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Bundeswehr

23.07.2011

Neue Feuerwache für den Fliegerhorst

Kommodore Oberst Stefan Scheibl (links) und der Leiter der Feuerwehr, Peter Knoller, vor der neuen Feuerwache des Bundeswehrstandorts Lechfeld.
Bild:   Foto: Daniela Deeg

Die Feuerwehr des Standorts Lagerlechfeld hat für 5,5 Millionen Euro eine neue Halle bekommen

Lagerlechfeld Neu, schön und auf dem neuesten Stand der Technik: Verkürzt sind das die Eigenschaften, mit denen die Verantwortlichen die neue Feuerwache für 5,5 Millionen am Fliegerhorst des Bundeswehrstandortes Lagerlechfeld beschreiben. Kommodore Oberst Stefan Scheibl wertet die Investition als positives Signal für den Standort. „Es ist noch nichts entschieden, aber ich bin zuversichtlich“, sagte Scheibl am Rande eines Gottesdienstes bei der Segnung und Inbetriebnahme der Feuerwache.

Eigentlich hätte die neue Feuerwache schon vor einem Jahr fertig werden sollen. Feuerwehrchef Peter Knoller erklärt die Verzögerung mit neuen Vorschriften, die erst während der Bauphase beschlossen worden waren, aber noch miteinbezogen werden mussten, wie zum Beispiel eine Anlage, um Abgase abzusaugen. Knoller vermutet, dass es auch die neuen Auflagen waren, die den Neubau verteuerten. Ursprünglich waren vier Millionen Euro veranschlagt worden. 5,5 Millionen hat die neue Feuerwache am Ende gekostet. Doch Knoller ist zufrieden: „Es ist ein viel angenehmeres Arbeiten.“

Wenn man die alte Wache nebenan betrachtet, weiß man, warum Kommodore Scheibl sie in seiner Festrede als „nicht mehr zeitgemäß“ bezeichnet. Die Tore sind so eng, dass die Männer die Außenspiegel ihrer breiten Löschfahrzeuge einklappen mussten, um herausfahren zu können, berichtet Knoller. Die neue Halle hingegen besitzt breite Toreinfahrten und acht Stellplätze. Erst im November hat die Feuerwehr zwei neue Löschfahrzeuge und ein neues Gerätefahrzeug bekommen. 56 Berufsfeuerwehrmänner stehen selbst für schwierigste Notfälle bereit.

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Region profitiert von der neuen Feuerwache

Davon profitiert auch die Region. Denn in besonderen Fällen hilft die bestens ausgerüstete Fliegerhorst-Feuerwehr auch außerhalb des Bundeswehrstandorts. Erst kürzlich löschten sie bei Graben einen brennenden Strohwagen.

Doch das gehört zu den Ausnahmen. Im Alltag ist die Feuerwehr bei Start und Landung der Tornados dabei, um im Notfall Piloten zu retten und zu verhindern, dass Treibstoff explodiert. Die meisten der 200 bis 300 Einsätze pro Jahr sind allerdings weniger spektakulär. So beseitigt sie zum Beispiel Ölspuren oder pumpt Keller aus.

Die Feuerwehr kümmert sich um alles, was am Standort mit seinen etwa 2600 Personen und 317 Gebäuden samt Gefahrengut wie Waffen und Munition beschützt werden muss.

Nach Ansicht von Kommodore Scheibl rechtfertigt schon allein die Größenordnung des Geländes eine eigene Feuerwehr: „Jede bayerische Gemeinde, die etwas auf sich hält, hat eine Feuerwehr.“

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