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Regionalentwicklung

02.12.2014

„Leader“ macht das Leben auf dem Land schöner

Wie das Begegnungsland weiterhin von Fördergeldern profitieren will

Rund drei Millionen Euro an Fördergeldern hat der Verein Begegnungsland Lech-Wertach zwischen 2007 und 2014 in die Region geholt. Damit war das Begegnungsland im Nordschwaben der erfolgreichste Teilnehmer am Förderprogramm „Leader“ der EU und des Freistaates.

Die (häufig englisch) ausgesprochene Abkürzung steht für das französische „Liaison entre actions de developpément de l‘economie rurale“, sie bedeutet „Verbindung zwischen Aktivitäten zur Entwicklung der Wirtschaft in ländlichen Gebieten“. Ziel ist es, die Lebensbedingungen auf dem Land denen in Städten anzunähern und dabei auch die wirtschaftliche Kraft ländlicher Gebiete zu stärken, so Königsbrunns Bürgermeister Franz Feigl, seit einigen Monaten Vorsitzender der Leader-Arbeitsgemeinschaft (LAG) Begegnungsland Lech-Wertach.

Diesen Erfolg möchten die Verantwortlichen in der neuen Förderperiode, die bis 2020 geht, gerne wiederholen. Und die Chancen stehen nicht schlecht, wie der CSU-Europaabgeordnete Martin Ferber jetzt bei der Regionalkonferenz in Graben versicherte. Dort verabschiedeten etwa 70 Mitglieder und interessierte Bürger die neue „Lokale Entwicklungsstrategie“ (LES). Sie trägt den Titel „Deine Idee für deine Heimat – Gemeinsame Identität durch Kooperation“. Das sei „exakt die Idee“, die hinter dem Leader-Programm steht, stellte Ferber fest.

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Dem liege nämlich das „Bottom-up“-Verfahren zugrunde, was bedeutet, dass die Entscheidungen, wofür Fördergelder eingesetzt werden, an der Basis, in den Orten und Regionen fallen – und eben nicht von Brüssel vorgegeben werden.

Damit auch dokumentiert ist, wie sich die Basis in die neuen Projekte eingebracht hat, hat das Team des Begegnungslands seit November 2013 viel unternommen. Eine Haushaltsbefragung, mehrere Workshops mit Bürgern, Expertengespräche, Mitgliedertreffen – insgesamt 18 Veranstaltungen. Damit in einigen Monaten aus München dann grünes Licht für die Begegnungsland-Projekte kommt, müssen nicht nur eine engagierte Basis vorgewiesen werden, sondern auch Themenfelder, Handlungsziele, Indikatoren und Zielgrößen, mit denen man den Erfolg kontrollieren kann. Dies hat das Begegnungsland-Team um Geschäftsführer Albert Teichner und Benjamin Früchtl in einer mehrere Hundert Seiten dicken Dokumentation zusammengefasst.

Per Handzeichen verabschiedeten nun Mitglieder des Begegnungslandes, darunter aktuelle und frühere Bürgermeister aus der Region, und Bürger die Lokale Entwicklungsstrategie – durchweg einstimmig. Bei der Regionalkonferenz wurde auch der bisherige Vorsitzende, der frühere Königsbrunner Bürgermeister Ludwig Fröhlich, verabschiedet. "Kommentar und Seite 3

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