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Königsbrunn

11.01.2020

Mit einem frischen Blick ins Design-Geschäft

Die drei Köpfe von Lynx: (von links) Manuel Hagen, Lucas Hübner und Alexander Selg.
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Die drei Köpfe von Lynx: (von links) Manuel Hagen, Lucas Hübner und Alexander Selg.
Foto: Fotomontage: Lucas Hübner

Drei junge Königsbrunner haben nicht nur einen Drohnenfilm für die Stadt erstellt, sie realisieren auch Projekte für bekannte Firmen. Was sie antreibt

Viele Königsbrunner wissen schon, was Lucas Hübner, Alexander Selg und Manuel Hagen neben ihren Hauptjobs als Schüler und Studenten so machen: Die drei jungen Männer haben den Film mit spektakulären Drohnenaufnahmen zu den anstehenden Königsbrunner Bauprojekten gedreht, der unter anderem bei der Bürgerversammlung im Herbst gezeigt wurde. Doch dieses Projekt ist nur eines von vielen, die sie mit ihrer Agentur Lynx schon umgesetzt haben. Das Trio zählt einige bekannte Firmen zu seinen Kunden.

Neben der Stadt Königsbrunn stehen auf der Homepage der drei Jungunternehmer die Modemarke Marc O’Polo, die Reederei Costa und der Fitnessanbieter Team Bodyshape. Für das Online-Fitnessprogramm der letztgenannten Firma haben die drei Königsbrunner den Web-Auftritt und eine App entwickelt. Seit Anfang an arbeitet das Trio für „Mr. Bingels“ und entwickeln eine App für den amerikanischen Golfmarkt, die 2020 herauskommt. Der Kontakt zu den Firmen entstehe über persönliche Beziehungen oder Kreativwettbewerbe der Firmen selbst, sagt Lucas Hübner: „Unser Vorteil ist halt auch, dass wir jung sind und so andere Preise anbieten können als andere.“ Als Firmenzentrale fungiert das Matrix mit dem man sich auch das technische Equipment teilt.

Bei madebylynx bringt jeder seine Stärken ein

Die drei Protagonisten sehen sich als Kollektiv, bei dem jeder seine Stärken einbringt. Lucas Hübner ist fürs Digitale und die Apps zuständig, Manuel Hagen ist der Filmer und Alexander Selg kümmert sich um Branding und Logoentwicklung. Der 21-Jährige studiert Produktdesign in Coburg, Lucas Hübner, ebenfalls 21, studiert Kommunikationswissenschaften in Augsburg und Manuel Hagen (17) arbeitet auf sein Abitur im Frühjahr hin. Er ist auch noch nicht offiziell Teil der Firma, das geht erst nach seinem 18. Geburtstag.

Alle drei haben sich schon immer für kreatives Arbeiten interessiert. Manuel Hagen hat mit Stop-Motion-Filmen mit Lego-Figuren angefangen und kam übers Matrix in Kontakt mit seinen Kollegen. Lucas Hübner macht in seiner Freizeit Parcours und bei dieser Sportart gehört es dazu, sich bei Sprüngen und Klettereinlagen über die Hindernisse, die Städte so bieten, zu filmen. Gemeinsam mit Alexander Selg hat er 2017 nach dem Abitur die Firma „Lynx“ (englisch für „Luchs“) gegründet: „Ich habe unter dem Firmennamen vorher im Matrix T-Shirts bedruckt.“

Eine klare Handschrift ist den drei Königsbrunnern wichtig

Dem Bild vom etwas scheuen Tier, dem Underdog, blieben sie treu. Mit „madebylynx“ gaben die drei Macher ihrer Firma aber einen flexibel verwendbaren Titel, der auch für die verschiedenen Sparten angepasst werden kann. Für ihre Arbeiten haben sich die drei eine klare Handschrift ausgesucht, sagt Lucas Hübner: „Wir finden, weniger ist mehr. Wenn wir eine Website machen, soll der Nutzer sofort wissen, worum es geht, wie etwas funktioniert.“ Als junge, internetaffine Menschen wüssten sie, wie etwas Digital aussehen sollte.

Dazuzulernen gibt es für das Trio immer noch einiges: durch Praktika bei größeren Firmen, durch Kontakte mit Kollegen und natürlich durch Gespräche mit den Kunden, sagt Lucas Hübner: „Es kann immer mal ein Missverständnis bei Vorbesprechungen vorkommen und dann passt das Endergebnis nicht. Aber wir werden immer besser darin, herauszufinden, was der Kunde sehen möchte.“ Beim Baustellenfilm für die Stadt sei das aber kein Problem gewesen. Schwierig war eher, rechtzeitig Termine mit allen Akteuren bei guten Wetterbedingungen hinzubekommen. Aber am Ende hielten sie die Abgabefrist bis zur Bürgerversammlung ein und sind mit dem Ergebnis zufrieden, sagt Manuel Hagen: „Es war cool, die eigene Heimatstadt mit der Drohne von oben zu sehen.“

Wie die Zukunft von „madebylynx“ aussieht, steht in den Sternen. Kurzfristig ist es kein Problem, auch wie Manuel Hagen nach dem Abitur vor Ort ist: Er macht ein Freiwilliges Soziales Jahr im Matrix. Wie es aussieht, wenn die beiden Gründer mit dem Studium fertig sind, wird sich zeigen. Lucas Hübner hätte zumindest kein Problem damit, weiter sein eigener Chef zu sein.

Zur Homepage von madebylynx

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