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Langenneufnach

03.03.2020

In 30 Jahren lieferten sie über 800 Tonnen Hilfsgüter für Rumänien

An den Sammeltagen gleichen Hof und Lagerhalle der Firma Topstar einem großen Ameisenhaufen.
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An den Sammeltagen gleichen Hof und Lagerhalle der Firma Topstar einem großen Ameisenhaufen.
Bild:  Walter Kleber

Plus Ihr unermüdlicher Einsatz für Europa und die  Völkerverständigung wird jetzt ausgezeichnet: Martin Böck und die Rumänienhilfe Stauden erhalten die Europamedaille.

Für sein über 30-jähriges unermüdliches Engagement an der Spitze der Rumänienhilfe Stauden wurde Martin Böck jetzt von der CDU /CSU-Gruppe der EVP-Fraktion im Europaparlament mit ihrer Europamedaille geehrt . Europaabgeordneter Markus Ferber überreichte dem 59-Jährigen die Auszeichnung bei einer kleinen Feier, zu der auch Langenneufnachs Zweiter Bürgermeister Gerald Eichinger und die Führungsriege der Hilfsorganisation gekommen waren.

Martin Böck und seine ehrenamtlichen Helfer, so Markus Ferber in seiner Laudatio, leisteten durch ihre langjährige Hilfe für Rumänien einen beispielhaften Beitrag für die Völkerverständigung und die europäische Integration. Dieser unermüdliche Einsatz über nunmehr drei Jahrzehnte hinweg soll mit der Verleihung der Europamedaille eine sichtbare Anerkennung finden. Weil in Rumänien auch 30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und dem Sturz des Diktators Nicolae Ceausescu in vielen Landstrichen immer noch Not herrschten, würden die Hilfstransporte dort nach wie vor dringend benötigt. Das Engagement der Rumänienhilfe Stauden hat 2011 auch die Schwabmünchner Allgemeine mit der Verleihung der „Silberdistel“ gewürdigt.

840 Tonnen Hilfsgüter

Seit der Gründung des Vereins führt die Rumänienhilfe-Stauden einmal im Jahr einen großen Transport von Hilfsgütern durch, der von den Vereinsmitgliedern organisiert und durch Sach- und Geldspenden aus der Bevölkerung in den Stauden getragen und finanziert wird. Rund 70 Lkw-Ladungen mit gut 840 Tonnen Hilfsgütern wurden seither nach Rumänien gefahren. Nahezu bei allen Transporten war der dreifache Familienvater Marin Böck mit dabei und saß selber am Steuer eines Trucks – bisher 35 Mal!

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Breit gestreut sind die Anlaufstellen der Langenneufnacher Rumänienhelfer um Martin Böck: im Umland der Stadt Iasi , an der Staatsgrenze zu Moldawien gelegen, steuern sie mit ihren Hilfskonvois alljährlich eine ganze Reihe von Abladestationen an: Waisenhäuser, Behindertenheime, Schulen, Krankenhäuser, die Frauenvereinigung von Iasi und ein Projekt für Sinti- und Romakinder stehen auf der Liste. Der Kontakt in die nordöstlichste Ecke Rumäniens kam seinerzeit durch Professor Ioan Constantinescu zustande, der an der Augsburger Universität als Gastdozent tätig war.

Das Armenhaus Europas

Markus Ferber (links) übergab die Medaille an Martin Böck (Mitte). Rechts: Zweiter Bürgermeister Gerald Eichinger.
Bild: Walter Kleber

Auch wenn die größte Not inzwischen gelindert ist: Rumänien ist auch nach dem EU-Beitritt (2007) nach wie vor das Armenhaus Europas , in dem die Helfer aus den Stauden und ihre mit Hilfsgütern vollgestopften Lastwagen nach wie vor jedes Jahr mit leuchtenden Augen erwartet werden. Jahr für Jahr opfern die Mitglieder des Vereins eine gute Woche ihres Jahresurlaubs, um den Menschen in Rumänien eine Freude zu machen. Und auch die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung ist weiterhin ungebrochen. Kaum zurück von einer Hilfsexpedition, füllen sich die Depots wieder mit Kleidung, Haushaltswaren , Spielsachen, Fahrrädern und anderen Dingen des täglichen Bedarfs. Wenn dann kurz vor den nächsten Transporten zum Sammeltag aufgerufen wird, haben die Helfer alle Hände voll zu tun, alles in die Lastwagen zu verladen, die für die Hilfstransporte von Unternehmen aus der Region unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden.

Der nächste Sammeltag ist am Samstag, 25. April, bei der Firma Topstar im Langenneufnacher Gewerbegebiet „Im Hohenlicht“.

Mehr Infos gibt es unter www.rumaenienhilfe-stauden.de

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