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Klosterlechfeld

11.10.2019

Kinder spielen die Geschichte des Neubaus

Die Kinder führten ein Singspiel über die Entstehungsgeschichte des Kindergartens auf. Der Franziskus-Kindergarten Klosterlechfeld
Bild: Hieronymus Schneider

Der Franziskus-Kindergarten feiert in Klosterlechfeld. Wegen strömenden Regens wurde die Veranstaltung in einen beheizten Raum des Rohbaus verlegt.

 Fünf Monate nach dem Spatenstich am 2. Mai konnte nun schon das Richtfest am Franziskus-Kindergarten an der Alpenstraße gefeiert werden. Der zügige Baufortschritt wurde von allen Beteiligten gelobt. Nur das Wetter passte nicht zur frohen Stimmung, denn es regnete wie aus Kübeln. So konnte nur das geschmückte Bäumchen auf dem Dachstuhl aufgestellt werden; die Feier mit den geladenen Gästen und den Handwerkern fand in einem beheizten Raum des Rohbaus statt.

Glücklicherweise waren einen Tag zuvor schon die Fenster von der Firma Wagner und Witeschek eingebaut worden. Die künftigen Bewohner, nämlich die Kinder, die jetzt noch im Kindergarten Maria Hilf und in der Schule untergebracht sind, zogen mit ihren Erzieherinnen und der Leiterin Karin Krimshandl und mit ihren Requisiten in die Baustelle ein. Der Musikpädagoge Georg Weihmayr hatte mit ihnen ein Singspiel einstudiert, in dem die Geschichte des neuen Kindergartens vom Beschluss des Gemeinderats bis zum Richtfest nachgespielt und besungen wurde. Anmutig spielten die Kinder die Rollen der Maurer und Zimmerleute bis zum Pfarrer, der den Segen mit Weihwasser spendete.

Bürgermeister: Wichtiger Meilenstein

Bürgermeister Rudolf Schneider sprach von einem symbolischen, aber sehr wichtigen Meilenstein für dieses Fünf-Millionen-Projekt. „Ende 2016 warf ein Brandschutzgutachten und notwendige Sanierungsmaßnahmen im Kindergarten Maria Hilf an der Försterstraße die Frage auf, inwieweit dieser Kindergarten erweiterungsfähig ist. Die Kindergarten- und Krippenprognose führte zu dem Beschluss für einen Neubau auf dem von der Gemeinde erworbenen 4000 Quadratmeter großen Grundstücks an der Alpenstraße“, blickte der Bürgermeister zurück.

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In der neuen Kindertagesstätte finden 105 Kinder in fünf Gruppen Platz, somit stehen mit dem Kindergarten in der Försterstraße langfristig 210 Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung. Beide Kindergärten werden zukünftig aus der Frischküche des neuen Gebäudes mit Mittagessen versorgt. „Es war eine mutige Entscheidung der Gemeinde, die nur zusammen mit dem Träger Katholische Kirchenverwaltung und durch die staatliche Förderung über das Landratsamt Augsburg und die Regierung von Schwaben verwirklicht werden konnte“, lobte Schneider die gute Zusammenarbeit, insbesondere mit Pfarrer Thomas Demel und Altbürgermeister Peter Schweiger für den kirchlichen Träger.

Der stellvertretende Landrat Heinz Liebert beglückwünschte die Gemeinde zu diesem Projekt, das dem steigenden Bedarf an Kinderbetreuung Rechnung trägt. Als Ursachen machte Liebert einerseits die Zuzugsregion Augsburg, aber vor allem die notwendige Berufstätigkeit beider Eltern aus. „Kinder sind unser wichtigstes Gut, ohne sie gibt es keine Zukunft und deshalb ist es auch eine staatliche Aufgabe, für eine gute pädagogische Arbeit zu sorgen“, sagte Liebert und verwies darauf, dass die Kinderbetreuungsplätze im Landkreis innerhalb eines Jahres um 800 auf über 12 000 gesteigert werden konnten.

Geistesblitz bei der Planung

Architekt Hans Schuller vom Planungsbüro Schuller und Tamm sprach von einem Geistesblitz bei der Planung des Gebäudes in Anspielung darauf, dass die Gebäudeform von oben wie ein Blitz aussieht. Schuller zeigte sich begeistert von der vertrauensvollen und reibungslosen Zusammenarbeit mit Elfriede Lösch vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft, sowie den ausführenden Baufirmen. Die Maurer- und Betonarbeiten werden von der Firma Klaus-Bau aus Wehringen und die umfangreichen Zimmererarbeiten von der Firma Baur und Wagner aus Türkheim ausgeführt.

Nach dem Segen von Pfarrer Thomas DemeI mit dem Leitspruch: „Wenn der Herr nicht das Haus baut, dann bauen die Bauleute umsonst“, sprach der Zimmermann Joachim Wagner den traditionellen Richtspruch mit dreifachem Austrinken und anschließendem Zerschlagen eines Weinglases. Danach tauschten sich alle geladenen Gäste, darunter viele Gemeinderäte, zusammen mit den Handwerkern und den Mitarbeitern des Bauhofes bei Speis und Trank noch gemütlich über das Bauprojekt aus.

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