentlich Drogen konsumiert. Tatsächlich will er nach eigenen Angaben schon als Jugendlicher Cannabis geraucht haben. Hin und wieder versuchte er offenbar mit Gelegenheitsjobs ein Bein auf den Boden zu bekommen. Zuletzt lebte der schon einschlägig vorbestrafte Mann aber von den Einnahmen, die ihm sein Drogenhandel bescherte. Er hatte Abnehmer im südlichen Landkreis und in der angrenzenden Stadt Augsburg. Insgesamt 25 Kontakte konnte ihm die Polizei nachweisen – überwiegend handelte es sich um Konsumenten. Ein Kunde sagte vor Gericht aus, dass der 23-Jährige im Zeitraum von zweieinhalb Jahren mehrere Lieferungen im Umfang von 250 Gramm bekommen hatte.

Hausdurchsuchung brachte den Beweis

Auf den 23-Jährigen waren die Ermittler nach Hinweisen aus der Szene gekommen. Eine Hausdurchsuchung brachte dann den Beweis: Bei dem Mann wurden 250 Gramm Marihuana und in unmittelbarer Nähe ein Kampfmesser und ein Schlagring gefunden. Außerdem entdeckte die Polizei Utensilien, die Drogenhändler benutzen: Verpackungsmaterial und eine Feinwaage. In der Szene kosten ein bis drei Gramm der Droge durchschnittlich 25 bis 50 Euro. Woher der 23-jährige Händler das Marihuana bezog, wurde nicht bekannt. Die Polizei hat Hinweise, dass es aus Norddeutschland stammen könnte. Auffällig war: Das Marihuana hatte einen hohen Wirkstoffgehalt der psychoaktiven Substanz THC. Er ist für die Justiz die wichtigste Größe im Betäubungsmittelstrafrecht. Nicht das Nettogewicht der Drogen, sondern die Qualität entscheidet am Ende über die Strafe. Bei 7,5 Gramm Wirkstoffgehalt wird von einer „nicht geringen Menge“ gesprochen. Ist sie erreicht, dann beträgt die Mindestfreiheitsstrafe bei einem Verstoß ein Jahr. Das bei der Hausdurchsuchung entdeckte Marihuana hatte einen dreimal so hohen Grenzwert.

Drogenhändler muss fünf Jahre hinter Gitter

Qualität des Haschischs war hoch

Auffallend hoch war auch die Qualität von 70 Gramm Haschisch, das 2019 bei einem anderen Mann aus dem südlichen Landkreis gefunden wurde. Der 28-Jährige steht deshalb derzeit vor Gericht. Die Drogen hatten einen THC-Gehalt von 45 Prozent.

Um chemisch hergestellte Drogen geht es in dieser Woche am Augsburger Amtsgericht: Unter anderem muss sich ein Mann verantworten, weil er einem Minderjährigen Amphetamine gegeben hatte. 35 Fälle wurden ihm nachgewiesen. In einer weiteren Verhandlung geht es um den Handel und Besitz von 270 Gramm der gefährlichen Droge mit stark stimulierender und aufputschender Wirkung.

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