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14.12.2010

Gewerbegebiet und Krippe zieren die Jahresbilanz

Über den rechtskräftigen Bebauungsplan fürs neue Gewerbegebiet freuen sich Manfred Nerlinger und Jürgen Schuler (von links). Foto: Stöbich
Bild: Stöbich

Frohe (Weihnachts-)Botschaften kann Bürgermeister Manfred Nerlinger den Ratsmitgliedern bei ihrer Jahresschlusssitzung am heutigen Dienstag verkünden. Denn die Gemeinde Wehringen ist nicht nur finanziell kerngesund, sondern hat heuer auch wichtige Weichen für zukunftsweisende Projekte gestellt.

So haben die Räte in ihrer jüngsten Sitzung den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 18 erlassen, der damit rechtskräftig ist. Hinter dieser nüchternen Zahl verbirgt sich das Gewerbegebiet Hochfeld, mit dessen Erschließung kommendes Frühjahr begonnen werden soll. Es liegt rund 300 Meter vom Ortsrand Richtung Bobingen - südlich der Kiesgrube.

Bevor aber die ersten Bagger anrücken können, wartet Wehringen gespannt auf die Ergebnisse zweier Untersuchungen: "Die Überprüfung, ob auf dem Gelände eventuell Kampfmittel aus Kriegszeiten lagern sowie eine archäologische Untersuchung kosten uns eine Stange Geld", so der Bürgermeister.

154 Euro Schulden pro Einwohner

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Das ist freilich kein allzu großes Problem für die Kommune: Ihr aktueller Haushalt weist Steuerhebesätze wie vor 20 Jahren und Rücklagen in Höhe von 1,8 Millionen Euro auf. Der Schuldenstand beträgt lediglich 154 Euro pro Einwohner. Doch nicht nur für Betriebe schafft Wehringen neue Anreize, auch für ein Neubaugebiet mit 30 Bauplätzen laufen derzeit die Grundstücksverhandlungen. Die zwischen 400 und 600 Quadratmeter großen Flächen sollen künftige Häuslebauer 140 Euro pro Quadratmeter kosten.

In seinem Bericht kann Nerlinger mit weiteren guten Nachrichten aufwarten: "Bis Ende 2011 werden alle Bürger über einen schnellen Internet-Zugang verfügen", kündigt er an. Der Gemeinderat hat den Auftrag zum DSL-Ausbau vergeben und hofft dafür auf einen Zuschuss der Regierung von Schwaben in Höhe von 100 000 Euro. 1,1 Millionen lässt sich die Gemeinde den Ausbau des Kindergartens und die Angliederung einer Kinderkrippe kosten, die voraussichtlich im Februar eröffnet werden kann.

Aber auch wenn sich Wehringen dank seiner guten finanziellen Ausstattung zahlreiche Investitionen leisten kann, mahnt Nerlinger: "Wir müssen im neuen Jahr darauf achten, möglichst solide und sparsam zu wirtschaften!" Der Haushaltplan für 2011 ist derzeit in Arbeit; im Januar wollen die Räte über die Einzelpläne beraten; eine sechsstellige Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögensetat dürfte auch diesmal möglich sein.

Vorgesehen sind für kommendes Jahr unter anderem der Bau eines Skaterparks für Jugendliche, ein Barfußpfad an der Wassertretanlage sowie Maßnahmen zum Hochwasserschutz. Freuen können sich die Wehringen nach dem Brand im vergangenen März auch über die abgeschlossene Sanierung der Schule sowie über ihre gute Gemeinschaft, die laut Nerlinger beim historischen Dorffest deutlich geworden sei.

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