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Landkreis Augsburg

22.05.2020

Marshalls kontrollieren auf den Golfplätzen Corona-Regeln

Auf den Golfplätzen im südlichen Landkreis Augsburg muss streng auf Corona-Regeln geachtet werden.
Bild: Danny Lawson, dpa (Symbolbild)

Plus Die Golfclubs im südlichen Landkreis Augsburg müssen während der Corona-Krise auf Hygieneregeln achten. Zur Kontrolle laufen jetzt Marshalls über die Plätze.

Seit über einer Woche können die Golfer wieder auf die Bahnen. Die erste Bilanz fällt positiv aus. Seit dem 11. Mai ist der Golfclub Königsbrunn geöffnet, der Andrang ist bislang stark wetterabhängig. „Am Dienstag waren wir den kompletten Tag ausgebucht“, sagt Clubmanager Patrick Gilg. „Das Interesse ist sehr groß, aber etwas ausgebremst durch das aktuelle Wetter“, sagt auch Yannick Ludwicki, Clubmanager im Golfclub Augsburg in Burgwalden. In den ersten Tagen gab es zwischen 120 und 160 Buchungen.

Um die Besucherzahlen einzugrenzen, wurden die Startzeiten in den Golfclubs neu organisiert. „Man muss sich vorher anmelden und bekommt eine fixe Startzeit. Alle zehn Minuten dürfen zwei Leute auf den Platz und ihre Runde beginnen“, sagt Gilg. Bei sechs Startzeiten pro Stunde sind dann insgesamt bis zu zwölf Golfer auf dem Platz. Die Runden auf dem Neun-Loch-Platz dauern normalerweise anderthalb Stunden. „Es ist nicht erlaubt, längere Zeit den Ball zu suchen“, sagt Gilg.

Corona-Kontrolle vor dem ersten Abschlag

Auch in Burgwalden gibt es ein klares System. „Alle zehn Minuten können vier Personen auf den Platz“, sagt Ludwicki. Dort können etwas mehr Golfer spielen als in Königsbrunn, weil es ein 18-Loch-Platz ist. Über das Internet melden sich die Golfer an. Vor dem ersten Abschlag steht ein sogenannter Starter, der die Übersicht über alle Registrierungen hat.

 

Beim GC Lechfeld in Königsbrunn gab es vor der Corona-Krise keine vorgegebenen Abschlagzeiten. Das hat sich jetzt geändert: „Startzeiten kann man am Telefon und über E-Mail und WhatsApp buchen“, sagt Clubmanager Daniel Hirte. Auch wer im Königsbrunner Süden spielen will, meldet sich online an. Im Sekretariat bekommt er eine Spielberechtigung. Der Golfclub achtet auf die Einhaltung, wie Gilg sagt: „Wir führen Platzkontrollen durch. Wer keine Anmeldung hat, wird vom Platz verwiesen und bekommt Hausverbot.“

Marshalls passen im Landkreis Augsburg auf den Abstand auf

In Burgwalden kontrollieren zwei sogenannte Marshalls das Geschehen auf dem Platz. Sie achten darauf, dass der Abstand eingehalten wird, und dass es nicht zu Schlangen kommt. Auch die Parkplätze würden von den Marshalls kontrolliert, sagt Ludwicki. Beim GC Lechfeld kontrollieren die Marshalls die Durchgangszeiten. „Die neun Loch sollte man in knapp zwei Stunden spielen“, sagt Hirte. Für die Golfer wurden Checkpoints eingerichtet, hier können sie sich an den vorgegebenen Zeiten orientieren. „So gibt es keinen Stau und der Spielbetrieb läuft.“

 

Es gibt noch weitere Schutzmaßnahmen: Beim GC Königsbrunn sind Desinfektionsmittel auf dem ganzen Gelände zugänglich. Überall auf der Anlage gibt es Abstandsmarkierungen und Hygienevorschriften. Das Clubheim ist gesperrt, ohne Anmeldung kommen nur Mitarbeiter hinein. „Wer auf Toilette möchte, muss sich anmelden“, sagt Clubmanager Gilg. Die Schutzmaßnahmen würden bislang sehr gut angenommen, sagt Gilg. „Wir haben vorher darauf hingewiesen, dass sich alle an die Vorgaben halten sollen und das haut alles hervorragend hin.“

Historisches Turnier des GC Lechfeld wird verschoben

Nichts wird es in diesem Jahr allerdings mit Club-Turnieren. Das ist vor allem beim GC Lechfeld eine unerfreuliche Nachricht. Denn für 2020 war wieder eines ihrer historischen Turniere geplant. Der Club macht sich seinen Namen zunutze und hat die historische Schlacht auf dem Lechfeld aus dem Jahr 955 in seinen Bahnen umgesetzt.

Zum nächsten historischen Golfturnier gibt es individuelle Golfbälle mit Motiven der verschiedenen Aktionen, die der GC Lechfeld in den vergangenen Jahren organisiert hat.
Bild: Dieter H. Bless

Zugleich finden seit mehr als 30 Jahren regelmäßig passende Turniere statt. In diesem Jahr sollte es um den „Weg zur heiligen Lanze“ gehen, sagt Dieter H. Bless, der sich beim Club für die Integration des historischen Geschehens ins Vereinsleben engagiert. Die Nachbildung der Reliquie, die König Otto einst in die Schlacht auf dem Lechfeld trug, kann also erst nächstes Jahr ausgespielt werden. Dafür hat sich Bless daran gemacht, die Geschichte der historischen Turniere für die Vereinshomepage aufzuarbeiten. Vom Start der Turnierreihe bis zu den Orten, die sich in Königsbrunn den geschichtlichen Ereignissen widmen, finden sich dort viele Informationen. Die Seite soll in den nächsten Wochen freigeschaltet und mit der Homepage des GC Lechfeld verlinkt werden. Somit bleibt den Freunden der historischen Turniere wenigstens interessantes Anschauungsmaterial.

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