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Landkreis

20.11.2018

Liebe über alle Grenzen hinweg

Die Zahl der Ehen mit Menschen anderer Nationalität ist gestiegen.
Bild:  Andreas Lander, dpa (Symbolbild)

Die Zahl der Ehen mit Ausländern ist leicht gestiegen. Welche Nation bei den Frauen im Landkreis besonders beliebt ist.

Fürsten und Könige lieben (es) international, das Volk bleibt lieber bodenständig: Im Kreis Augsburg hatten 2017 von 1333 Hochzeitspaaren 159 oder 11,9 Prozent einen deutschen und einen ausländischen Partner. 84,8 Prozent aller Heiraten waren rein deutsch-deutsche Angelegenheiten. In 3,2 Prozent aller registrierten Eheschließungen hatten Braut und Bräutigam eine ausländische Staatsbürgerschaft (allerdings nicht zwingend dieselbe). In Bayern insgesamt lag der Anteil der deutsch-ausländischen Verbindungen bei 12,5 Prozent. Damit stieg die Quote der Multikulti-Ehen im Freistaat leicht.

Allerdings bestehen dabei regional große Unterschiede: In der Landeshauptstadt München, die nicht zuletzt wegen der Arbeitsmarktsituation viele Zuzügler aus dem (außer-)europäischen Ausland anzieht, ist mit 24,8 Prozent rund jede vierte Eheschließung eine deutsch-ausländische Angelegenheit, im Kreis Bayreuth rund jede 25. Ehe.

Im Augsburger Land war – rein rechnerisch – jede 8,4. Heirat grenzüberschreitend. Insgesamt 1333 Paare schlossen den Bund fürs Leben, 68 weniger als im Vorjahr. Darunter waren 159 deutsch-ausländische Hochzeitspaare (Vorjahr: 135). Dabei war in 100 Fällen die Frau Ausländerin, in weiteren 59 Fällen der Mann Ausländer.

Deutsche Männer mögen ausländische Frauen

Vor allem deutsche Männer mögen die binationale Ehe. Zumindest heiraten bayernweit mehr Deutsche eine Ausländerin, als deutsche Frauen einen Ausländer: Am häufigsten treten deutsche Frauen mit türkisch-stämmigen Ehepartnern vor den Standesbeamten, gefolgt von Österreichern. Die Männer ehelichten in den vergangenen Jahren laut Statistik meistens Türkinnen. Österreicherinnen oder Polinnen, Ukrainerinnen oder Asiatinnen sind bei Multikulti-Ehen auch häufig zu finden.

Die standesamtliche Trauung wird auch von hier lebenden Menschen verlangt, die Ehepaare werden wollen und die beide ausländische Staatsbürger sind: 43-mal oder in 3,2 Prozent aller Eheschließungen im Kreis Augsburg war dies vergangenes Jahr der Fall. Im Land liegt dieser Anteil 2017 bei drei Prozent oder 1975 Eheschließungen (Vorjahr 1851), am häufigsten heiraten dann jeweils türkische oder italienische Staatsbürger unter sich.

Noch ein Blick auf die Scheidungsrate im vergangenen Jahr: Von 544 Scheidungsanträgen im Kreis wurden von den Betroffenen 76,84 Prozent im gegenseitigen Einverständnis gestellt. Die absolute Zahl der Scheidungen liegt damit um 32 niedriger als 2016. (zds)

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