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Hiltenfingen

14.12.2013

Gruppenbild ohne Fröhlich

Die Kreistagsliste der Freien Wähler steht. Doch der Überraschungskandidat auf Listenplatz 10, Ludwig Fröhlich, fehlt, weil in Königsbrunn eine Personalentscheidung anstand. In der hinteren Reihe sind die Kandidaten (von links) Robert Steppich, Bernd Hannemann, Peter Wendel und Rainer Naumann vertreten, vorne (von links) präsentieren sich Silvia Kugelmann, Stefan Steinbacher, Fabian Mehring, Markus Brem, Claudia Schuster, Albert Lettinger und Johann Häusler.
Bild: Bastian Sünkel

Freie Wähler überraschen: Königsbrunner Bürgermeister erhält aussichtsreichen Listenplatz

Einen Landratskandidat haben die Freien Wähler (FW) noch nicht präsentiert. Dafür steht die Überraschung des Abends bei der Nominierungsversammlung im Hiltenfinger Keller auf der Kreistagsliste, genauer gesagt auf Listenplatz 10. Der Königsbrunner Bürgermeister Ludwig Fröhlich, bis vor wenigen Wochen CSU-Mitglied, besetzt eine aussichtsreiche Position auf das Kreistagsmandat. Trotz der Überraschung waren sich die Mitglieder einig: 54 Ja-Stimmen und eine Enthaltung haben den Listenvorschlag abgesegnet.

Mit Rainer Naumann aus Bobingen (Platz 8), Reinhold Weiher aus Schwabmünchen (9) und Ludwig Fröhlich will der Kreisverband den Süden des Landkreises stärken. Doch vor ihnen stehen die Kandidaten aus dem Norden und Westen, die durch ihre Kreistagsmandate und Stellung innerhalb der FW gesetzt sind, allen voran Kreisverbandsvorsitzender Markus Brem.

Brem erklärt: „Bei der vorangegangenen Kreistagswahl war der Süden nicht dementsprechend auf der Liste positioniert.“ Das spiegelt sich in den Kreistagsmandaten wider: Zehn der elf Kreisräte stammen aus den nördlichen und westlichen Kommunen. Lediglich der Schwabmünchner Frank Weiher hat den Süden vertreten. Allerdings scheidet er für die Kreistagswahl im März aus beruflichen Gründen aus. Den Platz von Frank Weiher soll nun sein Bruder Reinhold Weiher besetzen.

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Auch von Fröhlich erhofft sich Vorsitzender Brem, dass er seine Chance nutzt und als Vertreter der größten Stadt des Landkreises in den Kreistag einzieht. Mit diesem Listenplatz signalisiere die FW, dass Fröhlich in ihren Reihen respektiert werde, sagt Brem. „Es liegt nun an ihm, was er daraus macht.“

Grundsätzlich sei das Nord-Süd Gefälle in der Kreistagsfraktion der FW ein strukturelles Problem, sagt der Vorsitzende. Das verdeutlicht der Blick auf die Liste: Zwölf Bürgermeister und sieben Stellvertreter aus den 46 Landkreisgemeinden sind dort vertreten. Aus dem Großraum Bobingen, Schwabmünchen, Königsbrunn finden sich lediglich zwei: Anton Burkhard, der stellvertretende Bürgermeister aus Großaitingen auf Platz 25 und der Neue: Ludwig Fröhlich.

Neben Frank Weiher stehen den Freien Wählern vier weitere Kandidaten aus altersbedingten oder gesundheitlichen Gründen nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung: Annemarie Finkel aus Dinkelscherben, Henriette Kirst-Kopp aus Westendorf, Pius Kaiser aus Gablingen und der ins Lager der CSU gewechselte Otto Völk aus Diedorf. Gerade die Causa Völk hat die FW beschäftigt. In einer Pressemitteilung erklärt Brem, dass es schade sei, wenn Zugpferde wie Otto Völk einen Platz auf einer anderen Liste finden.

Dennoch spricht Brem von einer äußerst attraktiven Liste, „vielleicht die namentlich attraktivste im Landkreis. Ob ein Landratskandidat nominiert werde entscheide sich in den nächsten Wochen, sagt Brem. Interesse an einer Nominierung sei vorhanden, bestätigt der Vorsitzende. Bis zum 23. Januar müssen die Kreisverbände ihren Vorschlag einreichen.

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