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Politik

22.01.2020

Günther Ostermair will ins Rathaus

Die fünf Topkandidaten von „Gemeinsam für Klosterlechfeld“ (von links) Matthias Krause, Thomas Müller, Bürgermeisterkandidat Günther Ostermair, Wolfgang Wech, Robert Holzer und Dirk Liebing.
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Die fünf Topkandidaten von „Gemeinsam für Klosterlechfeld“ (von links) Matthias Krause, Thomas Müller, Bürgermeisterkandidat Günther Ostermair, Wolfgang Wech, Robert Holzer und Dirk Liebing.
Foto: Christian Kruppe

Die Gruppierung „Gemeinsam für Klosterlechfeld“ stellt einen eigenen Bürgermeisterkandidaten. Damit bekommt der amtierende Chef Rudolf Schneider Konkurrenz

Vor sechs Jahren trat die Wählergruppierung „Gemeinsam für Klosterlechfeld“ (GfK) zum ersten Mal bei der Kommunalwahl an. Mit Erfolg: Kandidat Matthias Krause schaffte es in den Gemeinderat in Klosterlechfeld. Daran will die Gruppierung bei der Kommunalwahl im März anknüpfen und ihren Erfolg weiter ausbauen.

Der Vorsitzende der GfK, Dirk Liebing hofft auf „einen oder zwei Sitze mehr“. Dass dies klappt, davon ist Gemeinderat Matthias Krause überzeugt. „Wir haben die richtige Mischung aus Jung und Alt, aus Frauen und Männer. Wir wollen politisch mit eingreifen“, sagte Krause bei der Nominierungsversammlung der GfK. Er selbst verfolgt ein weiteres Ziel. „Ich werde bei der FDP auf der Kreistagsliste auf Platz eins stehen“, sagt er. Es könne sein, dass er auf verschiedenen Wahlplakaten zu sehen ist. „Aber wenn es um Klosterlechfeld geht, bin ich zu hundert Prozent für die GfK und die Gemeinde da“, erklärte Krause.

Die Liste der Gruppierung umfasst stolze 28 Namen. Damit ist, wie in kleineren Gemeinden oft üblich, eine Doppelbesetzung der Listenplätze hinfällig. Klosterlechfelds amtierender Bürgermeister Rudolf Schneider (SPD), der für eine zweite Amtszeit kandidiert, zeugte der Anzahl an Bewerbern Respekt und stellte klar: „Ein bunter Gemeinderat ist Demokratie.“ Dann wartete eine weitere Überraschung auf Schneider. Denn die GfK geht nicht nur mit einer großen Liste ins Wahlrennen. Sie stellt auch einen eigenen Bürgermeisterkandidaten. Schneider war sichtlich überrascht, als Vorsitzender Dirk Liebing verkündete, dass die Gruppierung mit dem noch Vorsitzenden des Musikvereins Klosterlechfeld, Günther Ostermair, einen Herausforderer für Schneider stellt.

Ostermair begründete seine Entscheidung mit einem lockeren Spruch: „Ich wollte, dass Rudi im Wahlkampf nicht so einsam ist. Zudem gibt es in meinem Leben zwei Sachen, die ich noch nicht gemacht habe. Das ist der Elferrat und der Bürgermeister.“

Letzteres will Ostermair nun angehen. Und der 54-jährige Polizist weiß offenbar, worauf er sich einlässt. Schon bei der Nominierungsversammlung räumte er ein: „Ich weiß, dass es schwierig wird, gegen einen guten Amtsinhaber anzutreten“, sagte Ostermair. Doch er hat einen klaren politischen Antrieb. Denn seiner Ansicht nach sei in den vergangenen sechs Jahren vieles gut gemacht worden, aber manches hätte eben besser gemacht werden können.

Der überraschte Rudolf Schneider wünschte seinem Kontrahenten einen guten Wahlkampf und hofft dabei auf einen fairen gegenseitigen Umgang.

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