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Langenneufnach

15.12.2020

Langenneufnach plant Wassererlebniswelt an der Neufnach

An einem Teilstück der Neufnach westlich vom Rathaus in Langenneufnach soll eine Erholungsmöglichkeit sowohl für Erwachsene als auch für Kinder entstehen.
Bild: Karin Marz

Plus Langenneufnach plant eine Erholungsmöglichkeit am Wasser. Was es dort alles zu entdecken gibt.

Mit einem für alle Altersgruppen möglichen Zugang zur Neufnach in Langenneufnach will die Gemeinde den Ort attraktiver gestalten.

Die ersten Entwürfe der Erlebniswelt stellte Landschaftsarchitekt Meinolf Hasse jüngst im Gemeinderat vor. An einem Teilstück der Neufnach westlich des Rathauses könnte eine Kneippanlage in der Neufnach, ein Spielbereich mit Wasserspielplatz entlang des Ufers sowie ein Holzsteg und eine Rampe entstehen, die zum Verweilen einladen sollen.

Gibt es bald eine Kneippanlage im Wasser der Neufnach?

Der geplante Talaueweg entlang der Neufnach solle nicht nur als Gehweg, sondern auch als Zugang zu dieser Erholungsmöglichkeit genützt werden, erklärte Bürgermeister Gerald Eichinger. Ein weiterer Grund für den Neubau einer Kneippanlage liege an der immer schlechter werdenden Wasserführung an der bestehenden Kneippanlage sowie am Absinken des Wasserspiegels. Billig ist das ganze Projekt nicht. Mit Investitionskosten von circa 220.000 Euro rechnet der Planer.

Um Kosten zu sparen, beteiligte sich die Gemeinde bereits noch knapp vor Ablauf der Abgabefrist an einem Sonderförderprogramm Kneippanlagen. Zudem soll das Projekt auch durch Real West gefördert werden. Falls alle Genehmigungen und Vorarbeiten zügig voranschreiten, könnte das Bauprojekt bereits im Frühsommer nächsten Jahres abgeschlossen sein, so Hasse.

Pläne an der Neufnach: Was ist bei Hochwasser?

Die Gemeinderäte interessierte, ob eine zeitliche Vorgabe für die Fertigstellung wegen der Förderung vorgeschrieben sei. Hasse erklärte, dass er zwar keinen konkreten Zeitpunkt vorliegen habe, aber davon ausgehe, dass die Maßnahme schnellstmöglich umgesetzt werden müsse. Das Thema Hochwasser kam ebenso auf den Tisch.

Eichinger erklärte, dass aufgrund der bereits vorhandenen Schutzmaßnahmen der Gemeinde die Anlage auch bei Hochwasser halten müsste. Während der Diskussion kristallisierte sich heraus, dass die Gemeinderäte grundsätzlich mit der Planung einverstanden sind. Wert soll vor allem darauf gelegt werden, den Spielbereich so natürlich wie möglich zu gestalten und wenn möglich Kosten zu sparen. Nun geht es darum, Details zu klären. Der abschließende Beschluss für das Projekt fiel im Gremium einstimmig.

Gemeinde Langenneufnach muss sich verschulden

Einen Haushalt mit einer hohen Schuldenaufnahme genehmigte der Gemeinderat mit einer Gegenstimme. Momentan beträgt der Darlehensstand zwar noch rund 1,2 Millionen Euro. Aber schon nächstes Jahr will die Gemeinde mehr als 2,4 Millionen Euro neue Schulden aufnehmen, und im Jahr darauf sollen nochmals weitere 1,3 Millionen Euro Schulden dazukommen.

Zweiter Bürgermeister Franz Wenninger appellierte an den Gemeinderat zu überlegen, wie die Gemeinde künftig sparen könne, da seiner Meinung nach nicht wie bisher finanziell so weitergemacht werden könne. Dem stimmten andere Räte zu, meinten jedoch, dass die jetzt geplanten Maßnahmen wie die Kindergarten-Erweiterung notwendig seien. Hierbei kam auch nochmals der geplante Neufnach-Zugang zur Sprache und die damit verbundene Abwägung, ob diese Maßnahme überhaupt notwendig sei.

Mehrere Gemeinderäte äußerten sich dazu und argumentierten, dass diese Maßnahme an der Neufnach den Ort attraktiver mache und dazu beitragen könne, dass mehr Menschen nach Langenneufnach umziehen. Folglich wäre der Fortbestand des Kinderhauses und der Schule gesichert. Zudem sei es zeitlich sinnvoller, den Neufnach-Zugang noch vor Errichtung des Talaueweges zu bauen.

Der Verwaltungshaushalt 2021 schließt mit rund 4,2 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt mit rund 6,1 Millionen Euro.

Langenneufnach: Neues Baugebiet in Habertsweiler

Im Ortsteil Habertsweiler, westlich des Kapellenweges, soll ein zweites kleines Baugebiet entstehen. Eugen Riedler von der Konstruktionsgruppe Bauen stellte die Planungen für vier Bauplätze vor, die von den Eigentümern privat finanziert werden. Einstimmig segnete der Gemeinderat den Aufstellungs- und Billigungsbeschluss ab.

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