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Ausstellung

31.10.2016

Faszinierende Bilder aus einem unbekannten Land

Lothar Zull (links) erhielt viel Lob für seine Fotografien und beantwortete viele Fragen der begeisterten Besucher.
Bild: Lothar Zull

Im Kunsthaus Schwabmünchen entführt Lothar Zull auf eine Reise von St. Petersburg zum Weißen Meer

Eindrucksvoll zeichnen sich die Silhouetten von Schiffsmasten und Klostertürmchen gegen den Abendhimmel ab und stimmen den Betrachter auf eine besondere Reise ein: Der Fotograf Lothar Zull hat sie gemeinsam mit seiner Frau Luise und – natürlich – seiner Kamera unternommen. Sie führte über 8000 Kilometer von Schwabmünchen über St. Petersburg und Karelien bis zum Weißen Meer.

Was ihm auf dieser Reise vor die Kamera kam, präsentierte er jetzt in einer eindrucksvollen Ton-Bild-Schau und einer Ausstellung im Kunsthaus Schwabmünchen.

Hingerissen folgten die etwa 100 Vernissagebesucher den Impressionen, die den Prunk von St. Petersburg, malerische dörfliche Holzhäuschen, die goldene Pracht orthodoxer Klöster oder unberührte Landschaften und WIFI-freie Zonen zeigen. Und immer wieder auch der Blick auf die Menschen. Seine Schau hat Lothar Zull unterlegt mit Musik aus der Region – mit orthodoxen Gesängen, Klaviermusik und Volksliedern.

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Aber, wie Kunstvereinsvorsitzende Thieler-Küchle eingangs bemerkte: „Es wäre nicht Lothar Zull, wenn er nicht auch das vermeintlich Unscheinbare und das Kuriose eingefangen hätte.“ Etwa den Mann, der eine große Blechtonne mit gestreckten Armen über seinem Kopf trägt. Den Mann, der einen kreuzförmigen Schatten wirft, als er Bretter auf der Schulter trägt, oder eine der typischen Matrjoschka-Figuren, in die wie in eine Voodoo-Puppe Nadeln gesteckt sind.

Es ist nicht das Laute, Sensationelle, was die Fotografien von Lothar Zull auszeichnet, sondern sein unaufgeregter Blick und das Einlassen auf die Besonderheiten dieses noch relativ unberührten Landstrichs; auf seine Farben, Lichtstimmungen – kurz auf sein Wesen.

Als einen der Höhepunkte dieser Reise bezeichnet er „das orthodoxe Kloster auf der Insel Kischi im Onegasee, wohin wir mit dem Tragflächenboot fuhren“. Und die Besucher können das gut nachvollziehen in den Fotos der goldschimmernden Ikonenwände und der würdevollen Mönche in ihren schwarzen Gewändern. Für sie waren die Bilder dieses Abends gleichermaßen Einblick in eine der weniger bekannten Weltgegenden und ein entspannender Augenschmaus.

Etliche Fragen hatten sie an den Fotografen und zeigten sich überaus beeindruckt. Viel Lob und Begeisterung war zu hören. Birgit Fuchs aus Bobingen schwärmt: „Das sind ganz wunderbare Bilder, und die Musik unterstreicht das genial.“

Noch für drei Monate geöffnet

Die Ausstellung ist noch für drei Monate im Atelierbereich des Kunsthauses zu sehen. Geöffnet ist sie Montag, Dienstag und Donnerstag von 9.30 bis 12 Uhr und am Mittwoch von 11 bis 15 Uhr.

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