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Abschied

15.09.2020

Er hat die Bobinger Volkshochschule großgemacht

Abschied von der Volkshochschule Bobingen: (von links) Judith Hitzelberger, neue Leitung, Bürgermeister Klaus Förster, Christa Steinhart, Leitung Vhs Augsburger Land, Franz Eschlberger, Landrat Martin Sailer und Inge Heiß.
Bild: Anja Fischer

Franz Eschlberger leitete 37 Jahre die Erwachsenenbildung. Jetzt widmet er sich seiner großen Leidenschaft

Der Name Franz Eschlberger wird in Bobingen immer mit der Volkshochschule verbunden sein. Insgesamt knapp 37 Jahre lang leitete Eschlberger die Einrichtung und entwickelte sie in dieser Zeit zur fünftgrößten im Landkreis Augsburg.

Nun wurde Franz Eschlberger von Bürgermeister Klaus Förster und Landrat Martin Sailer in den Ruhestand verabschiedet. Beide bedankten sich bei ihm für sein großes Engagement. Bürgermeister Förster bemerkte, wie viel Arbeit hinter einer so großartigen Entwicklung stecke, die allein den Kursteilnehmern zugutekomme.

Dabei wollte Franz Eschlberger seinen Weg zu Beginn gar nicht mit der Volkshochschule Bobingen verknüpfen. Doch nach dem Tod des damaligen Leiters und einer Interimslösung bearbeitete ihn seine ehemalige Kollegin Waltraud Wellenhofer, doch dieses Amt zu übernehmen. Schließlich sagte Eschlberger doch Ja und nahm die Geschicke in seine Hand. Gab es bis dato vor allem Kurse für ältere Menschen, so schaffte es Franz Eschlberger, auch ein attraktives Kursangebot für Menschen aller Altersschichten anzubieten. Nur eines vermisst er bis heute: „Was in der Vhs fehlt, ist ein berufliches Qualifizierungsangebot“, findet er.

Er hat die Bobinger Volkshochschule großgemacht

Viel Zeit investierte Eschlberger in den 37 Jahren für organisatorische Arbeiten, denn „früher gab es an jeder Schule oder jedem Veranstaltungsort einen eigenen Hausmeister, der für die Kurse aufschloss und auch mal die Stühle herrichtete“, erinnert sich Eschlberger. „Heute muss man meist selbst den Schlüssel bei der Stadtverwaltung holen, aufsperren, herrichten und nach dem Kurs alles wieder aufräumen.“ Allein das Schlüsselholen nehme viel Zeit in Anspruch. Trotzdem widmete sich Franz Eschlberger seiner Aufgabe immer mit großer Freude. Zum Abschied bekam er von Bürgermeister Klaus Förster einen Tourenführer geschenkt, um sich seiner zweiten Leidenschaft, dem Wandern, widmen zu können. Gar eine Zäsur, das Ende eine Ära nannte Landrat Martin Sailer den Abschied. Er würdigte Franz Eschlbergers Leistung, aus einem Seminarprogramm mit weniger als 60 Vorträgen mehr als das Dreifache gemacht zu haben. Das jährliche Programm decke nun fast alle Interessensbereiche ab. Vor allem die Erwachsenenbildung sei dem scheidenden Leiter immer ein großes Anliegen gewesen.

Dass eine solche Leistung immer nur im Team machbar sei, wusste Landrat Sailer ebenfalls zu würdigen. Mit Franz Eschlberger wurde Inge Heiß verabschiedet, die sich 19 Jahre lang in der Stadtverwaltung Bobingen um die Anmeldungen zur Volkshochschule gekümmert hatte.

Nachfolgerin in der Leitung in Bobingen wird Judith Hitzelberger. Gemeinsam mit ihr hofften Bürgermeister Klaus Förster und Landrat Martin Sailer, dass bald wieder Kurse stattfinden könnten, die nicht auf Abstand, sondern auf das Zusammenkommen basieren. Denn durch die Corona-Pandemie steht die Volkshochschule derzeit vor ganz neuen Herausforderungen. Deshalb gibt es derzeit auch kein schriftliches Kursprogramm.

Informationen zu angebotenen Kursen bieten allein die Homepage und das Internet, da so auf veränderte Anforderungen flexibel reagiert werden kann.

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