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Mickhausen

18.05.2019

Mickhausen kommt ohne Kredit aus

Die Gemeinde Mickhausen erhält einen Zuschuss in Höhe von einer guten Million Euro.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Die Finanzierungen der Investitionen im Haushaltsplan erfolgen vor allem über die jüngsten Rücklagen. Dabei ist nicht nur der Kindergarten eine große Aufgabe.

Sehr positiv verlief in Mickhausen die Vorberatung zum Haushaltsplan 2019 und die dazugehörige Finanzplanung. Darauf machte Bürgermeister Hans Biechele in der jüngsten Sitzung aufmerksam. Der Verwaltungshaushalt erbringe im Entwurf eine gute Zuführung an den Vermögensetat, resümierte er. Darüber hinaus war er erfreut darüber, dass die Kommune keine Kreditaufnahme benötige.

Der Haushalt hat ein Gesamtvolumen in Höhe von rund 4,4 Millionen Euro. Davon entfallen auf den Verwaltungsetat circa 2,3 Millionen und auf den Vermögenshaushalt 2,1 Millionen Euro.

750 000 Euro kommen von der Einkommenssteuer

Die größten Einnahmen im Verwaltungshaushalt sind die Gewerbesteuer mit 180000, der Einkommensteueranteil mit 750000 und die Schlüsselzuweisung mit 511000 Euro. Hohe Ausgaben sind die Kreisumlage mit 633500 und die Umlage der Verwaltungsgemeinschaft Stauden mit 200700 Euro. Weiter sind die Personalausgaben mit 100000, die Schulverbandsumlage Walkertshofen mit 73900 und Fischach mit 160000, der Zuschuss an Kindergarten mit 400000, Kanalgebühren mit 150000, die Kläranlage Fischach mit 150000 sowie die Bauhofumlage mit 89700 Euro zu nennen.

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Im Vermögenshaushalt sind für den Erweiterungsbau des Kindergartens zunächst 100000, für 2020 und 2021 insgesamt weitere 1,6 Millionen, für Grunderwerb 180000, für Baugebiete 270000, für Kanalbau 300000, für das Haus der Vereine in Münster zunächst 50000, später weitere 750000, und für Breitband 198100 Euro eingeplant. Die Investitionspauschale liegt bei 126500 Euro.

Eindeutig liegen hier die Ausgabenschwerpunkte bei zwei Großprojekten. Zum einen beim Umbau und der Erweiterung des Kindergartens St. Wolfgang am Kirchberg. Hier sieht die Planung der rund 1,7 Millionen Euro teuren Baumaßnahme eine westliche Anbindung an drei zusätzliche fächerförmig angeordnete Gebäudeteile mit Verbindungskörpern an die bestehende Einrichtung vor.

Pläne für Kindergarten und Gemeinschaftshaus

Das Raumprogramm umfasst drei Gruppenräume mit je circa 50 Quadratmetern mit zugeordnetem Intensivraum sowie Sanitär- Versorgungs- und Nebenräumen. Zwischen Altbestand und Neubau entsteht ein Foyer mit einem den Bestandsgruppen angegliederten Intensivraum. Der zweite Brocken entfällt auf die Errichtung des Dorfgemeinschaftshauses und der Neugestaltung der Ortsmitte am Klosterberg in Münster. Das Gebäude beinhaltet das Gemeinschaftshaus, einen Verbindungsbau und die Fahrzeughalle für die Feuerwehr. Die Grundfläche dafür beträgt rund 400 Quadratmeter.

Die Finanzierung der Gesamtausgaben erfolge hauptsächlich über den Überschuss des Jahres 2018, der mit 1,681 Millionen Euro in 2019 eingeplant sei, zog Bürgermeister Biechele Fazit. Der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Stauden, Stefan Januschke, der die Ergebnisse der Vorberatung dem Gremium erläuterte, ergänzte, dass lediglich im Finanzplanungsjahr 2021 auf der Grundlage der vorliegenden Werte ein Darlehen von rund 250 000 Euro einzukalkulieren sei. Der Kredit werde sich jedoch wohl großenteils lediglich als rechnerischer Betrag herausstellen, meinte er.

Streit um Fahrzeugkartell

Thema war auch die örtliche Rechnungsprüfung 2017 der Gemeinde. Daraus ergaben sich, so Zweiter Bürgermeister Walter Lämmermeyer als Vorsitzender des Prüfungsausschusses, drei Prüfungsbemerkungen. Nämlich zu einer Aufwandsentschädigung, zur Sammelklage gegen das Feuerwehrfahrzeug-Kartell und zum schwankenden Stromverbrauch der Straßenbeleuchtungen. Erstere Bemerkung sei zwischenzeitlich erledigt, bei der Sammelklage sei aus prozesswirtschaftlichen Überlegungen von einer gerichtlichen Auseinandersetzung Abstand genommen worden, erklärte Stefan Januschke. Bei der Straßenbeleuchtung teilte Bürgermeister Biechele mit, dass von der LEW dazu bislang noch keine Antwort eingegangen sei.

Da keine Einwendungen von wesentlicher Bedeutung erhoben worden seien, schlug Lämmermeyer die Entlastung des Gemeindeoberhaupts vor. Das Gremium folgt dem einstimmig.

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