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Musik

18.04.2019

Ein Hungertuch steht im Mittelpunkt

In seinem Passionskonzert vereinte der Musikverein die meditative Betrachtung des Misereor-Hungertuchs (links auf der Leinwand) mit passend dazu ausgewählter sakraler und weltlicher Blasmusik.
Bild: Sybille Heidemeyer

Was beim Kirchenkonzert des Obermeitinger Musikvereins geboten ist

„Mensch, wo bist du?“ – so lautet in diesem Jahr der Titel des Misereor-Hungertuchs. Der Musikverein Obermeitingen vereinte in seinem Kirchenkonzert am Palmsonntag die meditative Betrachtung des Hungertuchs mit passender sakraler und weltlicher Blasmusik.

27 Musiker des symphonischen Blasorchesters des Musikvereins hatten im Altarraum der fast voll besetzten Obermeitinger Pfarrkirche St. Mauritius Platz genommen. Unter der Leitung von Daniela Rid eröffneten sie das Passionskonzert mit dem getragenen „Canterbury Chorale“ von Jan van der Roost. Pfarrer Thomas Demel lud die Besucher in seinem Grußwort ein, „sich anregen zu lassen, die Seele zum Klingen zu bringen und sich ganz persönlich die Frage zu stellen: Mensch, wo bist du?“

Im Laufe des Abends traten die einzelnen Register des Orchesters als Ensemble hervor. So spielten die Blechbläser den Marsch aus der Ouvertüre zu Händels „Gelegenheitsoratorium“, vom Klarinettensextett hörten die Besucher den „Einzug der Königin von Saba“ aus Händels Oratorium „Salomon“, die Holzbläser präsentierten „La Paix“ aus Händels „Feuerwerksmusik“.

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Zwischen den Musikstücken lasen Musiker Texte zur Symbolik des Hungertuches, das der Flensburger Künstler Uwe Appold gestaltet hat, und das den Besuchern auf einer Leinwand und als kleines persönliches Bildblatt vor Augen war. Es zeigt leuchtendes Blau, Erde aus dem Garten Gethsemane, zwölf rot umrandete Steine, einen leuchtend-goldenen Ring, darin ein unfertiges goldenes Haus, geheimnisvolle Schriftzeichen, Kreuze und eine rot-blau bekleidete Figur.

Die Farbe Blau, die für das Wasser und den Himmel steht, stellten die Blechbläser mit dem ruhigen „Stal Himmel“ von Alan Fernie und Fabian Lechner am Marimbafon mit „Sounds of Sea“ musikalisch dar. Das Rot interpretierte das Saxofonquartett mit Elton Johns „Can you feel the love tonight“.

Mit dem Stück „To my Country“ aus der Symphonie „Für mein Vaterland“ von Bernhard Zweers endete ein bemerkenswertes Konzert, das auch aufgrund der besonders gelungenen Musikauswahl und des Ensemblespiels eine ganz andere Facette des Obermeitinger Blasorchesters zeigte.

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