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Untermeitingen

23.02.2021

Glasgeklirre ade: Altglas könnte bald unterirdisch entsorgt werden

Solche Altglascontainer ("Unterflurbehälter") könnten künftig auch in Untermeitingen stehen.
Bild: H&G Entsorgungssysteme GmbH

Plus Der Gemeinderat Untermeitingen diskutiert über neue Altglascontainer. Denn die bisherige Kapazität reicht nicht aus. In einem Pilotprojekt könnte Altglas unter Tage entsorgt werden.

Altglascontainer genießen keinen guten Ruf. Sie stören die Anwohner, die Entsorgung ist laut und besonders ästhetisch sind sie auch nicht. In Untermeitingen haben die Gemeinderäte deshalb über neue Behälter diskutiert. Die Gemeinde benötigt seit Längerem eine weitere Entsorgungsmöglichkeit für Altglas. Die drei bisherigen Container im Ort genügen nicht mehr. Zur Debatte stehen nun Container, die im Boden versenkt sind - im Fachjargon "Unterflurbehälter".

Die Vorteile solcher Container liegen auf der Hand. Durch die Absenkung ist die Geräuschkulisse gedämpft, was Anwohner freuen dürfte. Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises liefert folgenden Vergleich: Wirft man eine leere Glasflasche in einen oberirdischen Container, entsteht eine Lärmbelastung von etwa 90 Dezibel. Das sei vergleichbar mit Türknallen. Der Einwurf in abgesenkte Container habe dagegen nur eine Lärmbelastung von 74 Dezibel: in etwa so laut wie eine Waschmaschine im Schleudergang.

Unterflurcontainer sollen Altglasentsorgung in Untermeitingen leiser machen

Doch wo könnte künftig Platz in Untermeitingen für die unterirdischen Altglascontainer sein? Generell kämen sie für neue Baugebiete infrage, teilt Jens Reitlinger, Pressesprecher des Landratsamts, schriftlich mit. Hier seien im Boden noch keine Leitungen verlegt, die bei der Montage beschädigt werden könnten. Außerdem könnten neue Unterflurcontainer "städtebaulich perfekt eingeplant werden", schreibt Reitlinger.

In Untermeitingen ist ein Standort im südlichen Neubaugebiet im Gespräch. Am westlichen Straßenrand des Buchenbergwegs gibt es eine freie Fläche neben dem Kindergarten Gießenburg, die in künftigen Gemeinderatssitzungen diskutiert werden soll. Der nächste Altglascontainer liegt von hier aus in der Lechfelderstraße. Außerdem handelt es sich um ein Gebiet, das gerade neu erschlossen wird.

Ein weiterer Punkt, über den in künftigen Sitzungen wohl auch noch diskutiert wird: die Finanzierung. Die Container kosten in der Herstellung etwa 25.000 Euro. Die Installation ist hier noch nicht mit eingerechnet. Der Landkreis übernimmt 50 Prozent, wodurch sich die Anschaffungskosten für die Gemeinde auf 12.500 Euro belaufen. Bürgermeister Simon Schropp begrüßt das Konzept - auch, weil abgesenkte Container "optisch ansprechend" seien.

Bisher gibt es im Landkreis keine Unterflurcontainer. Der Werkausschuss des Abfallwirtschaftsbetriebs hat jedoch beschlossen, dass diese im Landkreis prinzipiell neben herkömmlichen Wertstoffinseln gebaut werden dürfen. In Untermeitingen würde es sich folglich um ein Pilotmodell im Landkreis handeln. In Günzburg wurde 2019 ein entsprechender Antrag im Kreistag abgelehnt; in Neu-Ulm gibt es schon seit rund 15 Jahren Unterflurcontainer.

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