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26.02.2015

In Bobingens Hallenbad wird alles neu, oder doch nicht?

Das Hallenbad im Bobinger Aquamarin  hat eine treue Besucherschaft. Wie das Bad in Zukunft aussehen wird, ist  offen. Dazu  gibt es noch viele Fragen.  Foto: Stöbich

Eine Zusicherung ist der Stadt  Bobingen nicht möglich. Sie  sucht Entscheidungshilfen. Spannend wird es dann im Herbst

 Wie geht es mit dem sanierungsbedürftigen Hallenbad „Aquamarin“ in Bobingen weiter? Diese  Frage versucht derzeit ein vom Stadtrat in Auftrag gegebener Projektplan zu beantworten. „Generalsanierung oder gar Neubau?“, fragte CSU-Fraktionschef Hans-Peter Dangl in der jüngsten Stadtratssitzung. Der Zeitplan  verspricht so schnell noch keine Antwort. Das Problem sind das Geld und die Vielzahl offener Fragen.

Entscheidende Weichenstellungen wird der Stadtrat nach seinem derzeitigen Zeitplan erst Ende dieses Jahres vornehmen. Dabei geht es auch um die Frage, welche Belastung der städtische Haushalt künftig verkraften kann. Dangl sprach schon jetzt zum Schluss der Haushaltsberatungen von einem „beispiellosen Kraftakt, dessen Verwirklichung wir im Moment nicht seriös zusichern können“. Doch damit kommt das Projekt Hallenbad nicht in die Schublade. Zur Entscheidungsfindung sollen einige Abklärungen beitragen.

Die Verwaltung will sich zunächst über Erfahrungen und Angebot der Hallenbäder in umliegenden Kommunen informieren: etwa in Augsburg, Kaufering oder Königsbrunn.

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Derzeit geht es auch um eine Kundenbefragung und darum, einen zeitlichen Rahmen für die Vorgehensweise in den Bereichen Beton und Technik abzustecken.

Ursprünglich sollte für knapp drei Millionen Euro nur die Technik von Hallen- und Freibad modernisiert werden, zuvor aber ließ das Stadtbauamt genauer nachschauen und musste feststellen, dass massive Betonschäden eine komplizierte Sanierung im Hallenbad notwendig machen.

Die Mitglieder des Werkausschusses werden voraussichtlich im Mai/Juni über Zwischenergebnisse beraten, die dann im Sommer vom Stadtrat geprüft beziehungsweise entschieden werden. Dann bleibt bis zum Herbst Zeit, weitere Fragen zu klären. Hauptsächlich geht es natürlich ums Geld: Wie sollen in Zukunft die Eintrittspreise und die Organisationsform aussehen? Wie werden die städtischen Mittel eingesetzt und woher kann Bobingen Zuschüsse bekommen?

Im Werkausschuss war bereits über einen kompletten Neubau nachgedacht worden sowie über einen Verzicht auf die kommunale Trägerschaft. Doch es ist noch alles offen.

Die Stadtverwaltung geht in ihrem Projektplan davon aus, dass die Weichen für die Zukunft des Aquamarin-Hallenbads im November gestellt werden können.

Der derzeit abschätzbare Kostenrahmen zwischen sieben und zehn Millionen Euro sei noch nicht realistisch genug untermauert, so CSU-Sprecher Dangl im Stadtrat.

Ähnlich wie beim Hallenbad am Königsbrunner Gymnasium geht man auch in Bobingen derzeit von einem Abbruch und einer Erneuerung der Becken mit Umgängen und Bodenplatte aus sowie von einer Erneuerung der Kellerdecke im Bereich der Umkleiden und Toiletten. Das kommt laut Stadtbaumeister Rainer Thierbach einer Entkernung gleich und dürfte nach vorsichtigen Schätzungen um die sieben Millionen Euro kosten. Alles weitere hängt von den Varianten und Details ab, die noch im Gespräch sind.

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