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Mickhausen

17.09.2020

Mickhauser Gemeinderat beschließt ein externes Heizhaus

Mickhausen plant, ein externes Heizhaus zwischen der Alten Schule (rechts im Bild) und dem Friedhof zu errichten.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

In dem Mickhauser Neubau sollen auch zwei Toiletten für Friedhofsbesucher integriert werden. Für den früheren Bürgermeister Hans Biechele beschließt der Gemeinderat eine besondere Ehrung.

Ursprünglich sollte die zentrale Wärmeversorgungsanlage, unter anderem für den Kindergarten St. Wolfgang, mit drei Heizkesseln in der Alten Schule installiert werden. Jetzt nahm der Gemeinderat von dieser Planung in seiner jüngsten Sitzung Abstand. Das Gremium beschloss stattdessen den Bau eines externen Heizhauses.

Das neu zu errichtende Gebäude soll auf dem ehemaligen Spielplatz des Schulgartens zwischen der Alten Schule und dem Friedhof errichtet werden. Zudem sollen dort Toiletten für die Friedhofsbesucher integriert werden.

Deutlich wurde in der Sitzung, dass sich im Rahmen der bisherigen Planung in der Alten Schule einiges getan hatte. So war im Heizverbund vorgesehen, das Pfarrheim und die Kirche mit einzubinden. Doch zwischenzeitlich sagte das Bistum eine Teilnahme am Projekt ab. Daraufhin brachte Bürgermeister Mirko Kujath (Freie Wähler) den Vorschlag ein, ein externes Heizhaus zu bauen. „Damit bindet sich die Gemeinde nicht jahrzehntelang an das alte Schulhaus und kann künftig mit dem Gebäude frei agieren“, sagte er. Hans Metz vom gleichnamigen Münchner Ingenieurbüro wertete diese Lösung als die bessere als die bisher angedachte. Die für das Heizhaus anvisierte Fläche sei rund 18 Meter breit.

Mickhauser Gemeinderat beschließt ein externes Heizhaus

Heizzentrale wird von Ratsmitglied hinterfragt

Der Bau selbst werde eine Breite von acht Meter aufweisen. „Durch den Wegfall des Pfarrheims und der Kirche beim Heizverbund wird kein dritter Heizkessel benötigt und somit die benötigte Fläche ein Drittel kleiner als bisher geplant“, informierte er. Dennoch sei eine Nachrüstung möglich. Derzeit gehe man von zwei Heizkesseln mit Pelletsbevorratung aus. Die Integration einer behindertengerechten Damen- und Herrentoilette sei ohne großen Aufwand möglich.

Das Heizhaus könne sowohl ein Sattel- als auch Flachdach erhalten, so Metz weiter. Er verglich auch die Kosten. Laut Architekturbüro würden sich die Kosten beim Umbau der Alten Schule auf rund 48000 Euro belaufen, bei einem neuen Heizhaus auf circa 66 000 Euro. „Die weitere Vorgehensweise ist dann abzusprechen.“ Jetzt gehe es vordergründig darum, wie sich der Gemeinderat zu einem externen Gebäude positioniere.

Gemeinderat Dietmar Müller (Liste Münster) fragte, ob man jetzt, nach dem Wegfall von Interessenten, überhaupt noch eine Heizzentrale benötige und ob man die Wärmeversorgung nicht gleich in den neuen Erweiterungsbau des Kindergartens integrieren könne. Letztes sei nicht mehr möglich, da der Bau dort zu weit fortgeschritten ist, antwortete Metz.

Hans Biechele wird Altbürgermeister

Klaus Fischer (Freie Wähler) plädierte mit Nachdruck für ein externes Heizhaus. Die Alte Schule sei marode und verschimmelt und würde eine teure Sanierung nach sich ziehen, betonte er. Andreas Zimmermann (CSU/UWG) bestätigte diese Problematik. Bürgermeister Kujath erwähnte noch, dass mehrere Anfragen von Bürgern bestehen, die mit einem Anschluss an den Heizverbund liebäugeln. Die Kosten dafür würden derzeit ermittelt, teilte er mit.

Der Gemeinderat sah schließlich mit großer Mehrheit die Vorteile eines neuen Heizhauses. Er votierte lediglich mit einer Gegenstimme für den Bau.

Einstimmig fiel das Votum bei der Ernennung von Hans Biechele zum Altbürgermeister aus. Grund dafür waren seine besonderen Verdienste für die Gemeinde. Biechele war seit 2008 Bürgermeister in Mickhausen. Bei der jüngsten Kommunalwahl im März dieses Jahres kandidierte er für eine dritte Amtszeit. Doch da machte Mirko Kujath mit knapp 52 Prozent der abgegebenen Stimmen das Rennen.

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