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Königsbrunn

08.09.2019

Ein altes Haus hält Überraschungen bereit

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5 Bilder
Mit glitzernden Elementen in der Fassade soll die Rübezahl-Schule ebenfalls ein Hingucker werden. Die Planer möchten vor allem dem Erdgeschoß mehr Licht spendieren. So wurden im Bereich des Haupteingangs (nicht im Bild) schon Wände entfernt, um dort einen helleren, freundlicheren Empfang zu schaffen.
Bild: Stadt Königsbrunn, Degle/Degle Architekten

Bei der Grundschule Süd lassen sich die Lernlandschaften mit kleineren Abstrichen in den Bestand integrieren. Mit welchen Tücken die Planer zu kämpfen haben.

Wohnlich gestaltete Lernlandschaften, zeitlos schicke Fassaden und eine moderne Lüftungsanlage ohne großes Gebläse – die technischen Eckpunkte der Nordschule werden auch bei der Erneuerung der Rübezahlschule an der Blumenallee umgesetzt. Pro Marktplatz gibt es hier vier Klassenzimmer je Klassenstufe. Für das Planungsteam um Tomas Seifert vom Büro Degle/Degle aus Königsbrunn stellt sich aber die Herausforderung, die neuen Gestaltungsaspekte im Bestand umsetzen zu müssen.

Das ist auf den ersten Blick gar nicht so schwierig: Anders als bei der Nordschule ist die bestehende Bausubstanz im Süden so gestaltet, dass sich die Lernlandschaften mit leichten Abstrichen einfügen lassen. Im ersten Stock steht beispielsweise das Treppenhaus einer Ideal-Umsetzung des Konzepts im Weg. Doch diese Probleme lassen sich lösen. Die Planer haben sogar noch einen Vorteil: Als die Südschule geplant wurde, rechnete man pro Kind noch deutlich mehr Platz an. Damit können nun neben den Lernlandschaften noch Räume für Lesebereiche oder Lagerräume geschaffen werden. Die Planer der Nordschule arbeiten nach heutigen Maßstäben, bei ihnen müssen die einzelnen Räume kompakter gehalten werden. Denn jeder Quadratmeter, der über die Vorgaben der Förderrichtlinien hinausgeht, geht direkt auf die Rechnung der Stadt Königsbrunn.

Die Bausubstanz und die Pläne halten Überraschungen bereit

Auf der anderen Seite bringt eine Sanierung einen großen Nachteil mit sich: Man muss mit dem arbeiten, was einem die Vorgänger an Bausubstanz und Plänen hinterlassen haben. „Wir haben schon einige Überraschungen erlebt“, sagt Tomas Seifert. Asbestrückstände tauchten an Orten auf, wo man nicht damit gerechnet hatte. Im Plan eingezeichnete Säulen wurden plötzlich schmaler. Verzeichnete Kanäle im Beton, in die man Leitungen legen wollte, fehlten gänzlich. Die entsprechenden Nacharbeiten ließen die Kostenberechnung von knapp elf auf 12,5 Millionen Euro steigen. „Große Probleme sollten nun aber nicht mehr auftreten“, sagt Seifert.

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Eine Herausforderung sei es gewesen, das moderne Lüftungskonzept in die alte Bausubstanz zu integrieren. Die Schule bekommt im Zuge der Sanierung zwar die passenden Fenster spendiert, um die erwünschte Luftzirkulation zu ermöglichen mussten die Planer aber in die Wände die passenden Lüftungsschlitze einbringen. Deren Berechnung sei im Bestand durchaus spannend gewesen, sagt Planer Tomas Seifert.

Königsbrunner Grundschulen werden in vielen Bereichen deckungsgleich modernisiert

Darüber hinaus werden viele Aspekte der Nord- und Süd-Schule deckungsgleich umgesetzt. Beide Gebäude werden barrierefrei gestaltet, Aufzüge sorgen dafür, dass auch Rollstuhlfahrer problemlos in alle Klassenzimmer kommen. Die einzelnen Klassenstufen bekommen eine individuelle Farbgestaltung. Jede Lernlandschaft bekommt eine kleine Bühne für Aufführungen und eine Computer-Ecke für Gruppenarbeiten. Ziel bei der Südschule ist es, dass die Kinder zum Schuljahr 2021/22 aus dem Ausweichquartier an der Römerallee zurückkehren können.

Während in Nord und Süd fleißig gebaut wird, laufen bei der Grundschule West gerade die Planungen an. Die Schule soll saniert und erweitert werden. Angesichts der vielen Zwischenstockwerke und kleinen Treppenhäusern keine ganz leichte Aufgabe. Ein Architekt ist schon gefunden. Im September 2020 soll das Konzept für die Umgestaltung stehen.

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