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Königsbrunn

14.01.2020

Gemeinsam schöne Erlebnisse sammeln

Mitglieder der neuen AWO Königsbrunn FB-Gruppe "Wer macht mit?" trafen sich zum Austausch: (von links) Petra Kramer, Manfred Jagler, Chris Munger, Inge Zeiträg,Otto Müller und Yvonne Kretschmer.
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Mitglieder der neuen AWO Königsbrunn FB-Gruppe "Wer macht mit?" trafen sich zum Austausch: (von links) Petra Kramer, Manfred Jagler, Chris Munger, Inge Zeiträg,Otto Müller und Yvonne Kretschmer.
Bild: Andrea Collisi

Die Königsbrunner AWO-Ortsgruppe will einsamen Menschen helfen, Anschluss und neue Freunde zu finden. Dazu hat man eine Facebook-Gruppe gegründet.

Trotz aller Vernetzung wird die Einsamkeit vieler Menschen zu einem Problem in unserer Gesellschaft. Die Ortsgruppe der Arbeiterwohlfahrt Königsbrunn will mithilfe der Vernetzung Menschen helfen, wieder Anschluss zu finden. Mit einer neu gegründeten Facebook Gruppe „Wer macht mit? AWO Königsbrunn“ wollen sie mal etwas Neues ausprobieren.

Die Initiative ging von Inge Zeiträg, Mitarbeiterin und Vorstandsmitglied aus. Ihr war aufgefallen, dass es doch immer mehr vereinsamte Menschen gibt und trotz des vielfältigen kulturellen Angeboten wie auch den gezielten Initiativen in den vielen Vereinen in Königsbrunn allein die Freizeit verbringen würden. Es gebe doch immer noch Menschen, die sich nicht trauten oder auch keine Lust hätten immer alles allein zu unternehmen, so die Erfahrung von Inge Zeiträg. Und man könne sich das ja auch auch gut vorstellen, beispielsweise, wenn man essen gehen wolle: „Das macht doch wirklich keinen Spaß allein, das ist dann ja wohl mehr Nahrungsaufnahme“, sagt sie.

Anrufer fragen oft, ob man auch allein zu Kursen kommen darf

Bei ihrer Arbeit im AWO-Sekretariat sei ihr dieser Umstand oft begegnet: „Wie oft habe ich am Telefon Personen, die mich anrufen und immer wieder auch nachfragen, ob man denn auch ganz allein zu einem Kurs, einer Veranstaltung kommen könnte“, sagt die Organisatorin des gesamten AWO-Kursprogramms: „Gerade Menschen, die durch Verlust des Partners, durch Trennung oder auch Zuzug alleine sind, wollen sich dann auch nicht immer an Paare hängen.“

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Zeiträg besprach das Ganze mit dem Vorsitzenden Otto Müller, der sich auch in der Seniorenarbeit in Königsbrunn engagiert. Er bestärkte seine Mitarbeiterin in ihrer Idee. „Warum nicht neue Wege gehen“, sagt der 76-Jährige, so bleibe man aktuell und jung. So wurde das Ganze in die Tat umgesetzt. Natürlich als offenes Angebot für alle Interessierte, ohne Altersbegrenzung nach untern wie oben. Es gäbe selbstverständlich keine Gebühr wie beim übrigen Kursprogramm und ebenso keinen Mitgliedsbeitrag. Jeder sei herzlich willkommen.

Neben spontanen Treffen soll es auch Events im großen Kreis geben

Bisher hat die Facebook-Gruppe 24 Mitglieder, sechs fanden sich zu einem ersten Gespräch in der AWO-Freizeitstätte ein. Neben spontanen Verabredungen will man sich auch immer mal wieder im größeren Kreis dort treffen, sei es zu einem Spieleabend oder zum Grillen im Sommer. Die Funktion des Administrators hat Petra Kramer übernommen, die sich ja auch seit Jahren bei KliK engagiert. „Natürlich achte ich darauf was in die Gruppe hineingestellt wird, dass es zu keinen unflätigen Kommentaren kommt und die übliche Nettikette gewahrt wird.“

Manfred Jagler hat bereits Angebote in die Gruppe hineingestellt. Zunächst beließ er es beim Spaziergang in der Natur: Vom Ilsesee, zum Fohlenausee mit anschließender Einkehr. Das kam gut an und den kommenden Sonntag will man sich in erweiterter Gruppe am Waldspielplatz treffen. Jagler, der als Hobby-Fotograf auch gern in der Natur unterwegs ist, lebt seit vier Jahren allein. Er habe natürlich Freunde und mache in seiner Freizeit auch etwas Sport, aber er fand diese Idee wunderbar, auf diese Weise neue Menschen kennenzulernen.

Dies bestätigt auch Chris Munger, die in der Gruppe jemanden suchte, der mit ihr zum Winterkonzert einer irischen Musikgruppe gehe, weil seitens der Familie niemand Zeit und Lust hatte. Yvonne Kretschmer führt eine glückliche Wochenendbeziehung: „Doch unter der Woche, warum soll ich mich da nicht mit Menschen treffen, die beispielsweise mit mir karteln?“, sagt die Mutter zweier erwachsener Töchter.

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