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Klosterlechfeld

12.06.2019

Gute Pfingstmarkt-Bilanz hat einige Makel

Andreas Widmann lenkte selbst den Gabelstapler, um die Bierzelttische und Bänke zu verladen.
Bild: Hieronymus Schneider

Plus Die Besucherzahlen steigern sich nach schwachem Start. Die Festwirtsfamilie zieht eine erste Bilanz. Ein 17-Jähriger geht vor dem Zelt auf seine Ex-Freundin los.

Am Tag nach dem Pfingstmarkt war das große Aufräumen angesagt. Bierzelttische und Bänke wurden von Andreas Widmann persönlich mit dem Gabelstapler verladen. Der Juniorchef der Festwirtsfamilie zieht eine erste Bilanz. Ebenso Bürgermeister Rudolf Schneider, der von einem Tag enttäuscht ist. Die Polizei erlebt weitgehend friedliche Tage, allerdings gibt es vor dem Festzelt eine heftige Auseinandersetzung.

Viele fleißige Hände arbeiteten am Dienstagmittag am Abbau der Buden und Fahrgeschäfte. Von Hektik keine Spur, ganz anders sah das noch am Pfingstmontag aus. Die Marktfieranten hatten bereits gegen 17 Uhr ihre Stände abbauen müssen, da ein heftiger Wind mit starkem Gewitterregen einige Ausstellungszelte mit Textilien umwarf. Die Händler hatten alle Mühe, ihre Ware zu retten. Erst nachdem sich das Wetter beruhigt hat, strömten wieder Gäste zum Abschlussabend mit der Band „The Mercuries“ ins Festzelt.

Festwirt Widmann: Umsatz beim Pfingstmarkt im Bereich des Vorjahres

Andreas Widmann nahm sich während der Aufräumungsarbeiten am Dienstag ein paar Minuten Zeit für ein erstes Fazit des zweiten Klosterlechfelder Pfingstmarktes. „Der Besuch und der Umsatz waren in etwa so wie im Vorjahr, ohne dass ich schon genaue Zahlen habe. Der Donnerstag war diesmal viel schwächer besucht – das lag an dem historischen Theater zum 200-jährigen Gemeindejubiläum im Vorjahr“, sagte Widmann. Auch Bürgermeister Rudolf Schneider zeigte sich von der Resonanz von weniger als 300 Besuchern bei dem Abend der American Music mit Johnny Gibson und Band enttäuscht. „Die Stimmung und die Musik waren hervorragend und die Band hätte weit mehr Publikum verdient“, sagte der Bürgermeister. Er überlegt nun, wie die Attraktivität dieses Vorabends gesteigert werden kann.

Am Freitag sorgten die Vereine und am Samstag die Partyband für guten Besuch und am Sonntag war durch den Lechfeld-Cup der Steinheber ein volles Zelt garantiert. „Vielleicht haben uns die Spiele der Frauen- und Männernationalteams am Samstag einige Besucher gekostet“, überlegt Widmann. Er erklärt, dass diesmal mehr dunkles als helles Bier ausgeschenkt wurde. Beim Weißwurstfrühstück am Sonntag blieben heuer viele Würste übrig, da er aufgrund der Erfahrung des Vorjahres mehr im Angebot hatte. Die Festzeltküche mit Schmankerl vom Grillhendl über Schweinebraten, Schaschlik bis zu Bratwürsten, Steaksemmeln und Käsespätzle wurde allgemein gelobt.

Bürgermeister Schneider ärgert sich über Plastikmüll

Ein großes Problem wurde am Montag sichtbar. „Noch nie wurde so viel Plastikunrat hinterlassen wie dieses Jahr“, schrieb Bürgermeister Schneider per E-Mail und wies darauf hin, dass der Plastikabfall von der Gemeinde teuer entsorgt werden muss. Deshalb denkt er über eine Erhöhung der Standgebühren oder eine Verpflichtung zum Verzicht auf Plastikverpackungen nach.

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Der Pfingstmarkt in Klosterlechfeld
Bild: Hieronymus Schneider

Eine besondere Freude für Schneider war dagegen der Seniorennachmittag, der erstmals unter dem Dach der Bürgergemeinschaft Lechfeld stattfand. Die beteiligten Gemeinden und die Arbeiterwohlfahrt finanzierten diesen Nachmittag gemeinsam. Mit dem Vorsitzenden der Bürgergemeinschaft, Kleinaitingens Bürgermeister Rupert Fiehl, wurde vereinbart, jedes Jahr an Pfingsten eine zentrale Seniorenveranstaltung im Kloster durchzuführen.

17-Jähriger geht beim Pfingstmarkt auf seine Ex-Freundin los

Aus polizeilicher Sicht verliefen die Festtage in Klosterlechfeld trotz hohen Besucheraufkommens insgesamt sehr friedlich, teilte Robert Künzel, der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Schwabmünchen, mit. Es gab aber am Pfingstsonntag einige Einsätze: Gegen 23 Uhr wuchtete ein 17-Jähriger seine gleichaltrige Ex-Freundin vor dem Festzelt zu Boden, die sich dabei eine leichte Gehirnerschütterung zuzog. Gegen ihn wird wegen Körperverletzung ermittelt. Aus welchem Grund es zu der tätlichen Auseinandersetzung der beiden Untermeitinger kam, muss noch ermittelt werden.

Am selben Tag wurde gegen 19.30 Uhr ein Jugendlicher beobachtet, wie er eine Bierflasche gegen ein geparktes Auto warf. Der 17-Jährige stand unter Alkoholeinfluss (0,86 Promille) und bekommt nun eine Anzeige wegen Sachbeschädigung. Um 22 Uhr geriet ein 18-Jähriger mit einem 16-Jährigen in Streit. Das Gerangel wurde von der Polizei dadurch beendet, dass beide Streithähne des Festgeländes verwiesen wurden.

Erfreulich ist laut Künzel die Tatsache, dass weder Diebstähle noch Trunkenheitsfahrten im Zusammenhang mit dem Pfingstmarkt bekannt wurden.

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