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Erasmus-Projekt

20.04.2019

Lernen mit Dänen und Spaniern

Bastian Pagh aus der Copenhagen City School (links) und Irene Martínez vom Colegio Puriza María (Valencia, Spanien) lernten in Bobingen, Roboter zu programmieren.
Bild: Susanne Artner

Bobinger Realschüler und ihre Lehrer programmieren mit den Gästen Roboter

Besuch aus Dänemark und Spanien hatte die Realschule Bobingen unlängst für eine Woche. Im Rahmen des Erasmus+-Projektes „Robotic for Future“ waren Schüler und Lehrer der Partnerschulen aus Kopenhagen in Dänemark sowie aus Valencia und Jaén in Spanien angereist, um sich gemeinsam auszutauschen.

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Bei dem Projekt geht es für die Realschüler darum, das Wissen über Robotik, Programmierung und Elektronik zwischen den verschiedenen Ländern auszutauschen und die Schüler, insbesondere die Mädchen, dazu anzuregen, sich aktiv für Technik zu interessieren. Auch die Lehrer sollen weitergebildet werden. Susanne Artner, Lehrerin an der Realschule Bobingen, erklärt: „Unser Projekt ermöglicht den internationalen Teams aus Schülern und Lehrern, sich mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen, wie dem Bauen, Programmieren und Anwenden von verschiedenen Robotern auseinanderzusetzen.“

Erasmus+ verfolgt dabei das Ziel, das Lernen zu fördern, vor allem für neue Fähigkeiten und Fertigkeiten, die der Arbeitsmarkt heute fordert. Daneben sollen der Austausch und die internationale Zusammenarbeit gestärkt und Innovationen unterstützt werden.

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Gelingen soll dies durch die Besuche in den verschiedenen Ländern und unterschiedliche Workshops, die dort angeboten werden. An der Realschule Bobingen ging es darum, die Schüler aus den verschiedenen Ländern an die Robotik heranzuführen, einfache Programmieraufgaben zu lösen und sich ansonsten erst einmal kennenzulernen. Dreh- und Angelpunkt war dabei die Schulküche, denn die schuleigene Hauswirtschaft hatte die Verpflegung für die Besucher übernommen.

Ausflüge vervollständigten das Programm. Natürlich standen auch diese im Zeichen von Robotik und Zukunft. So ging es einmal in die BMW-Welt und den Olympiapark, eine andere Fahrt hatte die Firma Kuka und deren Robotersysteme zum Ziel. Die wohl spannendste Exkursion ging zu DLR, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, nach Oberpfaffenhofen.

Dazwischen waren immer wieder Einheiten geschaltet, in denen die Schüler Roboter bauen und programmieren durften. Ihre Lehrer tauschten sich in dieser Zeit über Anleitungen für Lehrmethoden und die Aufgaben für zukünftige Unterrichtseinheiten aus, die auf Lehrerseite während des Projektes erstellt werden.

Susanne Artner sieht viele Vorteile für die Bobinger Schüler: „Zusätzlich zu den technischen Fähigkeiten verbessern die Schüler ihre sozialen und sprachlichen Kompetenzen, die sie bei ihren Gastfamilien und durch die Arbeit in den internationalen Teams erwerben, denn die allgemeine Sprache ist Englisch.“ Und auch die Schule profitiert laut Artner: „Am Ende des Projektes werden alle verwendeten Materialien wie die Roboter in der Schule bleiben und können von den Kollegen verwendet werden.“

Bastian aus Kopenhagen jedenfalls fand es einfach nur klasse, in Bobingen erstmals einen Roboter zu programmieren. Er habe viel neues Wissen mitgenommen und sich gefreut, diese Dinge mit neuen Leuten zu lernen, meint er. Auch Irene aus Valencia hat viel gelernt. „Am interessantesten war für mich aber die Begegnung mit den vielen neuen Menschen aus fremden Ländern, mit denen wir zusammenarbeiten durften“, meint sie.

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