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Bobingen

18.06.2017

Harte Probenarbeit für den großen Tag

Max Wohlgschaft führt durch die erste Leseprobe. Per Beamer wird angezeigt, was welche Rolle zu tun hat,
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Max Wohlgschaft führt durch die erste Leseprobe. Per Beamer wird angezeigt, was welche Rolle zu tun hat,
Bild: Anja Fischer

Das Moses-Musical von Tobias Burann-Drixler wird zwar erst im November aufgeführt. Bei den Proben legen sich die Bobinger Kinder und Jugendlichen aber schon richtig ins Zeug.

Aufgeregt schwirren Kinder und Jugendliche im Saal des Bobinger Pfarrheims in der Hochstraße durcheinander. „Welche Rolle hast du?“ Das ist die große Frage. Kirchenmusiker Tobias Burann-Drixler hebt beschwichtigend die Hände. „Jetzt setzt euch erst mal hin, und bei der ersten Durchsprache teilen wir dann die Gruppen nach ihren Rollen ein. Dann seht ihr, mit wem ihr zusammen spielt.“

Ein wenig später wird klar, wer zu den Hirten gehört und wer Zipporas Schwestern sind. Und wer spielt bei den Israeliten mit? Beim Moses-Musical von Tobias Burann-Drixler und der Stadt Bobingen findet jeder seinen Platz. Das Stück erzählt die Geschichte von Moses in Ägypten und beginnt zu der Zeit, als er einen Mann umbringt und flüchtet. Kurz darauf trifft er seine Frau Zippora. Gott erscheint Moses im brennenden Dornbusch und gibt ihm den Auftrag, die Israeliten aus der Gefangenschaft in Ägypten in das Heilige Land zu führen.

Thema: Moses und der Weg der Israeliten aus der Gefangenschaft

Mit seinem Bruder Aaron macht sich Moses auf, um Gottes Willen zu erfüllen. Nachdem die Ägypter die zehn Plagen erleiden, lässt der Pharao die Israeliten ziehen. Das Musical endet, nachdem Moses mit seinem Volk unversehrt durchs Rote Meer, das Gott geteilt hat, gezogen ist.

Bald beginnen dazu die Proben. Die Mitspieler im Alter zwischen sechs und 20 Jahren besprechen dazu mit Max Wohlgschaft die einzelnen Szenen. Auf der großen Leinwand ist das Geschehen symbolhaft dargestellt. Smileys stellen die einzelnen Schauspieler und Sänger dar. Immer wieder kommt es deshalb zu Gelächter. Das soll auch so sein, denn „die Proben und die Arbeit an dem Stück sollen ja Spaß machen“, finden die Verantwortlichen. Einzelne Szenen werden schon jetzt laut gelesen. Parallel dazu werden die Schauspieler zur Kostümprobe gebeten. Andrea Kurdas hat federführend das Nähen der Kostüme übernommen und vermisst jetzt jeden der Teilnehmer. Schließlich sollen die Gewänder am Ende auch passen.

Solisten üben noch fleißig

Ebenso passen müssen die Lieder. Burann-Drixler erzählt: „Mit dem Kinderchor habe ich schon mit den Proben angefangen. Die ersten Lieder haben wir auch schon mal in die Gottesdienste eingebaut, die wir gestaltet haben.“ Die Solisten arbeiten derzeit noch zu Hause an ihren Liedern.

Dass die Bibelgeschichte von der Suche nach dem gelobten Land und von der Befreiung eines Volkes derzeit so aktuell wie je ist, zeige ein Blick in die Nachrichten, sagt Burann-Drixler: „Das hat viel zu tun mit dem, was wir im Moment erleben. So gesehen ist unser Moses-Musical auch ein wenig zeitkritisch.“ Vor allem, wenn wie im Stück die Frage aufgeworfen wird, was einem Volk oder einem Menschen auf der Suche nach Freiheit erlaubt ist und was nicht.

Darüber aber muss sich im November jeder Besucher sein eigenes Bild machen. Der Traum der Musical-Macher in Bobingen aber steht schon fest: „Alle Völker sollen sich untereinander verstehen“, heißt es am Ende des Stücks. Ein Traum, der zumindest in Bobingen auf der Bühne Wirklichkeit werden wird.

Das Musical wird zum Abschluss der Kinderkulturtage aufgeführt am Samstag, 4. November, um 19 Uhr und Sonntag, 5. November, um 16 Uhr. Die Karten sind ab Schulbeginn im Herbst im Kulturamt der Stadt Bobingen und bei den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

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