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30.07.2010

Landkreis steckt 100 Millionen in seine Schulen

An der Realschule in Bobingen stellte gestern ein Autokran erstes Baugerät für die Erweiterung und die Dachsanierung auf. Foto: Pitt Schurian
Bild: Pitt Schurian

Bobingen/Königsbrunn Kein Wunder, dass die Kreisräte bei den vielen Schulbauten im Augsburger Land genau aufs Ausstattungsdetail schauen und auf Zuschüsse drängen. Denn auf rund 100 Millionen Euro summiert sich die Liste der begonnenen sowie der noch anstehenden Ausbauten und Sanierungsarbeiten an den weiterführenden Bildungseinrichtungen. Viel Geld, welches zwischen 2009 und 2014 investiert wird. Zieht man die erhofften Zuschüsse ab, bleiben immer noch 68 Millionen Euro, welche der Landkreis aus eigener Tasche aufbringen muss. Über die Kreisumlage zahlen dabei alle Gemeinden kräftig mit.

Für das neue Gymnasium in Diedorf sind dabei vorerst einmal zehn Millionen Euro vorgemerkt. Was genau diese Einrichtung am Ende kostet, wird frühestens die erwartete Machbarkeitsstudie ahnen lassen.

In Bobingen richteten gestern Arbeiter die Baustelle für die Dachsanierung und die Erweiterung der Realschule ein. Doch wenn dort 3,26 Millionen Euro verbaut sind, steht noch die Generalsanierung des knapp 40 Jahre alten Betonbauwerks an. Die dazu notwendigen elf Millionen sind in der nun aufgelisteten 100-Millionen-Euro-Investition noch gar nicht enthalten. Am Justus-von-Liebig-Gymnasium in Neusäß müssten außerdem 20 Millionen in die Gesamtsanierung gesteckt werden, und die Christophorusschule Königsbrunn steht mit weiteren neun Millionen Euro auf der Warteliste.

Kein Wunder, dass die Kreisräte bei diesen hohen Summen nach der Bremse suchen: Ja, bestätigte ihnen Landrat Martin Sailer im Bauausschuss, der Investitionsplan bedeutet noch keine Freigabe der Gelder. Umgesetzt wird die Planung nach den in den nächsten Jahren tatsächlich vorhandenen Geldern. Wann also alles auf der 100 Millionen Euro schweren Liste tatsächlich abgearbeitet sein wird, bleibt offen.

Und gebremst wird auch im Detail: So musste sich beispielsweise Königsbrunns Bürgermeister Ludwig Fröhlich Nachfragen der Kreistagskollegen gefallen lassen, ob der neue Kunstrasenplatz am Gymnasium in seiner Stadt wirklich alleine für die Schule nötig sei, oder ob der Kreis damit für ihn Vereinsförderung betreibe. Fröhlich gab zu, früher daran gedacht zu haben, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Aber der Ganztagsunterricht mache ein kleines Jugendfeld nötig, welches den Schülern ständig offen stehe. Für die Vereine werde die Stadt einen größeren Platz bauen. Außerdem überzeugte er, dass moderner Kunstrasen im Vergleich zu echtem Grün für eine Schule eine die günstigere Lösung sei.

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