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Mering-St. Afra

25.05.2015

Mehr Parkplätze für Bahn-Pendler

Die Eröffnung wurde im wahrsten Sinne des Wortes vom Bürgermeister und den Fraktionssprechern selbst vorgenommen: Der neue Park-and-ride-Platz beim Bahn-Haltepunkt St. Afra ist jetzt für Pendler und Reisende nutzbar.
Bild: Anton Schlickenrieder

 Bei St. Afra sind zwei neue Abstellflächen  für Autos nutzbar. Das nützt auch Menschen aus dem Raum Königsbrunn und Bobingen. Doch die Konkurrenz um Stellplätze wird größer. Sie kommt jetzt aus Mering.

„Das Timing ist wirklich optimal“, freut sich Bürgermeister Hans-Dieter Kandler. Optimal deshalb, weil ab dem heutigen Dienstag die Arbeiten am Meringer Bahnhof beginnen. Entlang der Bahnhofstraße sollen 172 neue Pkw-Stellplätze entstehen, der Baustellenbereich ist deshalb eine Zeit lang nicht mehr nutzbar. „Da werden dann viele Pendler bei St. Afra parken“, meint der Bürgermeister und auch mancher der anwesenden Ratsherren. Andere wiederum befürchten, dass eher wieder der Druck auf die Wohnstraßen Merings zunimmt, solange der Bahnhofsbereich nicht zur Verfügung steht. Bis Mitte Oktober sollen diese Bauarbeiten aber abgeschlossen sein, verkündeten Kandler und sein Ortsbaumeister Armin Lichtenstern.

Dieser hatte bei der Abnahme der Baumaßnahme bei St. Afra kaum Mängel festzustellen. Viele der strittigen Fragen waren schon im Vorfeld geklärt. Ein Randstein wurde abgesenkt, damit Landwirte den einmündenden Feldweg nutzen können, ohne ihre Reifen zu ruinieren. Eine Verbesserung hatte Lichtenstern der Regierung von Schwaben als zuständiger Förderstelle vorgeschlagen: Die Parkplatzreihen werden von Granitzeilen zu den Grünbereichen abgetrennt. Da dort das Regenwasser versickert, muss es einen Durchlass geben. Beim ersten Park-and-ride-Platz vor dem Haltepunkt St. Afra (Kapazität: 272 Pkw) war diese Absenkung noch mit Kies aufgefüllt; dort kann sich Begleitgrün ansiedeln. Jetzt hat der Marktbaumeister Pflastersteine setzen lassen. Dies kostet zwar mehr Geld, ohne dass mehr Zuschüsse fließen, „aber er ist vom Unterhalt her günstiger“, betont Kandler. Dass erst jetzt eröffnet wurde – schon vor Wochen wurde die Verschleißschicht aufgetragen – begründete Lichtenstern damit, dass sonst die Firmen nicht mehr hätten arbeiten können. „Sobald wir aufgemacht hätten, wäre die Fläche voll gewesen.“ Ausschlaggebend war die Firma, die die Stellplätze markierte – und der Elektriker, der die Beleuchtung anschloss. An Kosten bleiben an der Kommune rund 90000 Euro hängen. Angesichts einer Bausumme von rund 665000 Euro ist dies nicht viel. Der Rest fließt aus Mitteln des öffentlichen Personennahverkehrs. „Diese hohe Förderung ist möglich, weil es vielfach Pendler aus Nachbarorten wie Königsbrunn und Haunstetten sind, die hier ihr Auto abstellen. Und diese Last kann man nicht auf den Markt Mering abwälzen“, erläuterte Kandler. Seinen sonst üblichen Spruch, dass man eigentlich einen Service leistet, der Bahnkunden zugutekommt, ließ er diesmal bleiben.

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