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Gemeinderat

04.02.2019

Neuer Park-and-ride-Platz für Langenneufnach

Bald schon könnte hier einer neuer P+R Parkplatz aufgrund der Reaktivierung der Staudenbahn entstehen – der Gemeinderat beschätigte sich mit der Planung.
Bild: Karin Marz

Die Reaktivierung der Staudenbahn erfordert Umbau am Bahnhof. Dazu gibt es mehrere Vorschläge

Die Planungen für einen Park-and-ride-Platz am Bahnhof in Langenneufnach werden immer konkreter. Reaktiviert werden soll der Fahrbetrieb der Staudenbahn nämlich im Jahr 2022. Bürgermeister Josef Böck erklärte dazu in der jüngsten Gemeinderatssitzung, dass das Bahnhofsgelände auch im Flurbereinigungsverfahren einbezogen sei. Damit die Planungen für dieses Verfahren weitergeführt werden können, ist eine Aussage zur möglichen Nutzung des Bahnhofsgeländes notwendig. Während der Sitzung stellte daher Peter Hartung vom Planungsbüro Sweco drei mögliche Varianten für die Neugestaltung des Bahnhofsgeländes vor.

Bei allen drei Entwürfen wurde eine Bahnsteiglänge von 155 Metern, eine Wendeschleife für Gelenkbusse sowie eine Überdachung für den Fahrradstellplatz und für den Bus- und Bahnsteig berücksichtigt. Der Unterschied liegt in der Anzahl der Stellplätze und der Form der Haltestelle für die Busse.

Demnach könnten entweder zwischen 64 und 76 Parkplätze in Senkrecht- oder in Schräganordnung entstehen. Möglich wäre auch die Errichtung einer eigenen Buszufahrt sowie einer Einbahnregelung für die Parkplatzsuche. Angedacht ist zudem der Abbruch des alten Bahnhofsgebäudes und der alten Lagerhalle, da der neue Bahnsteig höher gebaut werden müsse.

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Seitens des AVV als auch des Betreibers der Staudenbahn gab es recht unterschiedliche Meinungen über die Gestaltung des Park-and-ride-Platzes, erläuterte Böck. Auch der Gemeinderat hatte über die Gestaltung des Bahnhofsgeländes recht unterschiedliche Ansichten, vor allem was die Anordnung der Parkplätze betrifft. Gemeinderatsmitglied Stephan Zimmer schlug vor, auch die Haltestellen der Schulbusse auf dem neuen Bahnhofsgelände einzurichten. Von Zweitem Bürgermeister Gerald Eichinger kam der Vorschlag, die Wendeschleife für die Busse wegzulassen und stattdessen eine gemeinsame Fahrspur in eine Richtung für Busse als auch für Autos zu erstellen. Außerdem schlug er vor, die Bürger nach Vorschlägen für die Gestaltung des Bahnhofsgeländes zu befragen. Das Gremium einigte sich schließlich darauf, dass das Planungsbüro für diesen Vorschlag von Eichinger einen Entwurf erstellen soll.

Genauso unterschiedlicher Meinung waren die Räte über die Anfrage des Naturparks Westliche Wälder, eine Übernachtungsmöglichkeit für Wanderer entlang des Stauden-Meditationsweges in Langenneufnach zu errichten. Hierfür käme eine Art Schäferwagen infrage, der von Mai bis Mitte Oktober aufgestellt werden könnte, und den Wanderer als auch Fahrradfahrer für eine Übernachtung nutzen könnten. Der Naturpark Westliche Wälder könne sich vorstellen, diese mobile Übernachtungsmöglichkeit westlich vom Rathausgelände auf einer gemeindlichen Wiese aufzustellen und die Übernachtungsgäste die öffentliche Toilette auf dem neuen Dorfplatz benutzen zu lassen.

Zweiter Bürgermeister Eichinger plädierte hingegen für einen Standplatz am Sportheim und schlug vor, den Gästen dort eine Dixi-Toilette zur Verfügung zu stellen. Nach einer längeren Diskussion, welche Entfernung zur Toilette den Gästen zugemutet werden könne und welcher Standort im Hinblick auf Gastronomieangebote und Lärmbelästigung besser wäre, entschieden sich die Räte mit zwei Gegenstimmen für die Standortwahl beim Sportheim. Allerdings muss die Gemeinde dies erst mit dem Sportverein abklären.

Einig waren sich die Räte dann, als es um die Sanierung der beiden maroden Gehwege in der Schwabmünchner Straße ging. Da der Landkreis beabsichtigt, die Brücke in der Schwabmünchner Straße zu sanieren, könnte die Gemeinde gleichzeitig die Sanierung der Gehwege durchführen. Der außerplanmäßigen Ausgabe in Höhe von geschätzt 50000 Euro stimmten die Räte zu.

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