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Kleinaitingen

16.10.2020

In Kleinaitingen sollen Schulkinder sicherer über die Straße kommen

Die Hauptstraße in Kleinaitingen ist vor allem in den Morgenstunden viel befahren. Für Schulkinder soll die Situation verbessert werden.
Bild: Hieronymus Schneider

Plus Schulweghelfer oder Fußgängerampel? Der Kleinaitinger Gemeinderat hat darüber diskutiert, wie Schulkinder die viel befahrene Straße im Ort leichter überqueren können.

Die Bushaltestellen für die Schulkinder befinden sich mitten in Kleinaitingen. Auch die Kreisstraße A16 führt als Hauptstraße durch den Ort. Damit die Kinder die viel befahrene Straße künftig sicherer überqueren können, hat der Gemeinderat nun über Maßnahmen diskutiert.

Bürgermeister Rupert Fiehl setzte die Idee eines Schulweghelferübergangs auf die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung. Abgesehen von der Frage, ob genügend ehrenamtliche Schulweghelfer gewonnen werden können, kam bald der Vorschlag einer Fußgängerampel ins Spiel. Markus Heider ( Freie Wähler) sagte: „Eine Ampel würde den ganzen Tag über auch älteren Menschen helfen, die Straße auf Knopfdruck sicher überqueren zu können.“

Den Vorschlag für einen Zebrastreifen hat die Gemeinde Kleinaitingen verworfen

Bürgermeister Fiehl wies darauf hin, dass in der zurückliegenden Wahlperiode bereits ein Test mit einer mobilen Ampel durchgeführt wurde. Die Zählung ergab zehn Anforderungen als Spitzenwert in einer Stunde. „Das reicht nicht aus, dass der Landkreis diese Ampel aus Verkehrssicherheitsgründen anordnet“, sagte Fiehl. Den Vorschlag des Landratsamtes, stattdessen einen Zebrastreifen anzubringen, habe die Gemeinde verworfen, weil dies den Schulkindern eine trügerische Sicherheit vermittle.

Die Gemeinde könne aber durchaus aus eigenen Mitteln eine Fußgänger-Bedarfsampel installieren. Die Kosten dafür werden auf etwa 30.000 Euro geschätzt, wie Geschäftsstellenleiter Helmut Zott aus der Erfahrung der Verwaltungsgemeinschaft Großaitingen berichtete. Der Gemeinderat beauftragte den Bürgermeister, aktuelle Angebote für eine Fußgängerampel einzuholen, und will nach deren Vorlage über eine Anschaffung entscheiden.

Anwohner in Kleinaitingen sorgen sich über vermehrten Schwerlastverkehr

Eine weitere verkehrstechnische Frage wurde zumindest vorläufig geklärt. Einige Kleinaitinger hatten sich gewundert, dass die Beschränkung des Schwerlastverkehrs in der Verlängerung der Ulrichstraße bis zur B17 vom Landratsamt aufgehoben wurde.

Bürgermeister Fiehl erkundigte sich daraufhin bei der Straßenverkehrsbehörde und erhielt die Auskunft, dass dafür kein Rechtsgrund mehr bestehe. Die Tonnagenbeschränkung sei wegen des schlechten Zustands des Bahnübergangs angeordnet worden, dieser sei aber inzwischen saniert worden. Das Landratsamt sei für diese Anordnung zuständig, da es sich um eine überörtliche Zubringerstraße handle, teilte Fiehl mit.

Der Gemeinderat teilt die Bedenken aus der Einwohnerschaft, dass nun vermehrt schwere Lastwagen durch den Ort fahren könnten. Deshalb hat das Landratsamt angeboten, eine Zählung durchzuführen. Sollte sich die Belastung durch den Schwerlastverkehr als unzumutbar herausstellen, könne über eine Wiedereinführung der Gewichtsbeschränkung neu entschieden werden.

Ein Bauantrag berührte den noch nicht rechtskräftigen Bebauungsplan für den Altort. Ein Bauträger will an der Hauptstraße ein Mehrfamilienhaus mit neun Wohneinheiten errichten. Die Maße des Gebäudes entsprechen zwar dem Bebauungsplanentwurf, aber der sieht maximal acht Wohnungen vor. Da der Trend zu kleineren Wohnungen geht und sonst alle Bedingungen einschließlich der Stellplätze erfüllt werden, erteilte der Gemeinderat sein Einvernehmen mit dem Bauantrag. Aus Gründen der Gleichbehandlung wird der Bebauungsplan auf neun zulässige Wohnungen erweitert.

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