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St. Johannes

05.03.2012

Mariengesang in der evangelischen Kirche

Tenor Siegfried Winkler imponierte bei mehreren Stücken als Solist.
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Tenor Siegfried Winkler imponierte bei mehreren Stücken als Solist.

Polizeichor München tritt zugunsten des ökumenischen Hospizvereins „Christrose“ auf

Königsbrunn „In 150 Jahren ihres Daseins hat die Kirche St. Johannes das sicher noch nicht erlebt, dass ein Marienlied gesungen wird“, mit diesen Worten spielte Dekan Volker Haug nach dem Benefizkonzert des Polizeichores München auf die zweite Zugabe „Santa Maria“ an und auch im regulären Programm war mit dem Hymnus „O Sanctissima“ ein typisches katholisches Wallfahrtslied gesungen worden.

Haug fügte allerdings gleich hinzu, dass Martin Luther ja das traditionelle Magnifikat allerdings sehr geschätzt habe, etwas, was in der evangelischen Kirche oft in Vergessenheit gerate.

Aus Anlass des 150-jährigen Bestehens der Gemeinde und durch einen persönlichen Kontakt zum Polizeichor München, der im vergangenen Jahr sein 100. Jubiläum feiern konnte, war dieses Konzert zustande gekommen. Der Erlös war für den ökumenischen Hospizverein „Christrose“ bestimmt worden. Dafür dankte dessen erster Vorsitzender, Diakon Dr. Edgar Krumpen, sowohl Dekan Volker Haug wie dem Polizeichor München.

Mariengesang in der evangelischen Kirche

Man staunte schon gleich zu Beginn des Konzertes über die exzellente Qualität der Sänger unter Leitung von Max Eberl. In der Aussprache des Textes sehr deutlich und die Musik empathisch gut umsetzend, standen sie einem geistlichen Chor in nichts nach. Dazu alles a cappella.

Geistliches Liedgut unterschiedlicher Herkunft

Auf diesem Niveau führten sie das Programm fort, das in seinem ersten Teil ausnahmslos aus geistlichem Liedgut unterschiedlicher Herkunft und Stilrichtung bestand. Sehr schön die Soloeinsätze der beiden Bassisten Ulrich Hansel und Wilhelm Absmeier beim Psalm „Gnädig und Barmherzig“ oder dem Gospel „Nobody Knows“. Peter Tomasek imponierte mit seiner Tenorstimme bei „Panis Angelico“. Bemerkenswert hier die musikalisch zügigere Vortragsweise der sonst meist sehr getragenen Interpretation.

Im zweiten Teil trugen die Sänger unter Leitung ihres engagierten Dirigenten gefälliges Liedgut für Männerchöre wie „La Montanara“ oder „Die Rose“ vor. Witzig und spritzig zeigten sie sich beim „Lied von der Freundschaft“ aus dem Musical „König der Löwen“, dem alten Hit „Sentimental journey“ oder dem Folksong „On the railroad“. Hier dominierte bei verschiedenen Soli Tenor Siegfried Winkler. Zwischen den Chorauftritten lag das imponierende Orgelspiel von Kantor Kuno Baumann. Eindrucksvoll zeigte er mit dem bekannten Orgelstück „Toccata und Fuge d-Moll“, das Johann Sebastian Bach zugeschrieben wird, sein Können und holte den ganzen Klangkörper des Königsinstruments heraus. Furios vor allem aber auch beim zweiten nur vier Minuten dauernden modernen Stück „Litanies“ von Jehan Ahlan, das 1938 in Paris uraufgeführt wurde.

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