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Bobingen

19.02.2018

Konzertzauber mit Nussknacker und Schwanensee

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3 Bilder
Das Bobinger Kammerorchester unter der Leitung von Ludwig Schmalhofer begeisterte das Publikum mit bekannten Stücken wie Schwanensee oder Moldau.
Bild: Elmar Knöchel

Das Bobinger Kammerorchester setzt seine Konzertreihe „Alte Meister“ in der Singoldhalle fort. Das Publikum dankt die vorzügliche Leistung mit viel Beifall.

Unter der bewährten Leitung von Ludwig Schmalhofer hat das Bobinger Kammerorchester wieder einmal eindringlich bewiesen, warum es zu den festen Größen in der musikalischen Landschaft des gesamten Landkreises zählt.

Mit einer erfrischenden Interpretation des Schwanensee von Peter Tschaikowsky zog das gut aufgelegte Orchester das Publikum sofort in die Komposition hinein. Spätestens beim „Tanz der kleinen Schwäne“ sprang der Funke der Spielfreude auf die Zuhörer über.

Viele wollen bereits während der Darbietung applaudieren

Mehrmals mussten sich die Besucher beherrschen, um nicht bereits während der Darbietung zu applaudieren. Beim folgenden Teil, einem Auszug aus dem „Nussknacker“, wurde das Ganze dann noch lebendiger und sinfonischer. Man konnte die Freude, die das Mädchen über das Geschenk des Nussknackers empfindet, beinahe körperlich spüren.

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Für eine knappe Stunde konnte das Publikum in die fantastischen Klangbilder eintauchen, die das Orchester malte. Dies ist umso bemerkenswerter, wenn man weiß, dass das Kammerorchester aus ambitionierten Laien und nicht aus Berufsmusikern besteht. Dies war aber zu keinem Moment spürbar. Ganz im Gegenteil: Mit wachsender Begeisterung folgten die Musiker ihrem Dirigenten, Ludwig Schmalhofer, der enthusiastisch, aber niemals aufdringlich das Spiel der Instrumente lenkte.

Himmlische Klänge beim Harfen-Solo

In einem kurzen Solopart für Harfe entlockte Claire Augier de Lajallet ihrem Instrument himmlische Klänge, die das gesamte Orchester dann aufgriff. Nach der Pause glänzten die Musiker mit einer wunderbaren Interpretation der „Moldau“ von Bedrich Smetana. Das Bemerkenswerte an dieser Komposition ist ja, dass Smetana, genauso wie Beethoven, bereits früh taub geworden ist. Sein Meisterwerk, die „Moldau“, konnte er daher nie von einem Orchester gespielt hören. Um so bewundernswerter, wie er es schaffte, dem Zuhörer den Fluss von der Quelle bis zur Mündung quasi vor Augen zu führen.

Das Publikum bedankte sich mit lange anhaltendem Applaus und lauten „Bravo“-Rufen. Natürlich trug auch die Musikauswahl das Ihrige zum Gelingen bei. Denn die bekannten und eingängigen Melodien aus dem Schwanensee und dem Nussknacker gingen sofort ins Ohr. Im zweiten Teil des Konzerts schlug dann die Stunde von Nathalie Schmalhofer.

Trotz internationaler Auszeichnungen immer bodenständig

„Gestern noch Carnegie Hall, heute Singoldhalle“, so wurde sie von Mathilde Werle, der Vorsitzenden des Kammerorchesters, angekündigt. Die mittlerweile weit über die Grenzen Bobingens hinaus bekannte Violinistin begeisterte einmal mehr durch ihr elegantes und ambitioniertes Spiel. Viele Zuhörer freuten sich, dass sie trotz mehrfacher nationaler und internationaler Auszeichnungen immer wieder den Weg zurück zu ihren Wurzeln findet. Bleibt nur zu hoffen, dass sie noch oft in Bobingen zu hören sein wird und die Singoldhalle zum Konzertsaal erhebt.

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Der Schwanensee trifft auf die Moldau

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