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Schwabmünchen

31.07.2020

Nachhaltig Leben: Schwabmünchner sollen Ideen geben

Wie sich die Zeiten ändern: Früher war die Feuerwehr noch am Schwabmünchner Schrannenplatz. Heute ist der neugestaltete Platz ein Schmuckstück.
Bild: Archiv

Plus Über ein Internetportal will die Stadt Schwabmünchen Ideen und Anregungen ihrer Bürger sammeln. Wer bei der Online-Aktion alles mitmachen kann.

Jeder kann sich einbringen, um Schwabmünchen zu entwickeln: Die Stadt sucht in den kommenden Wochen Ideen und Anregungen, die über ein neues Internetportal gesammelt werden. Der Hintergrund: Die Stadt erstellt mit dem Büro Haines-Leger Architekten und Stadtplaner aus Würzburg ein sogenanntes Integriertes Nachhaltiges Städtebauliches Entwicklungskonzept. Abgekürzt wird der sperrige Begriff mit INSEK. Dafür werden jetzt die Schwabmünchner gefragt.

Wer bei der Online-Aktion in Schwabmünchen mitmachen kann

So funktioniert’s: Bis Mitte September können über das Online-Beteiligungstool epin auf der Internetseite www.schwabmuenchen.e-pin.eu Anregungen und Ideen eingebracht werden. Eine Anmeldung ist erforderlich. Alle Angaben bleiben laut Stadtverwaltung anonym. Alle Beiträge können dann als Pin auf einer Stadtkarte verortet und nach Themen wie etwa Mobilität oder auch Freizeitgestaltung auch kommentiert werden.

Vor und nach den Sommerferien finden außerdem Arbeitskreise zu ausgewählten Themen statt. Dafür werden auch ortskundige Experten eingeladen. Sie sollen zusammen mit den Planern und Mitgliedern der Stadtverwaltung über aktuelle Entwicklungen und Bedarfe diskutieren. Parallel dazu werden Eigentümer im bestehenden Sanierungsgebiet nach ihrer Meinung befragt. Das Ziel des Stadtentwicklungskonzepts ist es, alle räumlichen und funktionalen Stärken und Schwächen sowie vor allem der Potenziale der Stadt zu erfassen. Bürgermeister Lorenz Müller erklärt: „Darauf aufbauend sollen konkrete Maßnahmen und Projekte entwickelt werden“ Das INSEK sei „integriert“. Will heißen: „Es verfolgt einen fächerübergreifenden Ansatz und betrachtet insbesondere städtebauliche, soziale, wirtschaftliche und ökologische Handlungsfelder unter gemeinsamer Beteiligung verwaltungsinterner sowie externer Akteure sowie der Bürger“, sagt Müller.

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Viele Veränderungen im Schwabmünchner Stadtkern in den letzten 30 Jahren

Als langfristiger Orientierungsrahmen für die zukünftige Stadtentwicklung ist es auf kontinuierliche Fortschreibung angelegt. Schließlich sei ein Stadtentwicklungskonzept die Voraussetzung für die Förderung von Projekten und Maßnahmen durch die Städtebauförderung. Die Stadt Schwabmünchen entwickelt bereits seit über 30 Jahren den Stadtkern mithilfe der Städtebauförderung weiter. Frühere Maßnahmen waren zum Beispiel die Neugestaltung des Ludwig-Rößle-Platzes mit dem Stadtbrunnen und des Schrannenplatzes nach der Verlagerung der Feuerwehr. Im Jahr 2001 wurden die letzten, vom Baugesetzbuch vorgeschriebenen sogenannten Vorbereitenden Untersuchungen gemacht und daraufhin das Sanierungsgebiet „Stadtkern Schwabmünchen“ festgelegt. Seither hat sich ebenfalls vieles verändert: So wurde der Stadtplatz neu geschaffen, Parkplätze an Kroenstraße, Luitpoldstraße und Stadtgarten angelegt und die Fuggerstraße neugestaltet. Müller: „Diese Untersuchung gilt es nun ebenfalls fortzuschreiben. Dazu werden die damals festgesetzten Sanierungsziele und -maßnahmen evaluiert und eventuell neu definiert.“

Übrigens: Es soll nicht nur die Innenstadt, sondern auch das gesamte Stadtgebiet betrachtet werden. Dazu sollen über das neue Portal Ideen gesammelt und eine langfristige Perspektive definiert werden. Interessante Fragen sind: Wie soll sich Schwabmünchen etwa in den Bereichen Wohnen, Kultur und Tourismus, Landwirtschaft oder auch Energieerzeugung weiterentwickeln? Was können Stadtrat und Stadtverwaltung dazu beitragen? Und wie können sich die Bürger in die Entwicklung ihrer Stadt einbringen?

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