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Oberottmarshausen

24.07.2019

Erwin Fuchs feiert sein goldenes Priesterjubiläum

Pfarrer Erwin Fuchs beim feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Vitus in Oberottmarshausen.
Bild: Hieronymus Schneider

Auch im Ruhestand ist der Pfarrer ein treuer und vielgefragter Helfer in der Pfarreiengemeinschaft Großaitingen. Er spricht über seinen Lebensweg.

Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Oberottmarshauser Pfarrkirche St. Vitus feierte Pfarrer Erwin Fuchs zusammen mit Pfarrer Hubert Ratzinger und den Diakonen Jürgen Zapf und Armin Pfänder sein goldenes Priesterjubiläum. Vier Fahnenabordnungen der Feuerwehr, des Schützenvereins Hubertus, des Soldaten- und Veteranenvereins sowie der katholischen Landjugend erwiesen dem Jubilar die Ehre.

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Besonders freute sich Pfarrer Fuchs über die musikalische Bereicherung der Messe durch den Chor „Cantio Augusta“ aus seinem Wohnort Augsburg. In seiner Ansprache ließ der 78-jährige Priester die Gemeinde an seinem Lebensweg teilhaben. Geboren wurde er in Passau. Da sein Vater Zöllner war und 1948 nach Lindau versetzt wurde, kam er als Kind nach Schwaben. Bereits als 15-jähriger fasste Erwin Fuchs den Entschluss, in die Mission zu gehen. Inspiriert hat ihn dazu ein Schaukasten im Klassenzimmer seines Realgymnasiums, der von den Benediktinern erzählte.

Über Reimlingen, die Schweiz und Würzburg nach Dillingen

Im Spätberufenen-Seminar in Reimlingen im Landkreis Donau-Ries lernte er Latein und machte nach fünf Jahren sein Abitur. Nach einem Jahr im Noviziat der Mariannhiller Missionare in Brieg in der Schweiz ging es zum Theologiestudium nach Würzburg. Drei Jahre später wechselte Fuchs in die Diözese Augsburg, um Weltpriester zu werden; er setzte sein Studium in Dillingen fort. Am 28. Juni 1969 wurde er von Bischof Josef Stimpfle in der Stadtpfarrkirche Kaufbeuren zum Priester geweiht.

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Seine drei Kaplansjahre erlebte er in Pfersee, dann wurde er für zwölf Jahre in die Militärseelsorge nach Starnberg und an das Nato-Hauptquartier in Brüssel mit drei Außenstellen in Belgien berufen. Während dieser internationalen Seelsorge organisierte er Soldatenwallfahrten nach Lourdes, was ihm wegen seiner Liebe zum Chorgesang den Spitznamen „Karajan von Lourdes“ einbrachte.

Erwin Fuchs war zehn Jahre Pfarrer in Stadtbergen

Der weitere Lebensweg führte den Seelsorger zurück in die Gemeindearbeit seiner Heimat. Zehn Jahre war er Pfarrer in Stadtbergen, bis ihn eine schwere Krankheit zurückwarf. Als er diese überwunden hatte, ließ er sich von Pfarrer Ratzinger 2008 für die Gemeinde St. Max in Augsburg wieder in den Dienst nehmen. Seit 2012 leistet er wiederum auf Bitte Ratzingers priesterliche Dienste in der Pfarreiengemeinschaft Großaitingen. „Jetzt bin ich im Ruhestand ein Gelegenheitsarbeiter im Auftrag der Kirche, um Christus den Herrn zu verkünden. Das ist mein Wahlspruch seit der Priesterweihe“, sagte Fuchs und stellte diesen Auftrag über manch andere Erwartungen an einen Pfarrer.

Bei den Grußworten durch die Pfarrgemeinderätinnen Carina Keil und Gaby Steidle sowie von Bürgermeister Gerhard Mößner wurde deutlich, dass die „Gelegenheitsarbeit“ von Pfarrer Fuchs größere Ausmaße annimmt und deutliche Spuren hinterlässt.

Pfarrer Ratzinger bedankte sich bei ihm dafür, dass er stets zur Hilfe und seiner Unterstützung bereit war und ist. Auch der von Fuchs gegründete Familienkreis aus seiner ehemaligen Pfarrei Stadtbergen besuchte ihn zu seinem Priesterjubiläum.

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