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Nahverkehr

25.11.2019

Neuer Park-and-ride-Platz entsteht in Langenneufnach

Der Gemeinderat beschließt Konzept für Autos, Räder und Bus auf dem Bahnhofsgelände

Die Reaktivierung der Staudenbahn ist und bleibt zur Zeit Gesprächsthema im Langenneufnacher Rathaus. Damit Fördergelder für den Bau eines Park-and-ride-Platzes sowie eines Bike-and-ride-Platzes in Langenneufnach fließen können, musste sich der Gemeinderat daher noch vor Jahresende mit den Planungen beschäftigen. Während der jüngsten Gemeinderatssitzung ging Bürgermeister Josef Böck auf zwei mögliche Varianten für den Bau der Anlage ein und erläuterte deren Vor- und Nachteile.

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Bei der ersten Variante könnten 64 Stellplätze in Senkrechtanordnung sowie mit einer Fahrspur in beide Richtungen entstehen. Der Vorteil sei, dass es eine größere zusammenhängende Grünfläche sowie weniger Asphaltfläche gebe. Nachteilig sah Böck, dass die gesamte Anlage mit einer Länge von 220 Meter sehr lang und das Ein- und Ausparken gefährlicher wären. Der Fördergeldgeber, das Amt für ländliche Entwicklung in Krumbach, bevorzuge hingegen diese Möglichkeit, so Böck.

Schnell kristallisierte sich heraus, dass die Mehrheit der Gemeinderäte die zweite Variante als vorteilhafter sahen. Die Anzahl der Parkplätze ist zwar mit 65 Stellplätzen fast identisch, allerdings sollen diese in Schräganordnung errichtet werden. Als Pluspunkt sah das Gremium die zwei von einander getrennten Fahrbahnen mit Einbahnregelung an, was deutlich verkehrssicherer wäre im Vergleich zur ersten Variante.

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Zudem wäre die Anlage circa 26 Meter kürzer, die Fahrzeuge müssten aufgrund der Straßenführung langsamer fahren, die Straßenfläche wirke weniger dominant, und die Eingrünung sei insgesamt optimaler.

Allerdings ist diese Variante auch teurer. Genaue Zahlen konnte Böck noch nicht liefern. Als groben Richtwert nannte er Mehrkosten von gut 33000 Euro für die zweite Möglichkeit. Da hier allerdings dann auch weniger Fördergelder fließen, müsste die Gemeinde einen Eigenanteil von mehr als 444000 Euro bezahlen, bei der ersten Variante wären es hingegen etwa 374000 Euro. Bei beiden Varianten ist zudem eine Busbucht eingeplant.

Während der Diskussion stellte Dritter Bürgermeister Franz Wenninger die Frage in den Raum, ob überhaupt mehr als 60 Parkplätze nötig seien. Er war der Meinung, dass der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs zwar sinnvoll wäre, hielt allerdings den Parkplatz zu überdimensioniert, und somit würden auch zu hohe Kosten entstehen. Böck erläuterte, dass in vielen Regionen die Fahrgastzahlen im öffentlichen Nahverkehr stetig steigen würden, und auch weitere Ratsmitglieder befürworteten die geplante Größe des Parkplatzes.

Die Gemeinderäte beschlossen schließlich mit einer Gegenstimme, die zweite Variante für den Bau der Anlage weiterzuverfolgen und einen Antrag auf Fördergelder zu stellen.

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