Newsticker

Ein Drittel der Deutschen will Maskenpflicht abschaffen oder lockern
  1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Elektrofahrzeuge erobern die Stauden

Mittelneufnach

01.07.2019

Elektrofahrzeuge erobern die Stauden

Entspannt, effizient und umweltschonend: Sie und weitere Teilnehmer stromerten elektrisch durch die Stauden.
2 Bilder
Entspannt, effizient und umweltschonend: Sie und weitere Teilnehmer stromerten elektrisch durch die Stauden.
Bild: S. Rupprecht

Rund 70 Teilnehmer haben bei der E-Mobil-Tour mitgemacht. Sie alle sind von der Alltagstauglichkeit der Stromer überzeugt. Nur die breite Masse wisse es noch nicht, meint Organisator Thomas Scharpf.

Sie sind selbstbewusst, die Fahrer und Freunde von Elektrofahrzeugen. Die Elektromobilität sei ein wichtiger Schritt zur Energiewende, verdeutlicht Oliver Strahl aus Mittelneufnach. „Egal, ob Batterie-Elektroautos oder Brennstoffzellen-Stromer, die mit Wasserstoff Energie für den E-Antrieb erzeugen - die eingeschlagene Richtung stimmt.“

48 E-Fahrzeuge haben sich auf den Weg gemacht

Oliver Strahl gehört zum Organisationsteam der E-Mobil-Tour der Interessengemeinschaft zur Förderung der Elektromobilität in Unterallgäu (IFEU). Rund 70 Personen haben mit 48 E-Fahrzeuge daran teilgenommen. Von Türkheim kommend steuert der Korso durch die Stauden die letzte Station der Tour, das Restaurant Wertachau, an. Leise, effizient und emissionsarm rollen die Stromer auf die Parkplätze, unter anderem Citreon C-Zero, Peugeot iOn, Renault Zoe, VW E-Golf, BMW i3 und Tesla Model 3. Letzteres Fahrzeug begeistert vor allem die Fangemeinde aufgrund seiner faszinierenden technischen Eckdaten, seiner enormen Leistung und großen Reichweite. Auch Oliver Strahl wirft einen anerkennenden Blick auf das Fahrzeug. Allmählich komme Bewegung in den Markt für E-Autos, sagt er. Bei den deutschen Autobauern sei ein Umdenken sichtbar. „Sowohl die Bandbreite als auch die Einsatzzwecke werden vielfältiger. Im Vergleich zu den Vorjahrszahlen boomen die Stromer.“ Er sehe der E-Mobilität optimistisch entgegen. Gleichzeitig gesteht er aber auch, dass sie keine Verkehrsprobleme in den Städten lösen werde.

Was ist neben Preis und Aussehen bei der Auswahl eines E-Autos wichtig? Gleich eine ganze Reihe von Tour-Ankömmlingen stehen Rede und Antwort. Die verfügbare Ladeinfrastruktur, meint einer. Natürlich die Ladegeschwindigkeit, ergänzt sein Nachbar. „Für mich ist die Reichweite ein besonders wichtiges Kriterium“, räumt ein dritter E-Fahrer ein. Aber hier rüste die Industrie auf.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Der Spaß kommt dazu

Neu definiert wird derzeit die E-Mobilität auch im Bereich Motorräder. Die Familie Lutz aus Memmingen kommt zur Tour-Endstation mit E-Motorräder und einem E-Motorroller. „Mir imponiert das fast geräuschlose Fahren“, berichtet Anja Lutz. Sohn Julius spricht von Spaß. Für ihn reiche die relativ geringe Reichweite aus, um damit beispielsweise in die Stadt zu fahren.

Rund 150 Stunden hat die komplette Vorbereitung der E-Mobil-Tour, die heuer auf dem Marienplatz in Mindelheim startete, in Anspruch genommen. „Wir machen das uneigennützig, ohne finanzielle Vorteile oder sonstige Bezahlung“, sagt Thomas Scharpf, der die IFEU als ehrenamtlichen Verein 2014 mitgegründet hat. Grund sei die Überzeugung, dass die Elektromobilität längst schon alltagstauglich sei, jedoch die breite Bevölkerung davon sehr wenig Kenntnis habe. Ziel der Tour sei es daher, die E-Mobilität der Öffentlichkeit näherzubringen und damit die Alltagstauglichkeit der Elektrofahrzeuge zu beweisen.

Oliver Strahl: Das wurde lange verschlafen

Wie Oliver Strahl sieht auch er Bewegung in der E-Mobilität. „Unsere Industrie, aber auch die Politik hat deren Bedeutung lange Jahre verschlafen und nur auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor gesetzt“, sagt Scharpf. Doch jetzt tue sich spürbar etwas. Dem Elektroauto gehöre die Zukunft, ist er sich sicher.

Nicht erfreut ist er dagegen von den europäischen Fahrzeugpreisen auf diesem Sektor. Er glaube, dass sich die Autoindustrie hier wieder eine goldene Nase verdienen wolle. „Die asiatischen Hersteller machen es vor, dass es auch anders geht“, meint er.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren