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20.12.2016

Festliches aus der Barockzeit

Bobingen Für das Kammerorchester stellte das weihnachtliche Konzert in St. Wolfgang und Wendelin den musikalischen Abschluss des Jubiläumsjahres dar. Das Besondere daran war diesmal, dass dabei nicht das ganze Orchester zum Einsatz kam und dass ein Vokalensemble von Piano & Voice dem Konzertabend durch weihnachtliche A-cappella- Stücke eine besondere Note gab.

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Ludwig Schmalhofer, der künstlerische Leiter des Kammerorchesters, war erfreut darüber, „dass zu unserem Orchester, das ja ein Streichorchester ist, in diesem Jahr einige Bläser hinzugekommen sind“. Die waren an diesem Abend mit zwei Kompositionen von Anton Reicha zu hören.

Anton Reicha (1770 bis 1836) ist ein im Allgemeinen seltener zu hörender Komponist. Er feierte in Paris große Erfolge mit seinen Werken, die er für Bläser schrieb und war mit Ludwig van Beethoven befreundet. Der warme Klang der Hörner und des Fagottes seines Trios Opus 93 Nr. 8 stimmten die etwa 80 Besucher trefflich auf dieses vorweihnachtliche Konzert ein. An den Hörnern waren Peter Hertling und Hildegard Radl und am Fagott Rolf Hertling zu hören.

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Stefanie Fersch, die Leiterin des Musikinstitutes Piano & Voice, hatte für ihr Vokalensemble ein ausgesuchtes Programm an historischen Weihnachtsliedern zusammengestellt. Etwa das bekannte „In dulci jubilo“ von Michael Praetorius (1571 bis 1621) oder „Schlaf, mein Kindlein“ aus dem Straßburger Gesangbuch von 1697.

Und auch Ludwig Schmalhofer wartete für dieses Konzert mit einer besonderen Komposition auf: „Ich habe im Nachlass eines verstorbenen Orchestermitgliedes die Noten für diese „Sonata a quattro“ von Georg Philipp Telemann gefunden, und der zweite Satz ist zum Weinen schön“, schwärmte er. Zu Recht.

Und Stefanie Fersch von Piano & Voice schwärmte ebenfalls. „Es war eine so schöne Kooperation mit Ludwig Schmalhofer und den Musikern des Kammerorchesters.“ Für das gelungene, stimmungsvolle Konzert bedankten sich die Zuhörer mit reichlich Applaus.

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