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Neue Arbeitsplätze

19.02.2015

Kleinaitingen und Leipheim werben um Logistikzentrum von BMW

EIn Logistikzentrum für BMW soll nach Kleinaitingen oder Leipheim kommen.
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EIn Logistikzentrum für BMW soll nach Kleinaitingen oder Leipheim kommen.
Bild: Armin Weigel

In Kleinaitingen schwinden die Hindernisse und die Chancen auf ein Logistikzentrum von BMW steigen. Doch auch Leipheim bei Günzburg macht sich noch Hoffnung.

Von den großen Favoriten scheint Kleinaitingen nun der einzige verbliebene Bewerber um das große Ersatzteillager für BMW. Dieses soll Händler und Kunden in Südbayern, Baden-Württemberg, Österreich und der Schweiz beliefern.

Vor allem könnte es über 200 weitere Arbeitsplätze am Lechfeld schaffen, Kaufkraft und Steuergelder bringen. Das ist es, warum viele Gemeinden in den vergangenen Monaten um die Gunst der Münchner Automobilbauer warben. Noch ist das Rennen nicht gelaufen, doch die Reihe der Bewerber lichtet sich.

Die Stadt Ellwangen im Ostalbkreis informierte selbst über ihr Ausscheiden. Der Standort käme mittelfristig zu teuer, wurde ihr mitgeteilt. Erklären kann sich das der dortige Oberbürgermeister nicht. In seiner Stadt kann darüber nur spekuliert werden.

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Logistikzentrum soll wohl in Bayern bleiben

Es war wohl nach Baden-Württemberg durchgedrungen, dass sich die bayerische Staatsregierung für einen Verbleib des Logistikzentrums innerhalb der Grenzen des Freistaats stark mache – unabhängig davon dass zum Beispiel in Hof ein weiteres Ersatzteillager für Mitteldeutschland entstehen könnte. Möglicherweise gehe es nicht um Mehrkosten, sondern um Minderkosten an anderen Standorten oder durch mehr Nähe zu Dingolfing oder München.

Wirtschaftsförderer und Politiker in Leipheim hoffen noch auf eine Außenseiterchance. Das Problem mit der ehemaligen Start- und Landebahn wäre lösbar. Ein Teil von ihr stünde einem neuen Ersatzteillager im Weg und müsste entfernt werden. Aber angeblich käme das einen Millionenbetrag teuer.

Jedenfalls erfuhr der dortige Landrat vor zweieinhalb Wochen nach einem Orttermin mit Projektverantwortlichen, dass auch Leipheim BMW vergleichsweise teuer käme. Doch die damit erwartete offizielle Absage ist im Rathaus der Stadt bislang nicht eingetroffen. Also ist Leipheim doch noch im Rennen?

Investoren bewerben sich um den Zuschlag von Bmw

Genau wissen es – wenn überhaupt – wohl nur wenige. Das dürfte mit der Art des Verfahrens zusammenhängen. Denn während des Auswahlprozesses nimmt BMW möglicherweise nur die Rolle eines Beobachters ein, wartet ab bis Daten erhoben und Standortkriterien fertig ausgesiebt sind. Das würde erklären, warum selbst Kommunalpolitiker kaum einen Verantwortlichen direkt bei BMW zu sprechen bekommen und Medienanfragen nicht beantwortet werden oder nur mit der Auskunft, dass zu diesem Thema keine Kenntnis vorliege.

Ansprechpartner für die Landkreise, Städte und Gemeinden waren bislang vielmehr Investoren, die sich ihrerseits um den Zuschlag von BMW bewerben, das neue Logistikzentrum schlüsselfertig errichten zu dürfen.

BMW baut also nicht selbst, sondern hat in einer Ausschreibung Investoren aufgefordert, Angebote zu machen. Es geht aber natürlich nicht alleine um Bau- und Grundstückskosten. Spätestens bei der abschließenden Standortentscheidung werden auch Betriebskosten eine Rolle spielen. Einen verbindlichen Termin für die letztendliche Entscheidung hat BMW bislang nicht genannt. Lediglich heißt es: Sie werde zeitnah erfolgen.

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