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Lechfeld

15.07.2011

Nach Amazon: Weitere Logistikfirma im Anmarsch?

Amazon bringt mit seinem Logistikzentrum zahlreiche neue Arbeitsplätze. Ob die Betreuungseinrichtungen auf dem Lechfeld dem gewachsen sind, prüfen die Gemeinden jetzt.
Bild: Archivfoto: Silvio Wyszengrad

Das Richtfest auf der Amazon-Baustelle ist erst eine Woche her, schon verdichten sich die Gerüchte um eine weitere Ansiedlung aus dem Logistikbereich.

Es deutete sich bereits vergangene Woche an: Beim Richtfest des Online-Versandhandels Amazon sagte Andreas Fleischer vom Immobilienkonzern Goodman: „Wir wollen den Weg hier in Graben, in Bayern, weitergehen.“

Jetzt verdichten sich die Gerüchte, dass sich ein weiterer Großarbeitgeber aus dem Logistikbereich in Graben ansiedeln soll. Der Name DHL wird gehandelt. Andreas Scharf, Bürgermeister der Gemeinde Graben, wollte sich dazu auf Nachfrage bislang nicht äußern. Für genauere Informationen müsse bei Amazon nachgefragt werden, so Scharf. Doch der Ball wurde sofort weitergespielt: „Dafür ist Goodman zuständig“, war der einzige Kommentar einer Mitarbeiterin des Online-Riesen. Schließlich sei der australische Immobilienkonzern Bauherr, Amazon nur der Mieter des Logistikzentrums in Graben.

Amazon plant Analyse über Struktur der Beschäftigten

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Während Scharf auf die nächste Pressekonferenz wartet, haben zwei Untermeitinger Gemeinderäte bereits auf die Ansiedlung der Großarbeitgeber reagiert: Andreas Heidler und Dr. Bernd Früchtl hatten in der jüngsten Gemeinderatssitzung vorgeschlagen, eine zentrale Kindertagesstätte einzurichten – als gemeinsames Projekt der Lechfelder Gemeinden und mit Unterstützung der örtlichen Großarbeitgeber.

Wie Bürgermeister Georg Klaußner berichtete, hätten Gespräche mit der Gemeinde Graben ergeben, dass Amazon im September eine Analyse über die Struktur der Beschäftigten vorliegen will. Darin sollen Angaben über den Wohnort der Mitarbeiter, die Verwendung der Verkehrsmittel und auch über den Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder enthalten sein. Klaußner will das Ergebnis abwarten. Ende des Jahres könnte dann in Zusammenarbeit mit Graben „ein grobes Konzept“ erarbeitet werden.

Gleichzeitig sollen in Untermeitingen weitere Varianten geprüft werden, wo weitere Betreuungsplätze geschaffen werden könnten. Denn derzeit sind dort alle Betreuungsplätze belegt. Volles Haus auch in den Einrichtungen in Graben und Lagerlechfeld. Dort werden jeweils drei Kindergartengruppen und zwei Krippengruppen angeboten. Ein Kind aus den Lechfeld-Gemeinden ist bereits für die Kinderkrippe St. Michael in Schwabmünchen angemeldet, die derzeit entsteht und am 5. September eröffnet wird. Dort gibt es allerdings noch Restplätze.

In Untermeitingen könnten die Räume der Hauptschule für eine weitere Betreuungseinrichtung infrage kommen, dazu wären aber umfangreiche Umbaumaßnahmen notwendig. Wie aufwendig, und ob dies für einen Kindergarten oder eine Kinderkrippe überhaupt geeignet wäre, soll untersucht werden.

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