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Schwabmünchen/Kleinaitingen

02.05.2020

Handball in Schwabmünchen: Aufatmen trotz Zwangspause

Die Volleyballerinnen aus Kleinaitingen dürfen aufsteigen.
Bild: Reinhold Radloff

Plus Die Krise erspart den Schwabmünchner Handballerinnen den Abstieg. Und die Kleinaitinger Volleyballerinnen dürfen in die Regionalliga aufsteigen.

Die Corona-Krise beutelt die Sportler auch in der Region arg: Keine Spiele, kein Training – der Frust ist bei vielen Mannschaftssportlern groß. Doch manchmal hat die Krise auch ihr Gutes: So bleibt den Landesliga-Handballerinnen des TSV Schwabmünchen, die nur noch geringe Chancen auf den Klassenerhalt hatten, der Abstieg erspart. Ein Blick auf die Situation.

Das Team stand in der Landesliga zuletzt auf dem viertletzten Platz. „Wenn wir Glück gehabt hätten, dann wäre vielleicht noch ein Relegationsspiel möglich gewesen, aber es sah eher nach Abstieg aus“, sagt Trainer Holger Hübenthal.

TSV-Handballer: Der Nachwuchs steht in den Startlöchern

Doch die Handballer beschlossen bundesweit, dass es 2020 keine Absteiger gibt und dass die Teams, die vorne stehen, aufsteigen dürfen, wenn sie das wünschen. Hübenthal schätzt, dass dadurch die Landesliga um zwei oder drei Teams aufgestockt wird: „Natürlich ist das ein Glücksfall für uns, denn wir haben uns im Frauenbereich für die nächsten Jahre einiges vorgenommen, und da wäre ein Abstieg ein echter Rückschritt gewesen.“ Denn die weiblichen Nachwuchsteams der Schwabmünchner TSV-Handballer waren zuletzt sehr erfolgreich: die C-Jugend wurde bayerischer Meister und die B-Jugend Landesliga-Vizemeister.

Die Handballerinnen des TSV Schwabmünchen können aufatmen: Ihnen bleibt der Abstieg erspart.
Bild: Felix Dahlheim (Archiv)

„Da sind wir richtig gut aufgestellt, und wir wollen im Frauenbereich in absehbarer Zeit noch eine Liga höher spielen, auch wenn sich das für einen Beinahe-Absteiger etwas komisch anhört. Aber es kommen halt richtig starke Spielerinnen nach“, sagt Hübenthal. Wie und ob heuer noch Handball gespielt werden kann, ist natürlich völlig unklar. Deshalb kann der Handball-Trainer auch noch nichts zu möglichen Neuzugängen sagen.

Aufstieg in Kleinaitingen: Erleichterung nach Entscheidung

Aufatmen können auch die Volleyballerinnen des FC Kleinaitingen, die sich nach einer starken Saison vorzeitig den Aufstieg in die Regionalliga gesichert hatten. „Der Verband hat für die Bayernliga entschieden, dass die Teams, bei denen der Aufstieg schon fest stand, auch aufsteigen dürfen“, sagt Kleinaitingens Trainer Stefan Nowotny. Damit ist klar, dass die Volleyballerinnen in der kommenden Saison in der Regionalliga spielen dürfen.

Es stand auch im Raum, dass die Ligen in der kommenden Saison so starten wie in der Spielzeit 2019/2020, es also keine Auf- und Absteiger gibt.“ Auch wenn wir uns den Aufstieg nicht als Ziel gesetzt haben wäre es natürlich sehr ärgerlich gewesen, nach einer so tollen Saison mit leeren Händen dazustehen“, sagt Stefan Nowotny.

Die Regionalliga im Volleyball wird größer

Auch Teams, die die Chance gehabt hätten, den Aufstieg in die Regionalliga noch zu schaffen, können aufsteigen, so dass auch diese Liga in der kommenden Saison wohl etwas größer werden wird. Stefan Nowotny: „Mein letzter Stand ist, dass es 14 statt zehn Mannschaften in der Regionalliga werden, so dass es wohl 26 Spieltage geben wird. Ich bin gespannt, wie das laufen wird, aber im Moment bleibt uns sowieso nichts anderes übrig, als zu warten, wann die Situation so ist, dass wir wieder in einen regulären Spielbetrieb zurückkehren können.“ Eigentlich hätte Ende Mai die Vorbereitung für die kommende Saison begonnen, doch an Mannschaftstraining ist derzeit nicht zu denken.

Mitaufsteiger sieht der Kleinaitinger Trainer als Vorteil

Dass es etwas mehr Mitaufsteiger geben wird, sieht der Kleinaitinger Trainer eher als Vorteil: „Je mehr Mitaufsteiger es gibt, desto leichter könnte es werden, denn dann haben wir mehr Konkurrenten auf Augenhöhe. Aber ich denke, dass wir auch so in der Regionalliga gut mitspielen können, aber vielleicht macht es das ein bisschen leichter.“

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