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Musik

21.11.2019

Ganz neue Klänge beim Herbstkonzert

Es freuen sich über die Ehrungen: (von links) Bürgermeister Erwin Goßner, Vorsitzender Ernst Stauderer, Bezirksvorsitzender Herbert Klotz, Sabrina Schießler, Dirigent Michael Herrles, Theresa Mayr, Bezirksjugendleiter Florian Rossmeisl, Johanna Mahr, Thomas Mahr, Verena Schmid, Johannes Schmid und Bezirksdirigent Andreas Rest. In der Blaskapelle überzeugte auch Dirigent Michael Herrles als Solotrompeter (Foto rechts).
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Es freuen sich über die Ehrungen: (von links) Bürgermeister Erwin Goßner, Vorsitzender Ernst Stauderer, Bezirksvorsitzender Herbert Klotz, Sabrina Schießler, Dirigent Michael Herrles, Theresa Mayr, Bezirksjugendleiter Florian Rossmeisl, Johanna Mahr, Thomas Mahr, Verena Schmid, Johannes Schmid und Bezirksdirigent Andreas Rest. In der Blaskapelle überzeugte auch Dirigent Michael Herrles als Solotrompeter (Foto rechts).

Der Musikverein Großaitingen hat jetzt auch eine Alphornbläsergruppe. Ehrungen für Bläserprüfungen und Mitglieder

Viele Besucher kamen zum Herbstkonzert des Musikvereins in die Mehrzweckhalle nach Großaitingen. Es war das erste Herbstkonzert unter der Leitung des Dirigenten Michael Herrles und der seit Januar dieses Jahres neuformierten Brasserei, die von Valentin Scherer aus den Bläserklassen der Schule heraus gebildet wurde.

„Mit vollen Segeln“ startete die Blaskapelle in diesen Abend, denn so heißt der Konzertmarsch von Klaus Strobl, der zum Auftakt gespielt wurde. Die zweite Dirigentin Stefanie Sperber führte ihre Musikanten dann durch die Höhepunkte des Musicals „Jesus Christ Superstar“. Michael Herrles war es dann wieder vorbehalten, den empathischen „Bolero“ von Maurice Ravel und die Filmmelodie von „Game of Thrones“ zu dirigieren.

Nach einer kurzen Pause mit kleinen Snacks und Getränken in der eigens dafür geöffneten anderen Hälfte der Halle zeigten die jungen Nachwuchsmusiker der Brasserei ihr Können. Valentin Scherer hatte den Sound der Fußball-Weltmeisterschaft mit der Musik von Clueso und den Fanta4 in dem Arrangement „Zusammen“ gemischt. Auch das Stück „Shut up & Brass“ trug seine spezielle Handschrift. Mit dem Discosound „Hoch Hopes“ und der Zugabe „An Tagen wie diesen“ gingen die jungen Bläser unter großem Applaus von der Bühne. Die rhythmischen Schlagzeugklänge steuerte Scherer selber bei, da dieses Instrument derzeit unbesetzt ist. Die Brasserei probt einmal wöchentlich eine Stunde lang, ihre Übungsstücke werden meist von den Schülern selbst vorgeschlagen.

Nach den Ehrungen wurden die Zuhörer mit ganz ungewohnten Klängen, die hinter der wieder geschlossenen Trennwand hervor kamen, überrascht. Erst als sich die Wand langsam hob, wurde das Geheimnis gelüftet. Sechs wohlbekannte Musiker, davon drei Damen, bliesen tiefe Töne aus ihren langen Alphörnern. „Als sie das bei der Ramminger Musikkapelle gesehen haben, wollten sie auch eine Alphorngruppe gründen und mit Sponsoring durch Eltern und Großeltern haben sie es auch geschafft“, erklärte der Vorsitzende des Musikvereins Ernst Stauderer diese Neuerscheinung.

Aus der gleichen Richtung blies dann Michael Herrles mit der Trompete und mit Cowboyhut die berühmte Filmmelodie „Winnetou“ des in diesem Jahr verstorbenen Martin Böttcher an. Mit dem vollen Klang führte dann die gesamte Kapelle, die sich auch mit Indianerfedern und Westernhüten drapierte, das Publikum gedanklich in die weite Prärie. Tirolerisch klang es dann bei der Polka „Zeitlos“ von Martin Scharnagl und bei der Marschpolka für die oberpfälzische Stadt Velburg glänzte das Gesangsduo Franzi Kastl und Uli Egger. Mit dem schmissigen Fliegermarsch und ihrer Lieblingspolka „Ein Leben lang“, bei der alle Musikanten mitsangen, verabschiedete sich die Musikkapelle unter großem Applaus von ihrem Publikum.

Der Bezirksdirigent des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes im Raum Schwabmünchen, Andreas Rest, konnte zusammen mit dem Vorsitzenden Herbert Klotz drei jungen Musikern die Urkunde zur bestandenen Bläserprüfung überreichen. Die Geschwister Verena und Johannes Schmid haben am Tag des Herbstkonzerts ihre D1-Prüfung in Bronze mit der Tuba mit sehr gutem Erfolg abgelegt. Die besonders schwierige D3-Prüfung in Gold schaffte Johanna Mahr mit ihrem Flügelhorn mit gutem Erfolg. Nicht für abgelegte Prüfungen, sondern für langjährige Ausdauerleistungen in der Musikkapelle wurden Theresa Mayr für 15 Jahre an der Querflöte, sowie Sabrina Schießler für 20 Jahre am Tenorhorn und Thomas Mahr für 25 Jahre am Flügelhorn geehrt.

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